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Firstfeier in Langkampfen: Startschuss für Kinderkrippe und Megazentrum

Mit der Firstfeier für den Neubau der Kinderkrippe „Kleine Farm“ am Donnerstag, 9. Juli, wurde in Langkampfen der Baustart für das erste Gebäude eines großen Zukunftsprojekts gefeiert. Parallel dazu nimmt auch die Planung für ein Gesundheits-, Kultur- und Bildungszentrum konkrete Formen an.

Die künftige Kinderkrippe ist für sieben Gruppen mit jeweils zwölf Kindern ausgelegt. Untergebracht werden darin die Kinderkrippen aus Unter- und Oberlangkampfen. Obwohl der Verein „Kleine Farm“ heuer im November sein 20-jähriges Bestehen feiern würde, sollen die Feierlichkeiten auf April 2027 verschoben werden, wenn das neue Gebäude in Betrieb geht, erklärte Susanne Dussa.
Bei der Firstfeier herrschte nicht nur Freude über den bisherigen Baufortschritt, sondern auch über die Einhaltung des Budgets. Die Kinderkrippe kostet € 4,2 Mio. und soll in modernen, funktionell vielseitig nutzbaren Räumen Platz für die Betreuung der jüngsten Langkampfener bieten.

Grundsatzbeschluss für großes Zentrum
Bereits zuvor hat der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss gefasst, der den Weg für ein umfassendes Zentrum mit Bereichen für Gesundheit, Kultur und Bildung ebnet. Auf den Feldern neben der Mittelschule Langkampfen sollen unter anderem eine Tiefgarage, ein Altenwohnheim, eine Volksschule, Räumlichkeiten für den Sozialsprengel, eine Ganztagesbetreuung sowie das neue Gemeindeamt entstehen. Auch ein Veranstaltungsplatz ist Teil der Überlegungen. Bürgermeister Andreas Ehrenstrasser sieht in der gemeinsamen Planung zahlreiche Vorteile. „Durch die Planung als ein Projekt entstehen zahlreiche Synergien, dadurch sparen wir uns sehr viel Geld“, betont er. So sollen etwa die Schüler der Mittelschule und Volksschule einen ganzjährig überdachten Pausenhof erhalten, der zugleich als Veranstaltungsplatz genutzt werden kann.
Die Planungen für das Megaprojekt sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Damit sollen möglichst hohe Förderungen sowie günstige Kreditkonditionen gesichert werden. Der Baubeginn ist für 2028 vorgesehen, nach einer zweijährigen Bauzeit könnten die neuen Gebäude dann bezogen werden.


Firstfeier der neuen Kinderkrippe „Kleine Farm“ in Unterlangkampfen.


V. l.: Lukas Hechenblaickner von Riederbau übergab an Bgm. Andreas Ehrenstrasser den Firstspruch.

Erste permanent ausgeschilderte Trail- Running-Strecke in Oberaudorf eröffnet

In Oberaudorf wurden vergangenen Donnerstag, 16. Juli, zwei dauerhaft ausgeschilderte Trail-Running-Strecken feierlich eröffnet – die ersten ihrer Art in Deutschland.

Die beiden neu beschilderten Routen starten im Kurpark Oberaudorf und orientieren sich an zwei der insgesamt fünf Streckenprofile des jährlich stattfindenden Oberaudorf Trail Festivals. Die Hocheck-Short-Distanz ist 12,4 Kilometer lang und umfasst 506 Höhenmeter. Die Strecke „Brünnstein Speed“ ist mit 24 Kilometern fast doppelt so lang und aufgrund ihrer 1.473 Höhenmeter besonders anspruchsvoll.
Für die Tourist-Information Oberaudorf sind die neuen Strecken ein wichtiger Baustein für die touristische Weiterentwicklung: „Oberaudorf ist als Wintersportort gewachsen und war als dieser bekannt. Doch aufgrund des zunehmenden Schneemangels wird es wichtig, unseren Tourismus strategisch und zukunftssicher weiterzuentwickeln. Wir sehen die perfekte Chance dafür im Trailrun, hier bietet sich unsere vorhandene Natur wunderbar an“, erklärt Martina Schweinsteiger, Leiterin der Tourist-Information Oberaudorf. „In Zeiten des Klimawandels können Laufbegeisterte diese besonderen Wege ab sofort das ganze Jahr über für sich nutzen“, freut sich auch Ursula Freifrau von Redwitz, 3. Bürgermeisterin der Gemeinde Oberaudorf, über das neue Angebot. Auch der Nachwuchs soll für den Sport begeistert werden: Der WSV Oberaudorf gründete kürzlich eine eigene Trailrunning-Sparte.
Realisiert wurden die neuen Trailrunning-Strecken von der Gemeinde Oberaudorf, der örtlichen Tourist-Information, dem Veranstalter Salty und Dynafit.


