Stolz sind die TVBs Kufsteinerland und Kaiserwinkl auf das vielfältige regionale kulinarische Angebot. Mit der Kaiserweis´ Genussradrunden gibt es nun Vorschläge, wie man möglichst viele dieser Angebote mit einem Ausflug erreichen kann.

Kulinarische Schätze, kombiniert mit bezaubernden Naturerlebnissen bieten die drei Kaiserweis´ Genussradrouten, die vom TVB Kufsteinerland und TVB Kaiserwinkl am Donnerstag, 24. September, offiziell beim Lacknerhof in Langkampfen eröffnet wurden. 60 Produzenten können auf den drei Routen besucht werden und „... jeder hat eine Geschichte dazu“, so Sebastian Schrödl, Obmann von Kaiserweis‘.
Die Runde „Kaiserweis´pur“ geht von Kufstein über Walchsee bis Kössen und über Rettenschöss und Niederndorf wieder  zurück. Mit 71,9 Kilometer Länge und 720 Höhenmeter gibt es nicht nur viel zu radeln, sondern auch eine Menge an Attraktionen.
Mit der Runde „Genuss & Kultur“ von Kufstein über Ebbs, Rettenschöss bis Wildbichl und über Erl zurück erlebt man auf 58 Kilometern und etwas mehr als 900 Höhenmetern einen Ausflug mit zahlreichen Attraktionen und regionalen kulinarischen Köstlichkeiten.
Bei der Runde „Genuss & Handwerk“ hat man die Möglichkeit,  z. B. beim Bau einer Rodel dabei zu sein oder zu erleben, wie Schnaps gebrannt wird oder schöne Produkte aus Holz entstehen. Auch hier kommt natürlich die vielfältige regionale Kulinarik nicht zu kurz. Mit 35 Kilometern und 310 Höhenmetern ist diese Route von Thiersee, Kufstein über Langkampfen und Bad Häring nach Schwoich der kürzeste Vorschlag der TVBs.
Entstanden ist das Projekt „Kaiserweis“ aus der Iniative der Vermarktung heimischer Produkte und Leistungen aus der Leader-Region KUUSK. Mit einem finanziellen Aufwand von rund € 10.000.- wird eine große Wertschöpfung erreicht, so TVB Kufsteinerland Geschäftsführer Stefan Pühringer.
Die Karte mit den Routenvorschlägen und einer Übersicht aller teilnehmenden Betriebe inkl. Infos und Öffnungszeiten liegen ab sofort kostenlos bei allen TVB-Geschäftsstellen auf.

Vertreter der Produzenten, Bürgermeister und TVBs eröffenten die Kaiserweis´ Genussradrunden in Langkampfen.

Die Freiheitliche Wörgler Liste (FWL) stellte bei der Gemeinderatssitzung vergangenen Donnerstag, 24. September, einen Dringlichkeitsantrag zur Berufung weiterer Geschäftsführer für die Wörgler Wasserwelt GmbH. Dieser wurde vom Gemeinderat mehrheitlich angenommen.

Dem Wave steht das Wasser bis zum Hals:  Neben dem coronabedingten Geschäftseinbruch sind umfangreiche Sanierungen nötig. Lt. einem ersten Gutachten sind für eine vollständige Sanierung zwischen € 7,5 Mio. und € 9,5 Mio. zu berappen. Ein zweites, genaueres Gutachten soll nun Klarheit über jeden einzelnen zu sanierenden Posten bringen sowie die genauen Kosten darlegen.

Ramsauer bisher Alleingeschäftsführer
Seit Eröffnung der Wörgler Wasserwelten vor 17 Jahren hat Andreas Ramsauer die Geschäftsführung inne. „Geschäftsführer Ramsauer hat ein Gemeindebad mit einem privat geführten Bad koppeln müssen. Es war extrem schwierig für ihn, hier zu arbeiten. Aber dies hat er ganz hervorragend gemeistert“, so Bgm. Hedi Wechner.

