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Weitere 47 Mietwohnungen in der Kufsteiner Südtiroler Siedlung übergeben

Die Neugestaltung der Südtiroler Siedlung im Kufsteiner Stadtteil Sparchen schreitet voran: Kürzlich konnte die Neue Heimat Tirol (NHT) 47 weitere Mietwohnungen im Rahmen des dritten Bauabschnittes übergeben. Auch der vierte Bauabschnitt steht kurz vor der Fertigstellung.

Bei der feierlichen Schlüsselübergabe konnte NHT-Geschäftsführer Johannes Tratter  gemeinsam mit LH-Stv. Philip Wohlgemuth und Bgm. Martin Krumschnabel 24 Zweizimmer-, 18 Dreizimmer- und fünf Vierzimmer-Wohnungen an die neuen Mieter übergeben. Alle Wohnungen verfügen über großzügige Terrassen bzw. Balkone. Die durchschnittliche Bruttomiete beträgt inkl. Stellplatz sowie Betriebs- und Heizkosten 11,44 Euro pro m2. „Für mich ist es seit 2022 ein ganz wesentliches Ziel, leistbares Wohnen für jeden, der dies will, umzusetzen. Und wir kommen diesem Ziel in Riesenschritten näher“, freut sich Krumschnabel. Vor kurzen seien 1.000 Wohnungssuchende auf der Liste gestanden, jetzt sind es nur noch 300.
Für die 47 neuen Wohnungen  zwischen der Sterzinger Straße und der Stuttgarter Straße investierte die NHT insgesamt € 13,4 Mio.

750 neue Wohnungen
Bis dato sind am Areal bereits 241 neue Wohneinheiten fertiggestellt und übergeben worden. Bis 2045 investiert die NHT rund € 210 Mio. in insgesamt ca. 750  neue Wohnungen.


NHT-GF Johannes Tratter (re.) freut sich mit Pfarrer Josef Johann Pletzer, LA Christian Kovacevic, Bgm. Martin Krumschnabel, Architektin Claudia Dorner und Familie Batmaz über die planmäßige Fertigstellung des nächsten Bauabschnitts.
Foto: NHT/Karg

Bruckhäusl stemmt sich gegen nächste Aushubdeponie

Seit September 2025 betreibt die Gubert GmbH neben dem Riederwies Feriendorf im Wörgler Ortsteil Bruckhäusl eine Bodenaushubdeponie. Jetzt hat das Jenbacher Unternehmen in unmittelbarer Nähe um Bewilligung einer weiteren Bodenaushubdeponie angesucht. Dies stößt beim Verein „Bruckhäusl aktiv“ sowie den Anrainern auf massive Kritik.

Durch einen Zufall habe Josef Stöger, einer der Eigentümer eines Chalets im Feriendorf Riederwies, von der Wörgler Amtstafel erfahren, dass die Gubert GmbH um eine weitere Bodenaushubdeponie auf den Feldern rund um den „Grill-Bauern“ angesucht hat. Auf einer Fläche von rund 15.600 m2 soll die Deponie mit einer Kapazität von 85.900 m3 errichtet und drei bis zehn Jahre lang betrieben werden. Doch bereits jetzt ist die Belastung hoch: Die Anrainer beklagen aufgrund der aktuellen Deponie direkt neben dem Feriendorf eine hohe Lärm- und Feinstaubbelastung sowie viel Schwerverkehr auf der einspurigen Straße. Ein Chalet-Besitzer berichtet derzeit von wöchentlichen Einbußen in Höhe von rund € 2.500,- durch Stornierungen. Zudem hätten im Feriendorf Dreharbeiten für die Erfolgsserie „Der Bergdoktor“ stattfinden sollen, die aufgrund der bestehenden Deponie jedoch abgesagt wurden. 

Hohe Belastung für Bevölkerung
„Der Ort hat schon Jahrzehnte gelitten, und es hört nie auf“, beklagt Thomas Gasteiger, Obmann der Bürgerinitiative „Bruckhäusl aktiv“. Neben der bestehenden und der neu geplanten Bodenaushubdeponie betreibt die Firma Strabag am nahe gelegenen Riederberg eine weitere Aushubdeponie. Zudem seien die Auswirkungen der im Jahr 2007 stillgelegten Faulgasdeponie im selben Ortsteil noch immer spürbar.

Vereinfachtes Verfahren
Die neu geplante Deponie mit einem Schüttvolumen von 85.900 m3 ist von der Bezirkshauptmannschaft nach dem vereinfachten Verfahren zu genehmigen (unter 100.000 m3). Daher haben weder die Anrainer noch die Gemeinde eine Parteienstellung. Mit letzterer wollen die Anrainer sowie die Bürgerinitiative noch in Kontakt treten. Aufgrund der bereits hohen Belastung durch bestehende Deponien wird für die neue Deponie eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gefordert.


In Bruckhäusl ist eine weitere Deponie mit einer Kapazität von 85.900 m3 geplant.


