Am 26. Juni gerieten hinter der Arche Noe in Kufstein aus bisher ungeklärter Ursache zahlreiche Kartonagen in Brand, die Flammen ragten bis zum Dachstuhl. Auch im Veranstaltungssaal des Kulturvereines entstand ein erheblicher Rauch- und Wasserschaden.

Über 120 Veranstaltungen organisiert der Kulturverein Arche Noe jährlich, der Großteil davon findet direkt neben dem Bahnhof Kufstein im Veranstaltungssaal Arche Noe statt. Nach dem verheerenden Brand im Sommer suchte der Verein sofort Ersatzlocations: „Wir haben keine Veranstaltung abgesagt“, erklärt Obmann Siegfried Bric. Die kleineren Veranstaltungen wurden in das hauseigene Veranstaltungslokal Zeno, die restlichen Events in das Autohaus Reibmayr verlegt.

Generalsanierung
Mit € 500.000,- beziffert Vereinsobmann Siegfried Brix den Gesamtschaden, 60 % davon (Zeitwert) sind von der Versicherung gedeckt. „Ohne Eigenleistung vom Verein wäre der Schaden noch viel höher“, freut sich Brix über den Einsatz der Vereinsmitglieder.
Im Zuge der notwendigen Generalsanierung wird der Veranstaltungssaal auch umgebaut und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Neben einem abgetrennten Theatercafé, das zukünftig auch untertags geöffnet hat, entstehen neue WC´s, weiters wurden alle Fenster, der Boden, die Lüftung sowie die komplette Bestuhlung ausgetauscht. Dazu wird eine neue Ton- und Lichttechnik sowie eine Akustikdecke installiert. Der 108 m2 große Hauptveranstaltungssaal bietet zukünftig Platz für 100 Besucher.

Viele Highlights
Eröffnet wird der neue Veranstaltungssaal im Jänner mit einem Tag der offenen Tür samt ganztägigem Rahmenprogramm. Am 18. Jänner folgt die Premiere des Theaterstückes „Der Vorname“ unter der Regie von Stefan Bric. Dafür wird derzeit inmitten der Umbauarbeiten schon fleißig geprobt. Neben den monatlich stattfindenden Kleinkunstgröstl werden auch nächstes Jahr wieder die mit jeweils € 5.000,- dotierten Salzfassl (Magic, Kabarett, Liedermacher/Musiker) vergeben. Dazu gibt es ein Gastspiel vom Kabarettisten Alf Poier. Weitere Informationen und Programm unter www.archenoe.at

Vereinsobmann Siegfried Bric ist derzeit mit der Generalsanierung der Arche Noe beschäftigt.

Aufgrund der für die Kundler Opposition (ÖVP und Kundler Frauen) äußerst unzufriedenstellenden Protokolle der Gemeinderatssitzungen seit rund zweieinhalb Jahren, führte GR Alexander Wolf (ÖVP) kürzlich mit der Aufsichtsbehörde vom Land Tirol ein ausführliches Gespräch. Diese teilte ihm mit, dass nicht wortwörtlich protokolliert, sondern dass der Diskussionsverlauf für jeden erkenntlich sein müsse. Laut Opposition in Kundl sei dies allerdings keineswegs der Fall.
„Wenn man sich die Protokolle der Kundler Gemeinderatssitzungen anschaut, meint man, dass die Opposition jedes Mal krank ist“, ärgert sich Wolf. Der Aufsichtsbehörde legte er nun die Protokolle der vergangenen zweieinhalb Jahre vor. Diese riet ihm, das Thema in einer Gemeinderatssitzung anzusprechen, was er bei der letzten Gemeinderatssitzung am 28. November auch tat. Laut Wolf werde die Aufsichtsbehörde einschreiten, wenn sich künftig bei den Protokollen in Kundl nichts ändert. „Seit eineinhalb Jahren ist das Klima im Kundler Gemeinderat sehr schlecht und die unvollständigen Protokolle sind eine eindeutige Machtdemonstration“, ärgert sich auch die Chefin der Kundler Frauen,  GR Helene Astner. „Für uns ist es ein sehr großes Problem, dass unsere Anträge und Aussagen in den Gemeinderatssitzungen in den Protokollen entweder gar nicht oder nicht sinnerfassend wiedergegeben werden“, bemängelt GR Peter Embacher (ÖVP). Um wahrgenommen zu werden bringen die ÖVP und die Kundler Frauen ihre Anträge mittlerweile nun sogar schriftlich ein. „Die TGO sieht keine wortwörtliche Protokollierung, sondern nur eine inhaltlich Vollständige vor“, verteidigte sich auch Kundls Amtsleiter Klaus Fankhauser.

