Bereits 2016 entstand die Idee, das vielseitige Angebot an Veranstaltungen in Kufstein zu würdigen, am Donnerstag, 6. Februar, war es dann bei der Nacht der Kunst soweit: Gemeinsam wurde gefeiert, in 13 Kategorien wurden Anerkennungspreise vergeben.

Ein Jahr lang war eine unabhängige zehnköpfige Jury in Kufstein unterwegs, um die verschiedenen Veranstaltungen zu besuchen und zu bewerten. Dabei war es nicht immer einfach, da es manchmal bis zu vier Veranstaltungen gleichzeitig gab, so ein Jurymitglied.
Die außergewöhnlichsten Werke in den Bereichen Musik, Theater und Kultur-Veranstaltungen wurden bei der Nacht der Kunst im Kultur Quartier in Kufstein gewürdigt.
„Es ist dabei nicht nur entscheidend, wer die Preise mit nach Hause nimmt, sondern dass wir in Kufstein Kultur auf so hohem Niveau haben. Dabei sind nicht nur die Akteure auf den Bühnen zu nennen, sondern auch die vielen Fleissigen, die im Hintergrund dafür sorgen, das diese Veranstaltungen ermöglicht werden“, so Bgm. Martin Krumschnabel an diesem Abend.
Durch den Abend führte Kulturreferent-Gemeinderat Klaus Reitberger: „Mit der Nacht der Kunst möchten wir uns bei all denen Menschen bedanken, die unsere Stadt mit ihren Projekten noch vielfältiger und lebenswerter machen.“
Umrahmt wurde der festliche Abend von der Band Midriff und dem Musik-Quintett Innanna.

Die Ausgezeichneten bei der ersten „Nacht der Kunst“ im Kultur Quartier Kufstein.
Foto: Osterauer

Etwas überraschend kündigte Gemeinderätin  und Stadtrat-Stv. Birgit Obermüller (Parteifreie) bei der Gemeinderatssitzung in Kufstein am Mittwoch, 5. Februar, ihren Austritt aus der Partei an. Auslöser waren wohl Uneinigkeiten beim Bildungsprogramm.

„Ich nehme meine Abberufung als Bildungs- und Integrationsreferentin zur Kenntnis und gebe hiermit meinen Austritt aus der Partei bekannt“, so Obermüller bei der Sitzung. Sie hoffe, dass sie alle begonnenen Projekte weiterführen könne. Sie wird nun als parteilose Gemeinderätin weiterhin eine Stimme haben.
Damit reduzieren sich die Mandate der Parteifreien im Kufteiner Gemeinderat von zehn auf neun von 21.
„Es gab inhaltliche Differenezen. Ich bleibe aber weiterhin Obfrau des Bildungs- und Integrationsausschusses und auch stellvertretende Stadträtin. Ich werde  meine Arbeit mit dem gleichen Engagement wie bisher fortführen. Was ich aber auf keinen Fall will, ist, dass sich daraus eine Medienschlacht entwickelt“, so Obermüller im Gespräch mit dem Kufsteinblick.
Auch Bgm. Martin Krumschnabel (Parteifreie) war von diesem Schritt sichtlich überrascht. Er möchte aber klarstellen, dass die Abberufung nicht aufgrund von Unstimmigkeiten geschehen ist: „Kritik ist völlig legitim, das tun auch andere. Die Abberufung als Referentin hat aber andere Gründe.“

Mit einer Änderung des im Schulorganisationsgesetz geregelten Berechnungsschlüssels sichert die Tiroler Landesregierung den Fortbestand der Volksschule in Thierbach in der Wildschönau. Der entsprechende Regierungsbeschluss, der nächste Woche im Tiroler Landtag noch bestätigt werden muss, wurde bereits diese Woche auf den Weg gebracht.

Für Landtagsabgeordneten Alois Margreiter hat man damit rasch und mit Hausverstand auf die Situation in Thierbach reagiert: „Es wäre für die Bevölkerung nicht nachvollziehbar gewesen, wenn die zukünftige Entwicklung der Schülerzahlen in der Bewertung völlig außer Acht gelassen worden wäre. Mit der Gesetzesänderung, die nächste Woche auch im Landtag beschlossen wird, kann der Betrieb der Schule in Thierbach gesichert werden. Das ist nicht nur für die Bewohner dieses Wildschönauer Ortsteils erfreulich, sondern auch ein starkes Signal, dass man sich nicht stur auf Paragraphen zurückzieht, sondern berechtigte Anliegen ernst nimmt und entsprechend handelt. Mein besonderer Dank gilt in dieser Sache Tirols Bildungslandesrätin Beate Palfrader, die hier schnell und unbürokratisch eingegriffen hat.“

FPÖ: Müssen daraus lernen
Auch FPÖ Landtagsabgeordneter Christofer Ranzmaier ist über die Lösung in Sachen Schule im Ortsteil Thierbach in der Wildschönau erfreut. „Die neue Regelung lässt - wie von uns gefordert - mehr Fingerspitzengefühl zu - ein Schritt in die richtige Richtung“, so Ranzmaier, „es wäre besser gewesen, unsere Kritik im Juli-Landtag hätte sich die Regierung mehr zu Herzen genommen.“
Für ihn ist es deswegen wichtig, dass in Zukunft Gesetzesänderungen besser auf die Folgen untersucht werden. Ranzmaier weiter: „Wir werden uns im Frühjahr noch mit einer Initiative darum kümmern, dass künftig sichergesetellt werden soll, dass Auswirkungen vor allem auf den ländlichen Raum, auf Basis der vorliegenden Daten analysiert werden.“

Mehr Flexibilität für den Fortbestand von Schulen verspricht die initiierte Gesetzesänderung des Landes Tirol.
Foto: storyblocks

Nach einer erfolgreichen Erstauflage der yoga.tage mit 120 Teilnehmern  lädt der TVB Kufsteinerland auch heuer wieder drei Tage lang zu abwechslungsreichen Yoga-Sessions, Workshops und einem Konzert ein.

