Kommenden Sonntag, 11. April, wird die Wörgler Bevölkerung zur Zukunft des Wave befragt. Wahlkarten können schriftlich bis Mittwoch, 7. April, mündlich bis Freitag 9. April beantragt werden.

„Soll die Wörgler Wasserwelt saniert werden und die Stadtgemeinde Wörgl die Kosten durch Aufnahme eines zusätzlichen Bankkredites finanzieren“, lautet die Fragestellung der Volksbefragung.

Ergebnis nicht bindend
Sowohl Bgm. Hedi Wechner (Liste Hedi Wechner) als auch Vize-Bgm. Mario Wiechenthaler (Freiheitliche Wörgler Liste) kündigten bereits an, dass das Ergebnis für ihre Listen erst ab einer Wahlbeteiligung von 70 % bindend sei. Im Gemeinderat haben die beiden Listen mit 13 Mandataren eine klare Mehrheit und somit auch die Macht, unabhängig des Ausganges eine Schließung der Wörgler Wasserwelt durchzusetzen. „Das ist eine demokratiepolitische Pflanzerei“, meint der grüne Gemeinderat Richard Götz zur 70-Prozent-Hürde.

„Unterwasserwelt“
Zur Gemeinderatssitzung am 25. März lud Bgm. Hedi Wechner den gerichtlich beeideten Sachverständigen Dipl. Ing. Johannes Schmidt ein, um von einem Lokalaugenschein im Wave zu berichten. Lt. Schmidt würde eine Sanierung des Schwimmbades den größtmöglichen Aufwand bedeuten, die Kosten schätzt er auf über € 15 Mio. und ein Weiterbetrieb sei nur mit einem sehr hohen Aufwand überhaupt denkbar. „Es ist erschütternd, die Bilder sind selbstredend“, so Bgm. Hedi Wechner, die sich wie Vize-Bgm. Mario Wiechenthaler ganz klar gegen eine Sanierung ausspricht. „Für mich waren diese Fotos schockierend. Ich glaube, dass ein Sicherheitsrisiko besteht“, erklärt Wiechenthaler. „Das sind alles bekannte Mängel. Anstatt ein Folgegutachten in Auftrag zu geben, wurde ein Halbtagsspaziergang durch das Wave gemacht. Dies zeigt, wie verzweifelt man ist, das Wave schlechtzureden“, entgegnete GR Michael Riedhart (Junge Wörgler Liste). „Es steht außer Frage, dass Investitionen und Renovierungen von Zeit zu Zeit notwendig werden. Das Wave ist jedoch keineswegs ein Fass ohne Boden, wie der von der Stadtführung beauftragte Gutachter DI Schmidt glauben machen will“, so GR Andreas Taxacher (Team Wörgl).

„Save das Wave“
Mit Foldern, Plakaten, Transparenten und Hausbesuchen kämpfen die „Erhalter des Wave“ um Gabi Hausberger um möglichst viele Stimmen bei der Volksbefragung. „Wir wissen, dass man sanieren muss. Aber jede Sanierung ist billiger als ein Neubau“, bekräftigt Hausberger. Auch die ehemalige Spitzentriathletin Eva Dollinger setzt sich für den Erhalt ein: „Wenn ich sehe, was da letztes Jahr hineingesteckt wurde (Anm. Sanierung des Wellenbeckens), wäre es eine Farce, das Wave jetzt zu schließen.“

Zwei Jahre Betrieb ohne Sanierung?
„Lt. dem Geschäftsführer Andreas Ramsauer kann der Betrieb die nächsten zwei Jahre uneingeschränkt stattfinden, außer es fallen unvorhergesehene Reparaturen an“, bestätigte Riedhart im Gespräch mit dem Kufsteinblick.

Auf den ersten Blick sind kaum Mängel ersichtlich ...





... doch im Inneren besteht Handlungsbedarf. Auf dem Bild z. B. ein Technikraum, der unter Wasser steht
(Foto: Schmidt)