Zwei weitere Geschäftsführer
„Es sind heuer schon mehrere hundert Tausend Euro in das Wave geflossen und im Falle einer Sanierung werden es weitere Millionen. Darum sind wir der Meinung, dass wir aus strategischen Gründen den Geschäftsführer entlasten sollten und ihm weitere Geschäftsführer zur Seite stellen, damit dies alles zu bewältigen ist. Ich glaube, dass die weiteren Geschäftsführer eine Kontrollfunktion ausüben sollten. Sechs Augen sehen mehr als zwei“, erklärt Vize-Bgm. Mario Wiechenthaler (FWL) den Antrag. Wechner geht davon aus, dass sich die Kontrollfunktion auf die finanziellen Bereiche erstrecken und keine Kontrollfunktion des operativen Geschäftsführers darstellen soll.
„Durch die Neuregelung und Erweiterung der Geschäftsführung können Maßnahmen und Beschlüsse der Geschäftsführung mit Mehrheit der Geschäftsführer umgesetzt werden. Wie bei anderen städtischen Gesellschaften sollen die zusätzlichen Geschäftsführer aus dem Kreise des Stadtamtes berufen werden, um keine Kosten zu schaffen und qualifiziertes Personal rasch zu beauftragen“, so der Antrag.
Die vorgeschlagenen Geschäftsführer, Stadtamtsdirektor Mag. Philipp Ostermann-Binder sowie Finanzleiter Mag. Walter Hohenauer, wurden mit 13:8 Stimmen bestellt.

Zusätzlicher Beirat?
Die ÖVP-nahen Listen um Stadtparteiobmann Michael Riedhart forderten für zusätzliche Transparenz die Installierung eines Beirates. Ein Abänderungsantrag von GR Hubert Aufschnaiter wurde abgelehnt, Bgm. Hedi Wechner zeigte sich jedoch gesprächsbereit. In nächster Zeit soll mit der Stadtchefin geklärt werden, in welcher Form es weitere Kontrollgremien geben könnte.

Stadtamtsdirektor Mag. Philipp Ostermann-Binder (li.) und Finanzleiter Walter Hohenauer (re.) wurden zu Wave-Geschäftsführern bestellt.

„Österreich ist das einzige Land, wo in Zeiten der Corona-Pandemie nicht der Gesundheitsminister sondern die Kulturministerin gehen musste. Das zeigt, welchen Stellenwert die Kultur bei uns hat“, so Bgm. Martin Krumschnabel bei der Vorstellung des Kulturprogrammes der Stadt Kufstein.
„So schwierig war es noch nie. Es gibt viele Unsicherheiten. Jede Veranstaltung kann kurzfristig abgesagt werden. Vor allem im Herbst wird es spannend“, ist sich Kulturreferent Klaus Reitberger bewusst.
Aus diesem Grund werden die Veranstaltungen soweit möglich in größeren Sälen stattfinden, um entsprechenden Abstand zu garantieren. Und mancher Abend wird geteilt: „Statt einem langen Programm wird es zwei kurze Programme geben, damit mehr Leute in den Genuss kommen“, informiert Kulturdirektor Bernhard Sieberer.
Viele Programmpunkte, die im Frühjahr durch COVID-19 ausgefallen sind, wurden wieder ins Programm für den Herbst 2020 und Frühjahr 2021 aufgenommen. Abonnenten haben für den Ausfall entweder das Geld zurückbekommen oder konnten ein neues Abo zum halben Preis kaufen.
Große Sorgen machte man sich noch um die Kindertheater. Denn es wird nicht so einfach sein, die Kinder zum Stillhalten zu bringen. Man hat diese Programmpunkte alle auf das Frühjahr 2021 gesetzt, um mit den Erfahrungen der Ensmebles aus dem Herbst sichere Veranstaltungen durchführen zu können.
„Wenn man sich an das hält, was nötig ist, kann man trotzdem tolle Veranstaltungen haben“, ist sich Sieberer sicher. Geplant ist wieder ein vielfältiges Programm mit Abonnement-Konzerten, Sonderkonzerten (erstmals auch mit einem Weihnachtskonzert im Dezember), Kinderprogramm und den Kufsteiner Nachtgesprächen.
Das genaue Programm mit allen Details ist unter www.kufstein.gv.at abrufbar. Weitere Informatioen gibt es unter Tel. 05372/602503. Online-Tickets erhält man auf www.kufstein.at, im Stadtamt Kufstein sowie beim TVB Kufsteinerland.