Eine Sitzung im Visier
Besonders über das Protokoll der 21. Gemeinderatssitzung vom 26. September dieses Jahres ärgert sich die Opposition: „Da sind die halben Anträge und Aussagen von uns nicht mal drinnen“, schäumt Astner.
Bgm. Anton Hoflacher verweist zu den Vorwürfen von Astner auf ein Statement von VZ-Bgm. Michael Dessl: „Altes politisches Spiel: Im Nachhinein werden Sätze in das Protokoll hineinreklamiert, die so nicht gesagt bzw. nicht dem sachlichen Inhalt einer Diskussion entsprechen. Viel Lärm um nichts, politisches Kleingeld.“ Der Gemeinderat entschiede lt. Hoflacher mit einfacher Mehrheit unter dem Tagesordnungspunkt „Kenntnisnahme Protokoll“ über die Niederschrift einer Sitzung: „In dieser Weise wurde auch über das Protokoll der 21. GR-Sitzung abgestimmt und genehmigt. Die beiden Listen „bürgermeisterliste – team anton hoflacher“ und „Bürgerliche Kundler Liste mit Michael Dessl“  verstehen ihre Arbeit im Gemeinderat dahin, dass sie für alle Kundler da sind und nicht, um sich in einer Niederschrift zu profilieren“, so Hoflacher. fh

Im Kundler Gemeinderat steigen die ÖVP sowie die Kundler Frauen wegen der Sitzungsprotokolle auf die Barrikaden
Foto: Haun

Sechs Produktionen stehen im nächsten Jahr auf dem spannenden und abwechslungsreichen Spielplan vom Stadttheater Kufstein. Nach dem großartigen Erfolg im Sommer 2018 gelangt der „Jedermann“ zur Wiederaufführung.

„Es vergeht kein Tag, an dem bei uns nicht gearbeitet wird“, erklärte Obfrau Hildegard Reitberger bei der Programmpräsentation für 2020. Nachvollziehbar - die Amateurbühne konnte im vergangenen Jahr bei insgesamt 47 Aufführungen rund 5.500 Besucher begrüßen. „Wir sind bekannt dafür, dass wir für jeden Geschmack Kultur bieten. Das beweisen wir alljährlich mit unserem vielschichtigen Programm“, ergänzt Reitberger.
Zum Start präsentiert das Stadttheater Shakespeare´s Drama Richard III unter der Regie von Klaus Reitberger (Premiere am 21. Februar, Kultur Quartier). „Man muss lange suchen, bis man eine außerberufliche Theatergruppe findet, die sich an Richard III gewagt hat“, so ein stolzer Reitberger. Mit „Die drei Eisbären“ unter der Regie von Elisabeth Mader folgt ein Klassiker der Volkskomödien (Premiere am 3. April, Kultur Quartier). Neue Wege werden mit einem urbanen Tanztheater beschritten: Unter der Regie von Anja-Katharina Bichler und Philipp Moser gelangt „Druckpunkt“ mit Tänzern der Urban Dance Crew „Rem!x“ zur Aufführung (Premiere am 20. Mai, Kultur Quartier). Mit elf restlos ausverkauften Aufführungen und „überwältigenden Reaktionen“ für den Jedermann verbuchte das Stadttheater Kufstein im Sommer 2018 einen großartigen Erfolg. Grund genug für eine Wiederaufnahme: Im Festungsneuhof und abermals mit getauschten Geschlechterrollen sind ab 10. Juni elf Aufführungen geplant. „Kufstein wird die Frau Jedermann noch lange am Halse haben“, freut sich Regisseur Klaus Reitberger.
Unter der Regie von Hildegard Reitberger wird „Fern von Europa“ wieder gespielt (Premiere am 26. September, Kultur Quartier), weiters steht mit „Der goldene Vogel“ auch nächstes Jahr wieder ein Märchen auf dem Programm.
Kartenreservierungen und weitere Infos unter www.stadttheater-kufstein.at

