Er rief seine Gefolgschaft auf - und sie kamen um „ihren“ Kaiser zu folgen. Beim großen Umzug der Schausteller am Samstag, 8. Juni, anlässlich des Ritterfestes auf der Festung nahmen auch mehrere hundert mittelalterlich Verkleidete an diesem Spektakel teil. Organisiert vom Judoclub Kufstein mit Walter und Freia Gasteiger sowie dem Heimatverein Kufstein mit Obmann Gerhard Lehmann. Als Dank gab es am Oberen Stadtplatz vom Kaiser Maximilian höchstpersönlich eine Erinnerungsmedaille überreicht.
Im Anschluss wurde am Unteren Stadtplatz noch mit Musik gefeiert, bevor es zurück auf die Festung ging, die bis zum Pfingstmontag bei umfangreichem Programm ins Mittelalter versetzt wurde.

Auch der Festungs-Umzugswagen war wieder mit dabei. V. l.: Toni Rieder, Christine Petter (Standortmarketing), Bgm. Martin Krumschnabel, Birgit Berger (Standortmarketing) und Walter Gasteiger (Judoclub Kufstein).

Die Volksschule Oberlangkampfen legte im Schulentwicklungsplan fest, dass im Rahmen des Gesundheitsthemas in diesem Schuljahr der Fokus auf Umwelt und Mobilität gelegt wird. „Es geht darum, das Verkehrsaufkommen vor der Schule zu verringern und damit die Verkehrssicherheit unserer Schüler zu erhöhen sowie um zu einer Bewusstseinsbildung für eine klimafreundliche Mobilität beizutragen“, erklärte Direktorin Waltraud Strubreither.
Vergangenen Donnerstag, 6. Juni, wurde die Umsetzung dieser Maßnahmen mit einem großen Mobilitätsfest gefeiert. Neben einem Stationsbetrieb - u. a. mit einer Vorstellung der Polizei sowie des Polizeihundes mit Hundeführer, einer Staffel mit Mobilitätsgeräten und einer Busschule besuchte „Helmi“ die begeisterten Volksschulkinder.
Weiters pflanzten die Kinder mit dem Obst- und Gartenbauverein Langkampfen einen Zwetschgenbaum im Schulgarten.

Helmi besuchte die VS Oberlangkampfen. Im Bild die Klasse 1a mit den Lehrerinnen Nina Wetscher und Christina Steinbacher (re.)

Auf Antrag von GR Victoria Da Costa (OGF) beschäftigte sich der Umweltausschuss in Kufstein nach Möglichkeit eine plastikfreie Gemeinde zu werden. „Hier geht es um die Symbolik, wir sind ja schon seit einigen Jahren auf dem richtigen Weg“, so Vizebgm. Hannes Rauch. Tatsächlich werden z. B. beim Weihnachtsmarkt bereits seit 20 Jahren Mehrwegbecher, beim Weinfest seit 16 Jahren Gläser (hier wird auch eine Zertifizierung als Green Event angestrebt) verwendet. Auch Großevents wie das Kaiserfest hat 2018 auf Mehrwegbecher umgestellt, beim Festival Kufstein unlimited wird seit 2017 auf Mehrweggeschirr gesetzt. Zudem wurde erst im April mit dem neuen Projekt K2go auch beim Kaffe zum Mitnehmen ein neues Bechersystem gestartet. Stadtrat Stefan Hohenauer (Parteifreien) geht der Antrag sogar zu wenig weit: „Zu 90 % erfüllen wir die Vorgaben bereits und wir werden von Jahr zu Jahr besser.“
Da Costa begrüßte die einstimmige Annahme ihres Antrages: „Als Stadt muss man vorbildlich agieren damit die Bürger auch nachziehen.“