Feierliche Eröffnung der ersten permanent ausgeschilderten Trail-Running-Stecken in Deutschland: Eva Tiefenthaler (Dynafit), Dominik Hartmann (Salty), Michael Hankl (Dynafit), Ursula Freifrau von Redwitz (3. Bürgermeisterin Oberaudorf) sowie Martina Schweinsteiger, Leiterin der Tourist-Information Oberaudorf

Kiefersfelden trotz Straßensperre gut erreichbar

Die Kufsteiner Straße zwischen der Staatsgrenze und Kiefersfelden ist derzeit wegen umfassender Sanierungsarbeiten gesperrt. Die Zufahrt von Kufstein über die A 93 ist jedoch weiterhin möglich. Der zusätzliche Zeitaufwand bleibt laut Bgm. Hajo Gruber gering.

Seit 11. Mai wird die Staatsstraße 2089 umfassend erneuert. Der erste Bauabschnitt reicht von der Landesgrenze bis zur Einfahrt in das Gewerbegebiet, der zweite Abschnitt beginnt am 17. August und führt bis zur Kreuzung Bahnhofstraße/Kufsteiner Straße. Die Bauarbeiten verlaufen planmäßig. Am 16. Oktober soll der zweite Abschnitt fertiggestellt und die Straße für den Verkehr wieder freigegeben werden.
Neben der Erneuerung der Fahrbahn entstehen u. a. ein neuer Geh- und Radweg, Querungshilfen und neue Parkplätze. Die Fahrbahn wird schmäler und der bisher stark vom Verkehr geprägte Bereich soll deutlich aufgewertet werden. „Langfristig wird Kiefersfelden dadurch mehr zum Ferienort. Der Grenzcharakter fällt weg“, erklärt Gruber.

Umweg dauert nur wenige Minuten
Während der Vollsperre wird der Durchgangsverkehr über die A 93 umgeleitet, zwischen Kiefersfelden und Kufstein Süd besteht keine Vignettenpflicht. Nach Angaben des Bürgermeisters ist die Autobahn trotz Grenzkontrollen meistens gut passierbar. Der Umweg sei daher kaum relevant, der Zeitverlust betrage nur wenige Minuten. „Man ist schneller in Kiefersfelden, als es der erste Eindruck oft vermuten lässt. Wir freuen uns über jeden Tiroler, der zu uns fährt“, betont Gruber.
Nach Abschluss des ersten Bauabschnittes ist die Gemeinde bestrebt, einen Kompromiss zu finden und die direkte Verbindung von und nach Kufstein für den „kleinen Grenzverkehr“, insbesondere für Pendler, so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Gruber stehe dazu laufend mit dem zuständigen Staatlichen Bauamt Rosenheim in Kontakt. Eine Umleitung des gesamten Verkehrs über die König-Otto-Straße werde jedoch kritisch gesehen.
Auch Tourist-Info-Leiterin Nicole Bugl weist darauf hin, dass Kiefersfelden weiterhin gut erreichbar ist. Neben der Autobahn können Gäste mit der Gästekarte kostenlos stündlich mit dem Zug zwischen Kiefersfelden und Kufstein fahren. Der Innradweg ist ebenfalls frei. Für Gäste aus Ebbs biete sich zudem die 
Innfähre beim Hödnerhof als alternative Verbindung an.

Weniger Verkehr, aber Einbußen für Betriebe
Die derzeitige Ruhe hat für Einheimische und Gäste auch positive Seiten. Laut Bugl ist es in den Gaststätten und entlang der Straße wesentlich ruhiger und gemütlicher. Auch Gruber verweist auf die bayerische Wirtshauskultur: Auf den Terrassen der Betriebe lasse sich der Aufenthalt ohne den sonst üblichen Durchzugsverkehr derzeit besonders ruhig genießen. Die Hotellerie spüre nach seinen Angaben kaum Auswirkungen.