Bereits im vergangenen Jahr hat der bisherige Geschäftsführer des TVB Kufsteinerland Stefan Pühringer seinen Wechsel mit 1. April zum Kitzbühel Tourismus angekündigt. Aktuell gibt es eine Ausschreibung für die Nachfolge, in der Zwischenzeit übernimmt Sabine Mair diese Position.
„Es gab bereits vielversprechende Gespräche mit potentiellen Nachfolgern, die aber nicht immer sofort anfangen können. Hier haben wir aber keinen Zeitstress, da wir intern sehr gut aufgestellt sind“, so Georg Hörhager, Obmann des TVB Kufsteinerland. Und weiter: „Für uns ist es nun wichtig, die laufenden Projekte zu finalisieren und für unsere Mitglieder mit einer guten Werbestrategie parat zu stehen, wenn es wieder los geht.“
Pühringer war sechs Jahre lang Geschäftsführer in Kufstein. „Es waren bewegte Jahre, in denen wir versucht haben, das Kufsteinerland touristisch zu entwickeln. Ich durfte mit meinem Team viele wegweisende Projekte umsetzen, wie den Relaunch der Markenstrategie in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing, Optimierung bestehender und Etablierung neuer Festivals oder die Entwicklung einer neuen Gästekarte“, blickt Pühringer auf die vergangenen Jahre zurück. Neben seiner Tätigkeit als GF-Stv. in Kitzbühel startet er ab November auch einen neuen beruflichen Werdegang als Psychotherapeut in Ausbildung und Organisations-Coach.

Covid-Testungen, Schichtbetrieb und Maskenpflicht erschweren derzeit den Schulbetrieb. Dennoch wollte man ein wenig Normalität in den Schulalltag einfließen lassen und deshalb nahm die Mittelschule 2 am 18. März am Österreichischen Vorlesetag teil.
Im Rahmen dessen Durchführung wurde in allen Klassen aus dem „Buch der Entscheidungen“, welches vom Österreichischen Jugendrotkreuz herausgegeben wurde, vorgelesen. Dieses Buch bietet Schülern kurze, altersadäquate Geschichten, die in manchen Klassen die Basis für Diskussionen lieferten. Andere Klassen nutzten die Geschichten, um die geschilderten Konflikte und Probleme schriftlich fortzuführen oder das Geschehene zeichnerisch darzustellen.
Damit alle Schüler das Vorlesen erleben können, entschloss man sich an der Mittelschule 2 dazu, auch am 25. März einen Vorlesetag zu veranstalten. So erhielten auch jene Schüler, die aufgrund des Schichtbetriebes am 18. März nicht in der Schule waren, ihre Vorleseeinheit.
An der Mittelschule 2 hofft man, mit dieser Teilnahme am Österreichischen Vorlesetag einen kleinen Beitrag geleistet zu haben, um die Leselust zu stärken und den doch vermehrt festgestellten Lesedefiziten somit ein wenig entgegenzuwirken.

Die Lehrer der Mittelschule 2 Kufstein übernahmen die Rollen als Vorleser.
(Foto: Mittelschule 2 Kufstein)

Die Demokratische Republik Kongo zählt auch 2021 wieder zu den Top fünf der Emergency Watchlist des International Rescue Committees. Dieses evaluiert jedes Jahr die Länder mit den größten humanitären Krisen und Gefahren. Die Corona-Pandemie hat die Situation noch weiter verschlechtert, sodass aktuell 21,8 Millionen Menschen von einer schweren Hungerkrise betroffen sind. Noch nie gab es weltweit höhere Zahlen in einem anderen Land.

Ein Leben für den Kongo
Die Kindergartenpädagogin, Anthropologin und Projektmanagerin im Bereich der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit, Manuela Erber-Telemaque,  hatte bereits als kleines Kind den Traum, nach Afrika zu gehen und Kindern zu helfen.
Daher gründete  Erber-Telemaque, die in Going aufgewachsen ist, im Jahr 2012 die Hilfsorganisation „Zukunft für Tshumbe“. 2013 reiste sie zum ersten Mal in die Demokratische Republik Kongo, mit dem Ziel, einen Kindergarten für Waisenkinder zu realisieren und den „Ärmsten der Armen“ zu helfen und ihnen Zukunftschancen zu bieten.

„Mutter aller Kinder“
Das Zentrum „Waale Waana“ besteht mittlerweile aus Kindergarten, Grundschule, Krankenstation, Landwirtschafts- und Ernährungsprogramm sowie Nähstudio und Holzwerkstatt. „Derzeit besuchen 285 Kinder unseren Kindergarten und Grundschule und wir beschäftigen 70 Mitarbeiter in und aus Tshumbe, die sonst keine Möglichkeit auf Arbeit oder Überleben ihrer Familie hätten“, erklärt Erber-Telemaque.
Wenn nicht gerade Covid-19 das Reisen erschwert, dann ist Erber-Telemaque die meiste Zeit vor Ort im Kongo: Zuständig für das gesamte Projektmanagement, Logistik und Aufbau des lokalen Teams. In Österreich werden mit einem kleinen, ehrenamtlichen Team Benefiz-Events sowie Vorträge  organisiert sowie Arbeiten wie Buchhaltung, Patenschaften und die Betreuung der Spender abgewickelt.