Zu einem Infoabend mit einem Vortrag von Alt-Bgm. Siegfried Dillersberger lud die Bürgerinitiative „Keine Trasse ohne Tunnel“ am Montag, 27. Mai, in das Rathaus Kufstein.
„Wir haben bisher 4000 Unterschriften, dazu kommen noch 2500 Unterstützungen unserer Online-Petition. Bei einem Thema, das eigentlich alle Kufsteiner betrifft, ist da noch Luft nach oben ...“, so Bürgerinitiativen-Sprecherin Tanja Votteler.
„Wenn man will, dass das alles unter die Erde kommt, muss man sich unermüdlich zu Wort melden“, bestätigte auch der Vortragende Siegfried Dillersberger. Anhand einiger Beispiele zeigte er, dass es in der Vergangenheit durch Bürgerinitiativen bereits einige Male gelungen ist, Vorhaben zu stoppen oder wesentlich zu verändern. Dillersberger: „Mich betrifft es nicht mehr, es geht um unsere Kinder!“
Das man sich auf die Zusagen der Politiker nicht verlassen sollte, zeige die Thematik Vignettenkontrolle, so Dillersberger.
Auch aus dem benachbarten Bayern waren einige Zuhörer vom Bürgerforum Inntal nach Kufstein gekommen. Hier wird nach einer Studie vom 29. April angezweifelt, dass es überhaupt neue Gleise braucht: „Warum also nicht bei der Bestandsstrecke bleiben? Den Ausbau bzw. Umbau, dass die Vorgaben wie bei einem Neubau erfüllt werden, würden auch von der EU finanziert werden. Aber wenn es kommt, muss alles in einen Tunnel.“ Und in Deutschland gehe der Trend sogar in eine andere Richtung, über 200 Anschlüsse an Industriegebiete wurden geschlossen. „Wenn hier der Druck auf die Transportunternehmen nicht größer wird, wird nichts geschehen.“
Aus dem Publikum kam die Frage, was man als Privatperson machen kann. Votteler: „Weiter zu den Sitzungen unserer Bürgerinitiative gehen. Wir werden weiter Öffentlichtkeitsarbeit machen müssen, das Thema muss in aller Munde bleiben.“

Dass Widerstand nicht zwecklos ist, zeigte Alt-Bgm. Siegfried Dillersberger anhand einiger Beispiele.

Im Zuge der Spitalsreform wird die Gesamt-Bettenanzahl in den Krankenhäusern tirolweit reduziert. Das BKH Kufstein erhält gegen den Trend 39 zusätzliche Betten.

„Wir werden duch diesen RSG 2025 (Anm. Regionaler Strukturplan Gesundheit) insgesamt massiv aufgewertet“, zeigte sich Gemeindeverbandsobmann Bgm. Rudi Puecher zufrieden. Im Zuge der zweiten Häuserrunde zum BKH Kufstein präsentierte Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg kürzlich die Spitalsreform in der Versorgungsregion Tirol Nordost. „Wir setzen die wesentlichen Inhalte der österreichischen Gesundheitsreform um. Es ist die klare Handschrift, dass wir insbesondere das tagesklinische- und ambulante Leistungsgeschehen gut weiterentwickeln“, berichtet Tilg.

39 zusätzliche Betten
Derzeit verzeichnet das BKH Kufstein insgesamt 385 Betten, bis zum Jahr 2025 kommen 39 Betten dazu. Insgesamt stehen den Patienten zukünftig 406 vollstationäre Betten sowie 18 tagesklinische Plätze zur Verfügung. „Das BKH Kufstein ist mit seinen mehr als 1.200 Mitarbeitern die zentrale Anlaufstelle für die stationäre Akut- und Basisversorgung im Bezirk. In diesem Zusammenhang sind zahlreiche Maßnahmen zur weiteren Stärkung des Standorts geplant, vom Ausbau der Inneren Medizin mit zusätzlichen Betten in der Neurologie bis zur Erweiterung des Departments für Akutgeriatrie/Remobilisation zur besseren Versorgung von älteren Patienten“, so Tilg.

Erstversorungseinheit
Als spitalsentlastende Maßnahme ist eine ambulante Erstversorgungseinheit geplant. Diese neue Anlaufstelle soll für die Patienten kurze Wartezeiten und eine gezielte Behandlung im Bereich der allgemeinmedizinischen Versorgung bieten. Im Rahmen des Traumanetzwerk Tirol wird das BKH Kufstein künftig eine zentrale Rolle in der Unfallversorgung für das Tiroler Unterland einnehmen. Ebenso bleibt die Augenheilkunde erhalten und wird neben einem reduzierten, stationären Angebot um eine Tagesklinik erweitert. „Der Schulterschluss mit dem Land war immer auf Augenhöhe. Wir können uns dem Ziel, weg von der Bettenorientierung und hin zur Leistungsorientierung, sehr gut identifizieren“, betont Puecher.

Strukturplan Pflege
Im Rahmen des Strukturplans Pflege 2012-2022 und der Tiroler Pflegeoffensive sind im Bereich der Übergangspflege bis 2022 Ausbaukontingente von 15 Plätzen im Bezirk Kufstein festgesetzt. Für die Schwerpunktpflege sind für die Versorgungsregion Nordost insgesamt 24 Plätze bis 2022 vorgesehen.

Informierten über die Zukunftspläne: Primar Dr. Carl Miller, LR Bernhard Tilg sowie Gemeindeverbandsobmann Rudi Puecher (v. l.)