Die Anrainer und der Verein „Bruckäusl aktiv“ bei einem Lokalaugenschein beim Feriendorf Riederwies.

Firstfeier in Langkampfen: Startschuss für Kinderkrippe und Megazentrum

Mit der Firstfeier für den Neubau der Kinderkrippe „Kleine Farm“ am Donnerstag, 9. Juli, wurde in Langkampfen der Baustart für das erste Gebäude eines großen Zukunftsprojekts gefeiert. Parallel dazu nimmt auch die Planung für ein Gesundheits-, Kultur- und Bildungszentrum konkrete Formen an.

Die künftige Kinderkrippe ist für sieben Gruppen mit jeweils zwölf Kindern ausgelegt. Untergebracht werden darin die Kinderkrippen aus Unter- und Oberlangkampfen. Obwohl der Verein „Kleine Farm“ heuer im November sein 20-jähriges Bestehen feiern würde, sollen die Feierlichkeiten auf April 2027 verschoben werden, wenn das neue Gebäude in Betrieb geht, erklärte Susanne Dussa.
Bei der Firstfeier herrschte nicht nur Freude über den bisherigen Baufortschritt, sondern auch über die Einhaltung des Budgets. Die Kinderkrippe kostet € 4,2 Mio. und soll in modernen, funktionell vielseitig nutzbaren Räumen Platz für die Betreuung der jüngsten Langkampfener bieten.

Grundsatzbeschluss für großes Zentrum
Bereits zuvor hat der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss gefasst, der den Weg für ein umfassendes Zentrum mit Bereichen für Gesundheit, Kultur und Bildung ebnet. Auf den Feldern neben der Mittelschule Langkampfen sollen unter anderem eine Tiefgarage, ein Altenwohnheim, eine Volksschule, Räumlichkeiten für den Sozialsprengel, eine Ganztagesbetreuung sowie das neue Gemeindeamt entstehen. Auch ein Veranstaltungsplatz ist Teil der Überlegungen. Bürgermeister Andreas Ehrenstrasser sieht in der gemeinsamen Planung zahlreiche Vorteile. „Durch die Planung als ein Projekt entstehen zahlreiche Synergien, dadurch sparen wir uns sehr viel Geld“, betont er. So sollen etwa die Schüler der Mittelschule und Volksschule einen ganzjährig überdachten Pausenhof erhalten, der zugleich als Veranstaltungsplatz genutzt werden kann.
Die Planungen für das Megaprojekt sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Damit sollen möglichst hohe Förderungen sowie günstige Kreditkonditionen gesichert werden. Der Baubeginn ist für 2028 vorgesehen, nach einer zweijährigen Bauzeit könnten die neuen Gebäude dann bezogen werden.


Firstfeier der neuen Kinderkrippe „Kleine Farm“ in Unterlangkampfen.


V. l.: Lukas Hechenblaickner von Riederbau übergab an Bgm. Andreas Ehrenstrasser den Firstspruch.

Erste permanent ausgeschilderte Trail- Running-Strecke in Oberaudorf eröffnet

In Oberaudorf wurden vergangenen Donnerstag, 16. Juli, zwei dauerhaft ausgeschilderte Trail-Running-Strecken feierlich eröffnet – die ersten ihrer Art in Deutschland.

Die beiden neu beschilderten Routen starten im Kurpark Oberaudorf und orientieren sich an zwei der insgesamt fünf Streckenprofile des jährlich stattfindenden Oberaudorf Trail Festivals. Die Hocheck-Short-Distanz ist 12,4 Kilometer lang und umfasst 506 Höhenmeter. Die Strecke „Brünnstein Speed“ ist mit 24 Kilometern fast doppelt so lang und aufgrund ihrer 1.473 Höhenmeter besonders anspruchsvoll.
Für die Tourist-Information Oberaudorf sind die neuen Strecken ein wichtiger Baustein für die touristische Weiterentwicklung: „Oberaudorf ist als Wintersportort gewachsen und war als dieser bekannt. Doch aufgrund des zunehmenden Schneemangels wird es wichtig, unseren Tourismus strategisch und zukunftssicher weiterzuentwickeln. Wir sehen die perfekte Chance dafür im Trailrun, hier bietet sich unsere vorhandene Natur wunderbar an“, erklärt Martina Schweinsteiger, Leiterin der Tourist-Information Oberaudorf. „In Zeiten des Klimawandels können Laufbegeisterte diese besonderen Wege ab sofort das ganze Jahr über für sich nutzen“, freut sich auch Ursula Freifrau von Redwitz, 3. Bürgermeisterin der Gemeinde Oberaudorf, über das neue Angebot. Auch der Nachwuchs soll für den Sport begeistert werden: Der WSV Oberaudorf gründete kürzlich eine eigene Trailrunning-Sparte.
Realisiert wurden die neuen Trailrunning-Strecken von der Gemeinde Oberaudorf, der örtlichen Tourist-Information, dem Veranstalter Salty und Dynafit.


