Was Ausflüge zum Reintaler See in Kramsach, zum Seefelder Wildsee oder zum Schlosskopf Ehrenberg gemeinsam haben? Sie stehen für mobilitätsfreundliche Wanderwege, die die Tiroler Berg- und Naturlandschaft für möglichst viele Menschen zugänglich machen. Damit solche Projekte umgesetzt werden können, unterstützt das Land Tirol Gemeinden und Tourismusverbände dabei, mobilitätsfreundliche Wege zu schaffen und bestehende Angebote weiterzuentwickeln.
Allein im Jahr 2025 wurden dafür rund € 250.000,- Fördermittel bereitgestellt – etwa für Wanderwegsanierungen, Neubauten mobilitätsfreundlicher Wanderwege, einen Themenweg sowie einen barrierefreien Seezugang. Aktuell befinden sich neun weitere Projekte in Umsetzung. Parallel dazu werden bestehende Angebote in ganz Tirol erstmals systematisch erfasst und nach einheitlichen Kriterien klassifiziert.
Einheitliche Standards
Damit Nutzer bereits vor dem Start einer Tour wissen, welche Anforderungen sie erwarten, setzt Tirol nun auch auf eine landesweit einheitliche Einstufung mobilitätsfreundlicher Wanderwege. Grundlage bildet die Tiroler Richtlinie zur Klassifizierung von Wanderwegen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Die Wege werden nach objektiven Kriterien bewertet und in die Schwierigkeitsstufen leicht, mittelschwierig und schwierig eingeteilt.
Für die Erhebung kommt ein eigens entwickelter Messrollstuhl zum Einsatz, der zahlreiche Parameter wie Wegbreite, Längsneigung, Distanz, Höhenprofil und Oberflächenbeschaffenheit erfasst. Die tirolweite Bestandsaufnahme schafft damit nicht nur die Grundlage für eine einheitliche Klassifizierung, sondern auch für eine künftig übersichtliche und öffentlich zugängliche Darstellung der mobilitätsfreundlichen Wanderangebote in Tirol.
Mit rund 24.000 Kilometern Wanderwegen verfügt Tirol über eines der vielfältigsten Wanderangebote im Alpenraum. Das Land Tirol investiert kontinuierlich in die Infrastruktur: Allein in den vergangenen zehn Jahren wurden rund € 7,5 Mio. dafür aufgewendet, davon etwa € 3,9 Mio. in die Sanierung bestehender Wege.
Gefördert werden unter anderem Brücken, Rastplätze, Themenwege und mobilitätsfreundliche Wege, damit Naturerlebnisse möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht werden können.