V. l.: Klaus Reitberger, Elisabeth Mader, Hildegard Reitberger, Anja-Katharina Bichler, Philip Moser sowie Jessica und Bernhard Buchauer

Nachdem nun auch der Bundesrat mit den Stimmen der ÖVP und FPÖ am Donnerstag, 5. Dezember, grünes Licht für die Vignettenbefreiung bis Kufstein Süd gegeben hat, kann die im Nationalrat beschlossene Regelung mit 15. Dezember in Kraft treten. Die SPÖ hat sich gegen die Befreiung ausgesprochen.
Als Nächstes müsse nun auf die Einstellung der „sicherheitstechnisch völlig sinnlosen Grenzkontrollen“ hingearbeitet werden, fordert LA Alois Margreiter: „Hinter vorgehaltener Hand räumen selbst bayerische Polizeibeamte ein, dass die Kontrollen nutzlos sind und eine reine Alibimaßnahme darstellen. Der einzige Effekt ist, dass Deutschland seine eigenen Bürger schikaniert, die von den Wintersportorten Tirols in Richtung Heimat unterwegs sind und sich an der Grenze über einen kilometerlangen Stau ärgern müssen. Ich hoffe, dass sich auch hier über kurz oder lang die Vernunft durchsetzen wird.“

Evaluierung bis 2021
Insgesamt sind nun fünf Autobahn-Teilstrecken in Österreich ohne Vignette befahrbar. Bis Ende 2021 soll eine Evaluierung abgeschlossen sein.
„Der Vignettenspuk rund um Kufstein ist nun endlich beendet. Es gibt keine andere Region in Österreich, die derart von der Mautflucht und der damit einhergehenden Belastung für Mensch und Natur betroffen ist. Seit Dezember 2013 spitzt sich die Situation in den Gemeinden rund um Kufstein wie Ebbs und Niederndorf zu. Von Jahr zu Jahr wurde das Problem größer und die Staus und Blechlawinen, die sich durch die Dörfer und die Stadt Kufstein schlängelten, wurden länger“, so die beiden Nationalratsabgeordneten Hermann Gahr und
Josef Hechenberger.

Feier an der Grenze
Um diesen Durchbruch gebührend zu feiern, laden die Stadt Kufstein und die Gemeinde Kiefersfelden am Sonntag, 15. Dezember, von 10 bis 12 Uhr, zu Leberkäse, Bier, Glühwein und Musik am Grenzübergang in der Kufsteiner Straße ein.

Ab 15. Dezember kann von der Grenze nach Deutschland bis zur Ausfahrt Kufstein Süd ohne Vig-nette die Autobahn benutzt werden.

Auch wenn es keiner der Tiroler Atleten ins Finale geschafft hat kann sich der Veranstalter Judoclub Kufstein über eine gelungene Österreichische Judomeisterschaft am Samstag, 30. November, in der Kufstein Arena freuen. Die über 160 angetretenen Sportler kamen aus allen neun Bundesländern Österreichs und zeigten Kämpfe auf hohem Niveau. Erstmals gab es auch einen Mixed-Team-Bewerb, in dem jeweils drei männliche und drei weibliche Kämpfer in einem Team standen. Die Turnierleitung rund um Walter Gasteiger und Dipl.-Ing. Pascal Gasteiger konnten sich nicht nur über faire und spannende Kämpfe freuen, sondern auch über gut gefüllte Zuschauerplätze.
Genutzt wurde der Veranstaltungstag auch, um verdiente Persönlichkeiten im Judosport zu ehren, unter ihnen auch die beiden langjährigen Kufsteiner Funktionäre Freia und Walter Gasteiger.

Spannende Finalkämpfe bei den österreichischen Judomeisterschaften in der Kufstein Arena.