Stellten das Kulturpogramm vor: v. l. Bernhard Sieberer, Klaus Reitberger, Charlotte Bundschuh, Sponsor Robert Petutschnigg und Bgm. Martin Krumschnabel.

Die Kufsteiner Grünen haben sich ein Bild zum forstwirtschaftlichen Nutzungsdruck im Kaisertal gemacht. „Seit der Auslagerung des Forstbetriebs an die Stadtwerke Kufstein kann man beobachten, wie jährlich neue Forststraßen ins Naturschutzgebiet geschoben werden,“ so Victoria da Costa. Die Grünen weisen darauf hin, dass sie den Beschluss damals im Gemeinderat mitgetragen haben, jetzt aber diese Entscheidung auf den Prüfstand stellen wollen, da eine naturschutzkonforme Bewirtschaftung gegeben sein muss. „Für eine naturschutzkonforme Bewirtschaftung des unter Schutz gestellten Kaisertals kann nicht nur das Gesetz den Rahmen vorgeben, sondern wir haben als Stadt Kufstein auch eine moralische Verpflichtung unseren Naturräumen gegenüber“, so da Costa.  Insbesondere, da sehr viele Kufsteiner das Kaisertal für ihre Erholung nutzen würden und auch der Tourismus von einem naturbelassenem Kaisertal profitiere.
„Die Stadtwerke müssen darlegen, wie sie den forstwirtschaftlichen Nutzungsdruck im Kaisertal reduzieren wollen“, erkärte da Costa. Es sei die Aufgabe der Stadtpolitik zu prüfen, ob der Forst wieder in die Stadtverwaltung geholt werden müsse, um das Kaisertal und damit auch einen wichtigen Naturraum in seiner Ursprünglichkeit erhalten zu können.“

„Forstnutzung beschränken“
„Der Straßenbau im Kaisertal hat seit Übernahme des Forstbetriebes durch die Stadtwerke Kufstein im Jahr 2016 nicht zugenommen, sondern massiv abgenommen. Wurden nach der Errichtung des Kaisertaltunnels von 2009 bis 2016 1,8 km Wege gebaut und 8 km umgebaut, sind es seit der Verpachtung an die Stadtwerke Kufstein lediglich 40 m neue Wege und 600 m umgebaute Wege geworden. Auch eine Steigerung der Fahrten sei nicht gegeben“, kontert Bgm. Martin Krumschnabel.

Keine Gewinnmaximierung
Es sei auch nicht so, dass die Stadt Kufstein hier Gewinnmaximierung betreibe, sondern bereits seit Frühjahr 2019 plane Krumschnabel Schritte in Richtung einer völligen Außernutzung-Stellung des gesamten Kaisertales. Ein Teil der Kufsteiner Wälder im Kaisertal werde seit Jahren nicht bewirtschaftet.
Um die Außernutzung-Stellung der restlichen Wäder im Kaisertal zu prüfen, hat Krumschnabel ein Gutachten in Auftrag gegeben: „Das Gutachten ist völlig eindeutig, ökologisch wäre es sinnvoll, die restlichen Wälder im Kaisertal außer Nutzung zu stellen. Die dagegen ins Treffen geführten ökonomischen Argumente sind aus meiner Sicht unbeachtlich, da der Klimaschutz jedenfalls vorgehen muss. Kufstein kann ein deutliches Zeichen setzen, wenn wir die Waldbewirtschaftung im Kaisertal auf das gesetzlich notwendige Ausmaß beschränken, denn so wie jeder neu gepflanzte Baum dem Klimaschutz dient, ist auch der Verzicht auf Holzgewinnung in mehrfacher Hinsicht klimafreundlich und ökologisch“, erklärt Krumschnabel. Um die Maßnahmen zu beschleunigen, die laut dem Gutachten schrittweise über Jahre vollzogen werden könnten, möchte Krumschnabel im Einvernehmen mit den Stadtwerken bereits ab 31. März 2021 den derzeitigen Pachtvertrag beenden und den Forstbetrieb wieder zur Stadt Kufstein zurückholen. „Wir können dann unseren eigenen Leuten die Anweisung geben, so wenig wie möglich zu schlägern, womit auch der Verkehr im Kaisertal noch einmal abnehmen wird“, so der Stadtchef.
Die aktuelle Diskussion über die Forstnutzung im Kaisertal nimmt sohin Krumschnabel zum Anlass, seine seit über einem Jahr geplante Initiative vorzuziehen und ein deutliches Signal zu setzen, dass keineswegs wirtschaftliche Gesichtspunkte eine Klimaschutzmaßnahme der Stadt verhindern sollen.
„An der Diskussion stört mich nicht, dass wir den Forstbetrieb zurückfahren, sondern vielmehr die Tatsache, dass hier mit völlig falschen Fakten argumentiert wird. Wenn sich die Grünen auf die Fahnen heften, sie hätten dies geprüft, so frage ich mich, wie sie zu so absurden Behauptungen kommen, weil ja fast kein Wegebau mehr stattgefunden hat und somit genau das Gegenteil von dem passiert ist, was sie in ihrer Aussendung behaupten“, so Krumschnabel abschließend.