Umsatzeinbußen
Für einzelne Unternehmen stellt die Vollsperre allerdings eine deutliche Belastung dar. Stefanie Tschappeller, Chefin der Bäckerei Schneider, berichtet von Umsatzeinbußen von bis zu 20 Prozent. Gerade für kleinere Betriebe sei die Situation schwierig, da Kiefersfelden auch von Kunden aus Tirol sowie vom Durchreiseverkehr lebe. Die Personalplanung für den Sommer sei dadurch nur schwer kalkulierbar.
Tschappeller kritisiert insbesondere, dass beide Fahrspuren vollständig gesperrt wurden. Ihrer Ansicht nach hätte die Baustelle auch bei einer einspurigen Verkehrsführung abgewickelt werden können. Sie hofft auf eine möglichst rasche Öffnung, da neben der Bäckerei auch weitere Betriebe wie Gaststätten, Eisdiele und Hallenbad auf Gäste aus Tirol angewiesen seien.


Die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt verlaufen planmäßig.


Laut Bgm. Hajo Gruber beträgt der Zeitverlust nur wenige Minuten.


Nicole Bugl, Leiterin Tourist-Info Kiefersfelden.


Hubert Aufschnaiter mit Zweidrittelmehrheit zum neuen Vizebürgermeister gewählt

Nach dem Rücktritt von Vize-Bgm. Roland Ponholzer (Wir für Wörgl) wählte der Wörgler Gemeinderat vergangenen Mittwoch, 1. Juli, einen neuen 2. Vizebürgermeister. Vorschlagsberechtigt waren die im Stadtrat vertretenen Fraktionen Wörgl Bewegen (ÖVP), die Liste Hedi Wechner sowie Wir für Wörgl.
Wörgl Bewegen schickte den ehemaligen Vizebürgermeister Hubert Aufschnaiter (2016 bis 2022) ins Rennen, die Liste Wir für Wörgl Astrid Rieser. Letztere gehört erst seit dem  Ausscheiden Ponholzers dem Stadtrat an.
Die Liste Hedi Wechner konnte sich laut GR Gabi Madersbacher weder auf den Fraktionsvorsitzenden StR. Christian Kovacevic, noch auf GR Emil Dander als Kandidaten einigen. Aufgrund dieser fraktionsinternen Pattstellung konnte kein Wahlvorschlag eingebracht werden. 

Scharfe Kritik 
StR. Christian Kovacevic übte in einer Aussendung scharfe Kritik an seinen Fraktionskollegen: „Als Fraktionsvorsitzender der zweitstärksten Fraktion im Gemeinderat  wäre ich aus demokratiepolitischen Überlegungen durchaus eine naheliegende Option für die Nachbesetzung als 2. Bürgermeister-Stellvertreter unserer Stadt gewesen. Trotzdem hat die Liste Hedi Wechner keinen Kandidaten nominiert.“ Er habe sich nicht beworben, da seine Fraktionskollegen Dander und Pertl seine Kanditatur verhindert hätten. „Die beiden Mandatare der Liste Hedi Wechner unterstützen – in enger Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister – lieber einen ÖVP-Kandidaten der Bürgermeisterliste, als einen Kandidaten der eigenen wahlwerbenden Liste und tragen somit dazu bei, dass nun die drei höchsten Ämter in unserer Stadt von ein und derselben Fraktion bekleidet werden“, kritisiert Kovacevic. 

Überraschendes Aus für Werlberger
In einer geheimen Wahl entfielen schlussendlich 14 Stimmen auf Aufschnaiter, sieben Mandatare stimmten für Rieser. Da ein Vizebürgermeister auch im Stadtrat vertreten sein muss, verliert Elisabeth Werlberger (Wörgl Bewegen) ihr Stadtratsmandat. Dies verkündete die neue Stadtamtsdirektorin Christina Geisler zur Überraschung der meisten Gemeinderäte am Ende der fünfstündigen Sitzung. Offenbar hat auch Werlberger selber nicht damit gerechnet – sie verließ nach der Verkündung wortlos den Saal des VZ Komma Wörgl.