„Das Festival steht unter dem Motto Erde, Stärke und Zusammenkommen am Ort, der früher eher zur Abwehr gedient hat“, erklärt Barbara Kaiser vom TVB Kufsteinerland. Neben der Kufsteiner Festung sind auch das Brentenjoch im Kaisergebirge und diverse Gesundheitshotels im Kufsteinerland Schauplätze des dreitägigen Programms zwischen 24. und 26. Juli. Der Saal und das Theater des Kultur Quartiers sind wie im Vorjahr Basecamp und zugleich Ausweichort bei Schlechtwetter für die 40 verschiedenen Programmpunkte. „Die yoga.tage stehen für eine gemeinsame Klammer, die wir in unserer Gesundheitsstrategie erarbeitet haben. Generell setzen wir auf Achtsamkeit- und Resonanztourismus. Es geht darum, eine neue Qualität zu finden im Umgang miteinander, die Mauern fallen zu lassen und eine neue Begegnungsqualität zu entwickeln - auch im Tourismus“, so Stefan Pühringer, GF TVB Kufsteinerland.

Umfangreiches Programm
Neben Yoga im Kaisergebirge, auf der Festung sowie Yoga mit ätherischen Ölen oder Klavierbegleitung warten die verschiedensten, teilweise von den nationalen und internationalen Lehrern eigens entwickelten Yoga-Stilen in allen Schwierigkeitsgraden auf die Teilnehmer. Als Highlight des Festivals gelten die Trommelkurse und die „Yoga Piano“ Sessions am 25. Juli mit Komponist Andreas Loh. Zum Start lädt der TVB Kufsteinerland alle Interessierten zu einer „Yoga Unlimited Opening Session“ am Thiersee ein.

Vorverkauf gestartet
Die heurigen yoga.tage sind bereits zur Hälfte ausverkauft: „Ich denke, die Nachfrage wird größer. Wir hatten bis jetzt nur gute Resonanzen. Für uns ist es auch ein wichtiger Punkt, dass das Festival über mehrere Tage geht“, freut sich TVB-Obmann Georg Hörhager.
Das komplette Programm sowie Tickets unter www.yoga-tage.at

V. l.: TVB-GF Stefan Pühringer, Katharina Martini (Kuratorin TVB Kufsteinerland), Yogalehrer Marcel Clementi Yogalehrer sowie TVB-Obmann Georg Hörhager

Kommenden Dienstag eröffnet der neu gegründete Verein Dia:Log eine Stadtgalerie in Kufstein. Im Mittelpunkt steht die zeitgenössische bildende Kunst, mit regelmäßigen Öffnungszeiten sowie einem abwechslungsreichen Jahresprogramm soll eine breite Bevölkerungsschicht angelockt werden.

„Wir wollen den Leuten die Kunst näherbringen, mit ihnen in den Dialog gehen und zur Aufklärung beitragen“, erklärt Werner Richter, Obmann des von einigen Kufsteiner Künstlern neu gegründeten Vereins „DIA-LOG“. „In der bildenden Kunst ist in Kufstein eine Lücke, die wir füllen wollen“, ergänzt Richter. Dafür wurde ein Jahresprogramm mit Themenausstellungen, Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit unterschiedlichen kreativen Schwerpunkten, Filmabenden sowie Lesungen, Vorträgen und kleinen Konzerten zusammengestellt. „Wir haben jetzt zum ersten Mal seit vielen Jahren in Kufstein eine Galerie der bildenenden Kunst mit regelmäßigen Öffnungszeiten. Es ist eine sehr erfreuliche Entwicklung“, so Kulturreferent Klaus Reitberger.

Zentrale Lage, großzügige Ausstellungsfläche
In der ehemaligen Galerie Ainberger in der Kufsteiner Kinkstraße (direkt neben der Volksschule Stadt) steht dem Verein mit aktuell 20 Mitgliedern ab sofort eine ca. 200 m2 große Ausstellungsfläche zur Verfügung. Dazu soll im Sommer auch der Außenbereich mitgenutzt werden. „Ich hoffe, dass sich die Stadtgalerie Kufstein in diesem Jahr zur einer fixen Instanz in unserem Kulturleben entwickeln wird“, zeigt sich Reitberger optimistisch.
Am Dienstag, 4. Februar, wird die Galerie mit der ersten Ausstellung „Augenhöhe“ offiziell eröffnet. Geplant ist ein künstlerischer Dialog von Prof. Luise Clay - einer in Kufstein langjährig tätigen Kunsterzieherin und Künstlerin - mit einigen ihrer ehemaligen Schüler, die eine Laufbahn als Künstler eingeschlagen haben. Dies sind teilweise international tätige, als auch ortsansässige Künstler mit sehr unterschiedlichen Positionen.
Die Miet- und Betriebskosten für das heurige Jahr über € 25.000,- übernimmt die Stadt Kufstein, der laufende Betrieb wird über Sponsoren finanziert. Dazu hofft der Verein auf Landes- bzw. Bundesförderungen.
Die Galerie dia:log in der Kinkstraße 5 ist zukünftig von Mittwoch bis Freitag von 17 bis 19 Uhr sowie am Samstag von 11 bis 13 Uhr geöffnet.

Freuen sich auf die erste Ausstellung: Nada Dietl, James Clay, Gerlinde und Werner Richter sowie Kulturreferent Klaus Reitberger