NEOS fordern Transparenz
 „Bgm. Krumschnabel ändert offenbar seine Meinung im Stundentakt. Zuerst auslagern, dann rückholen – plötzlich soll es sogar ein vom Bürgermeister selbst in Auftrag gegebenes Gutachten geben, um eine Rückholung des Forsts ins Rathaus zu forcieren – das aber noch niemand gesehen hat“, kritisiert nun NEOS-LA Andreas Leitgeb: „Genug ist genug. Die Kufsteiner Bevölkerung wird im Unklaren gelassen – sie hat ein Recht auf Aufklärung. Der Bürgermeister hat dafür zu sorgen, dass alle Fakten auf den Tisch kommen.“

Der Pachtvertrag für den Forstbetrieb des Kaisertales läuft am 31. März 2021 aus.
Foto: Alexander Pierzinger

Die Fördertöpfe ausschöpfen und in Klimaschutz investieren fordern die Kufsteiner Grünen in Form von Anträgen für mehr Photovoltaikanlagen sowie Errichtung von Radwegen durch Gemeinderätin Victoria Da Costa bei der Gemeinderatssitzung in Kufstein. „Wenn wir erst jetzt damit anfangen würden, wäre es zu spät“, kontert Stadtrat Stefan Hohenauer (Die Parteifreien).

Zwei Anträge zur Verbesserung des Klimaschutzes brachte Gemeinderätin Victoria Da Costa bei der letzten Gemeinderatssitzung in Kufstein am 9. September ein: Im ersten Antrag wird gefordert, dass die Stadt Kufstein auf gemeindeeigenen Flächen Photovoltaikanlagen errichtet, der zweite Antrag widmet sich den Radwegen in der Stadt Kufstein, die saniert und überregional ausgebaut werden sollen. „Kufstein kann sich nicht leisten, als erste Gemeinde Tirols die den Klimanotstand ausgerufen hat, Fördermittel des Landes und des Bundes für Radwegeinfrastruktur liegen zu lassen. Insbesondere wenn die Infrastruktur in so einem schlechten Zustand ist,“ so da Costa. Bei den Photovoltaikanlagen wären dabei Fördermittel bis zu 50 %, bei den Radwegen sogar bis zu 100 % der Kosten möglich.
Enttäuscht von den Anträgen zeigte sich Stadtrat Stefan Hohenauer von den Parteifreien: „Ich hatte gehofft, hier wird ein Konzept vorgestellt, nachdem ich bereits in den Zeitungen von den Plänen gelesen habe. In Kufstein ist es aber schon jetzt so, dass alle gemeindeeigenen Gebäude eine Photovoltaik-Anlage haben. Und bei den Radwegen sind wir bei den Planungen schon bereits weit fortgeschritten.“ Sobald diese Planungen abgeschlossen sind, soll das Gesamtkonzept vorgestellt werden. „In der Praxis genügt es nämlich nicht, einfach nur einen Radweg in die nächste Gemeinde zu machen.“
Noch während der Gemeinderatssitzung zeigte er auf einer Übersicht die Bereiche, die zur Zeit in Planung sind. „Wenn wir jetzt erst damit anfangen würden, wäre es zu spät.“
Die beiden Anträge der Kufsteiner Grünen wurden wie in der TGO vorgesehen zur Bearbeitung an die Ausschüsse eingereicht.