Was steckt dahinter?
Bei der Gemeinderatswahl im Jahr 2022 war Werlberger hinter Riedhart eigentlich als Listenzweite gereiht. Nicht nur Vize-Bgm. Kayahan Kaya wurde aufgrund seines Direktmandates vorgereiht, auch StR. Thomas Embacher (alle Liste Wörgl Bewegen, ÖVP) sicherte sich damals genug Vorzugsstimmen für eine listeninterne Vorreihung. 
In einer Presseaussendung kritisierte Werlberger jetzt die Vorgehensweise: „Bis zum Zeitpunkt der öffentlichen Mitteilung im Gemeinderat wurde weder seitens des Bürgermeisters noch seitens der Fraktion das persönliche Gespräch mit mir gesucht. Über eine Entscheidung mit weitreichenden politischen und persönlichen Konsequenzen wurde ich weder vorab informiert noch in irgendeiner Weise eingebunden.“
Trotzdem will sich Werlberger weiterhin mit voller Kraft, mit Respekt vor demokratischen Grundsätzen und mit einem klaren Werteverständnis für die Menschen in Wörgl einsetzen.

Angelobung
Bereits einen Tag nach der Sitzung wurde der neue Vize-Bgm. Hubert Aufschnaiter durch BH Kurt Berek in der Bezirkshauptmannschaft Kufstein angelobt.


Angelobung des neuen Bürgermeister-Stellvertreters: BH Kurt Berek, Vize-Bgm. Hubert Aufschnaiter und Bgm. Michael Riedhart (v. l.)
Foto: Land Tirol


GR Elisabeth Werlberger verlor ihr Stadtratsmandat.
Foto: Wundara

Kufsteinerland Radmarathon feiert 10-jähriges Jubiläum

Was 2016 mit rund 345 Startern aus vier Nationen begann, hat sich längst zu einem Fixpunkt im Tiroler Radsportkalender entwickelt: Der Kufsteinerland Radmarathon feiert mit einem umfangreichen Rahmenprogramm von 21. bis 23. August sein zehnjähriges Jubiläum. Erstmals gibt es heuer auch eine eigene Handbike-Wertung.

Bei der Jubiläumsausgabe werden wieder drei verschiedene Strecken angeboten: Der Radmarathon mit 120 Kilometern, die Seenrunde mit 95 Kilometern sowie die Panoramarunde mit 48 Kilometern. Neben den klassischen Strecken richtet sich die E-Bike-Runde gezielt an Genussradler. Erstmals wird auf der Panoramarunde auch eine Handbike-Wertung angeboten. Für die Bewerbe mit Start und Ziel beim Oberen Stadtplatz in Kufstein sind bereits mehr als 1.050 Anmeldungen eingegangen. Lina Schneeweiß, Themenmanagerin beim TVB Kufsteinerland, geht davon aus, dass das Teilnehmerlimit von 1.500 auch heuer wieder erreicht wird. „Unser Ziel war immer eine Veranstaltung mit hoher Qualität und maximaler Sicherheit“, erklärt Veranstalter Frank Rietzler. Rund 130 Personen arbeiten mittlerweile an der Umsetzung mit, inklusive Streckenposten. TVB-Obmann Georg Hörhager freut sich über die Einbindung möglichst vieler Gemeinden bei der Streckenführung, zudem hob er die Qualität des Radmarathons hervor: „Das Kufsteinerland hat eine enorme Qualität für den Radsport. Es erfüllt mich mit Stolz, dass sich diese Qualität auch im Lebensraum widerspiegelt. Wo wir uns wohlfühlen, fühlen sich auch unsere Gäste wohl.“

Rahmenprogramm
Der Startschuss fällt am Freitag: Der URC Ebbs organisiert wiederum das traditionelle Aschinger Alm Gaudirace, ein Warm-Up mit Bergsprint-Charakter. Am Samstag stehen verschiedene Einradelrunden sowie ein Konzert der Band „Alp Folk“ in der Kufsteiner Innenstadt auf dem Programm. Rund um den Radmarathon am Sonntag werden unter anderem eine Rad-Expo und eine Pasta Party angeboten.
Das Budget des TVB Kufsteinerland liegt zwischen € 35.000,- und € 40.000,-, inklusive Sachleistungen.
Weitere Informationen und Anmeldung unter www.kufsteinerland-radmarathon.at


V. l.: Lina Schneeweiß (TVB Kufsteinerland), Georg Hörhager (Obman TVB Kufsteinerland), Leonie Schulte (female cycling force), Lisa Luginger-Bichler (Bierol), Veranstalter Frank Rietzler sowie Tjebbe Kaindl

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