Schlimme Lage
„Menschen, aber vor allem Kinder, sterben hier täglich, weil sie sich keine einzige Mahlzeit am Tag oder Medikamente um ein paar Euro leisten können. Eine derartige Situation kann man sich nicht vorstellen, wenn man sie nicht mit eigenen Augen gesehen hat“, so Erber-Telemaque. Ohne Veranstaltungen sei es derzeit extrem schwierig, Spenden zu lukrieren. Spendenkonto von „Zukunft für Tshumbe“ bei der Sparkasse Kitzbühel: IBAN: AT72 2050 5001 0001 3986, BIC: SPKIAT2KXXX. Mehr Infos unter www.zukunftfuertshumbe.org oder auf Facebook und Instagram: @zukunftfuertshumbe

Manuela und ihr Team in Tshumbe.
(Foto: Erber-Telemaque)

Ende Jänner sorgte ein Gutachten der Asfinag für Aufregung: Eine dauerhafte Vignettenbefreiung auf bestimmten Autobahnabschnitten könne nicht begründet werden. Der Verkehrsausschuss beschloss jedoch, die Mautbefreiung aufrecht zu erhalten.

Ein Gutachten kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der veränderten Verkehrssituation aufgrund der Covid-19-Pandemie nur für Jänner und Februar 2020 repräsentative Verkehrsdaten zur Evaluierung zur Verfügung stehen. Deswegen bleibt die Mautbefreiung für die beschlossenen Abschnitte erhalten. Die Verkehrszählungen von Jänner und Februar 2020 mit den relevanten Vergleichszeiträumen von 2017 bis 2019 zeigen signifikante Verkehrsrückgänge am niederrangigen Straßennetz.
„Es ist sehr erfreulich und wichtig für die Bevölkerung, dass die Mautbefreiung weiterhin in Kraft bleibt. Lediglich zwei Monate konnten wirklich verglichen werden und diese zeigen eindeutig, wie wichtig die Mautbefreiung für die betroffenen Gebiete ist. Besonders am Wochenende gab es deutlich weniger Verkehr auf den Landesstraßen, die meisten Autofahrer nutzten die Autobahn. Ich bin mir sicher, dass unter normalen Bedingungen ein enormer Verkehrsrückgang auf den niederrangigen Straßennetzen zu bemerken ist“, so ÖVP-NR Josef Hechenberger.
„Die Gutachter kommen – trotz recht dürftiger Datenlage – zum Schluss, der Zweck der Verkehrsverlagerung sei nicht erfüllt worden und auch die Schadstoff- und Lärmwerte seien nicht merkbar zurück gegangen. Hier kommen aber nicht nur die Bundesländer zu einem anderen Schluss. Die erhobenen und errechneten Verlagerungspotentiale rund um Kufstein sprechen aus meiner Sicht eine durchaus deutliche Sprache: Die Vignettenbefreiung hat dort zu einer klaren Entlastung des Stadtgebiets geführt, insbesondere zu den Stoßzeiten“, erklärt Grünen-Verkehrssprecher Hermann Weratschnig.
Erfreut zeigt sich auch der Kufsteiner FPÖ-Stadtparteiobmann LA Christofer Ranzmaier
über die jüngste Entscheidung des Nationalrats in Sachen Vignettenfreiheit: „Das der Verkehrsausschuss den Bericht der Asfinag ohne weiteren Wunsch nach Evaluierung zur Kenntnis genommen hat, ist ein weiterer kleiner Etappensieg für die Bevölkerung in der Unteren Schranne.“

Intensive Bewerbung gefordert
Lt. Ranzmaier seien  nach wie vor viele Mautflüchtlinge auf den Ausweichrouten unterwegs. „Nun gilt es, den nächsten Schritt zu setzen, welcher nur eine intensivere Bewerbung der Mautfreiheit sein kann“, fordert Ranzmaier entsprechende Beschilderungen entlang der deutschen Autobahn, als auch entlang der Bundesstraße auf dem Retourweg. „Im Zuge einer Anfragebesprechung habe ich diese Problematik auch der zuständigen grünen Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe noch einmal detailliert nähergebracht, weshalb ich nun darauf hoffe, dass dieses Thema bis spätestens nächsten Winter angegangen wird“, erklärt der Freiheitliche abschließend.

Resolution übergeben
Im Februar schlossen sich die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden zusammen und formulierten eine gemeinsame Resolution. Darin nehmen sie Stellung zu den Ergebnissen der Evaluierung und fordern die Beibehaltung der Mautbefreiung ein. Josef Hechenberger hat die Resolution von den Bürgermeistern übernommen und vor dem Verkehrsausschuss dem ÖVP-Verkehrssprecher Andreas Ottenschläger übergeben.

Trotz einer Studie der ASFINAG zur Verkehrslage bleibt die Vignettenbefreiung bis Kufstein Süd auch weiterhin bestehen.