Feierliche Eröffnung der ersten permanent ausgeschilderten Trail-Running-Stecken in Deutschland: Eva Tiefenthaler (Dynafit), Dominik Hartmann (Salty), Michael Hankl (Dynafit), Ursula Freifrau von Redwitz (3. Bürgermeisterin Oberaudorf) sowie Martina Schweinsteiger, Leiterin der Tourist-Information Oberaudorf

Kiefersfelden trotz Straßensperre gut erreichbar

Die Kufsteiner Straße zwischen der Staatsgrenze und Kiefersfelden ist derzeit wegen umfassender Sanierungsarbeiten gesperrt. Die Zufahrt von Kufstein über die A 93 ist jedoch weiterhin möglich. Der zusätzliche Zeitaufwand bleibt laut Bgm. Hajo Gruber gering.

Seit 11. Mai wird die Staatsstraße 2089 umfassend erneuert. Der erste Bauabschnitt reicht von der Landesgrenze bis zur Einfahrt in das Gewerbegebiet, der zweite Abschnitt beginnt am 17. August und führt bis zur Kreuzung Bahnhofstraße/Kufsteiner Straße. Die Bauarbeiten verlaufen planmäßig. Am 16. Oktober soll der zweite Abschnitt fertiggestellt und die Straße für den Verkehr wieder freigegeben werden.
Neben der Erneuerung der Fahrbahn entstehen u. a. ein neuer Geh- und Radweg, Querungshilfen und neue Parkplätze. Die Fahrbahn wird schmäler und der bisher stark vom Verkehr geprägte Bereich soll deutlich aufgewertet werden. „Langfristig wird Kiefersfelden dadurch mehr zum Ferienort. Der Grenzcharakter fällt weg“, erklärt Gruber.

Umweg dauert nur wenige Minuten
Während der Vollsperre wird der Durchgangsverkehr über die A 93 umgeleitet, zwischen Kiefersfelden und Kufstein Süd besteht keine Vignettenpflicht. Nach Angaben des Bürgermeisters ist die Autobahn trotz Grenzkontrollen meistens gut passierbar. Der Umweg sei daher kaum relevant, der Zeitverlust betrage nur wenige Minuten. „Man ist schneller in Kiefersfelden, als es der erste Eindruck oft vermuten lässt. Wir freuen uns über jeden Tiroler, der zu uns fährt“, betont Gruber.
Nach Abschluss des ersten Bauabschnittes ist die Gemeinde bestrebt, einen Kompromiss zu finden und die direkte Verbindung von und nach Kufstein für den „kleinen Grenzverkehr“, insbesondere für Pendler, so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Gruber stehe dazu laufend mit dem zuständigen Staatlichen Bauamt Rosenheim in Kontakt. Eine Umleitung des gesamten Verkehrs über die König-Otto-Straße werde jedoch kritisch gesehen.
Auch Tourist-Info-Leiterin Nicole Bugl weist darauf hin, dass Kiefersfelden weiterhin gut erreichbar ist. Neben der Autobahn können Gäste mit der Gästekarte kostenlos stündlich mit dem Zug zwischen Kiefersfelden und Kufstein fahren. Der Innradweg ist ebenfalls frei. Für Gäste aus Ebbs biete sich zudem die 
Innfähre beim Hödnerhof als alternative Verbindung an.

Weniger Verkehr, aber Einbußen für Betriebe
Die derzeitige Ruhe hat für Einheimische und Gäste auch positive Seiten. Laut Bugl ist es in den Gaststätten und entlang der Straße wesentlich ruhiger und gemütlicher. Auch Gruber verweist auf die bayerische Wirtshauskultur: Auf den Terrassen der Betriebe lasse sich der Aufenthalt ohne den sonst üblichen Durchzugsverkehr derzeit besonders ruhig genießen. Die Hotellerie spüre nach seinen Angaben kaum Auswirkungen.

Umsatzeinbußen
Für einzelne Unternehmen stellt die Vollsperre allerdings eine deutliche Belastung dar. Stefanie Tschappeller, Chefin der Bäckerei Schneider, berichtet von Umsatzeinbußen von bis zu 20 Prozent. Gerade für kleinere Betriebe sei die Situation schwierig, da Kiefersfelden auch von Kunden aus Tirol sowie vom Durchreiseverkehr lebe. Die Personalplanung für den Sommer sei dadurch nur schwer kalkulierbar.
Tschappeller kritisiert insbesondere, dass beide Fahrspuren vollständig gesperrt wurden. Ihrer Ansicht nach hätte die Baustelle auch bei einer einspurigen Verkehrsführung abgewickelt werden können. Sie hofft auf eine möglichst rasche Öffnung, da neben der Bäckerei auch weitere Betriebe wie Gaststätten, Eisdiele und Hallenbad auf Gäste aus Tirol angewiesen seien.


Die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt verlaufen planmäßig.


Laut Bgm. Hajo Gruber beträgt der Zeitverlust nur wenige Minuten.


Nicole Bugl, Leiterin Tourist-Info Kiefersfelden.


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