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Kufstein unlimited setzt verstärkt auf Rock

Das größte Rock- und Popfestival Westösterreichs geht am 12. und 13. Juni in die nächste Runde. Vergangenen Donnerstag, 19. März, präsentierte Thomas Ebner, Geschäftsführer der Standortmarketing Kufstein GmbH, ein spannendes Line-up für Kufstein unlimited. 

Aus rund 400 Bewerbungen wurden auch heuer wieder 43 Bands ausgewählt, welche auf fünf verschiedenen Bühnen für ein abwechslungsreiches Programm sorgen. Die heurige Auflage wird spürbar rockiger – dies versprechen auch die  verschiedenen Hauptacts: U. a. konnten Anna Buchegger, Django3000, James Cottriall, Alle Achtung, Pænda, Salò, MandelKokainSchnaps, die Basement Saints und Van Holzen engagiert werden.

DJ-Beats am Fischergries
Nach ihrer erfolgreichen Premiere im Vorjahr sind das „unlimited Wohnzimmer“ beim Kirchplatz und die Karaoke-Bühne gegenüber vom Feucht auch heuer fixer Bestandteil von Kufstein unlimited. Neben den hochkarätigen Acts auf den Bühnen in der Innenstadt dürfen elektronische Musikfans in diesem Jahr wieder große Shows und beste Partymusik auf der DJ-Bühne am Fischergries erwarten. Am Freitag stehen Aron, Stay Young, Noisegig, Lyuke, Forage und Shany an den Decks. Am Samstag übernehmen Tend & Lou, No Limit, Nickyrella, DJ Spicy und Medun.

Walking-Acts und Kinderprogramm
Abgerundet wird das Programm wieder mit einzigartigen Straßenkünstlern (u. a. Colors, Pappagalli, Living Trees) sowie einer großen Kinderzone vor der Fachhochschule im Stadtpark.  Auf die Kleinsten warten u. a. ein Kletterturm, Hüpfburgen und Bobbycars.

Image und Identität
„So eine Veranstaltung in dieser Größe und Qualität ist für die Bevölkerung und für die Besucher sehr stark identitätsstiftend. Menschen, die hier leben und arbeiten, erleben die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive“, erklärt Ebner. Image und Identität seien im Hinblick auf Wohnen, Freizeit und Konsum wichtige Voraussetzung für die Entscheidungsfindung von Menschen: „Deswegen sind solche Events ein ganz wichtiges wirtschaftliches und soziales Element für die Entwicklung einer Stadt.“
Auch Georg Hörhager, Obmann vom TVB-Kufsteinerland, ist stolz auf das Festival: „Kufstein unlimited macht unsere Urlaubsregion und unsere Stadt jung und modern und zeigt, was wir können. Es strahlt weit über unsere touristischen Grenzen hinaus - und wir haben nur positives Feedback.“

Keine Einsparungen
Während die Stadt Kufstein derzeit in vielen Bereichen den Sparstift ansetzt, bleibt Kufstein unlimited davon unberührt: Die Stadt Kufstein und der TVB Kufsteinerland steuern wie im Vorjahr € 150.000,- bei, das Gesamtbudget konnte sogar auf € 350.000,- erhöht werden (2025: € 330.000,-).
Alle weiteren Infos sowie das komplette Programm finden Sie unter www.kufsteinunlimited.at


Das heurige Line-up wurde im Beisein der Sponsorenvertreter präsentiert.

Erste Gerichtsverhandlung „Stadt Kufstein gegen Stadtrat Lukas Blunder“

Die Stadt Kufstein hat eine Unterlassungsklage gegen Stadtrat Lukas Blunder (ehemals MFG) eingereicht (der Kufsteinblick berichtete). Die erste Verhandlung fand am Montag, 16. März, am Bezirksgericht Kufstein statt und war auf lediglich 45 Minuten angesetzt.

Gleich zu Beginn der Sitzung stimmte die Stadt Kufstein einer Reduzierung des Streitwertes der Klage aus wirtschaftlichen Gründen von € 11.000,- auf € 4.000,- zu. Auch auf eine Veröffentlichung im Falle einer Verurteilung wurde verzichtet.

Stasimethoden und Amtsmissbrauch 
Blunder soll in einer Sitzung des Überprüfungsausschusses am 26. November 2025 Begriffe wie „Stasimethoden“ und „Amtsmissbrauch“ gegenüber Mitarbeitern des Stadtamtes verwendet haben, woraufhin der Stadtrat bei seiner Sitzung am 15. Dezember mehrheitlich für eine Klage stimmte. Blunder sieht seine Formulierungen als abgeschwächt an, da er die Möglichkeitsform gewählt habe. Bereits am 4. Februar hatte der Kufsteiner Gemeinderat einstimmig alle Beteiligten von der Geheimhaltungspflicht entbunden.
Der Richter betonte: „Die Meinungsfreiheit hat seine Grenzen, etwa bei unrichtigen Behauptungen. Es müsste geklärt werden, ob es sich um zulässige Kritik handelte.“ Ohne Einigung droht ein umfangreiches Verfahren mit vielen Zeugen, so der Richter.

Stadt Kufstein zu Einigung bereit
Die Stadt Kufstein wäre zu einer Einigung bereit, wenn Blunder seine Aussagen gegenüber den Mitarbeitern widerruft und der Unterlassung zustimmt. Bgm. Martin Krumschnabel erklärte: „Die Mitarbeiter wollen, dass so etwas nie wieder passiert.“ Die Stadt habe den Vorfall gleich nach der Sitzung protokolliert, ergänzte der Stadtchef. 
Die Anwältin von Blunder bat um 14 Tage Beratungszeit, die der Richter bewilligte. In einer Stellungnahme zeigte sich Blunder überrascht von der Vergleichsbereitschaft. Er kündigte an, das Angebot mit seiner Rechtsvertretung zu prüfen. „Für mich ist zentral, dass alle Fakten und die ganze Wahrheit öffentlich werden“, so Blunder. Dafür müsste der Fall aber wohl vor Gericht ausverhandelt werden. Eine entsprende Anfrage des Kufsteinblick an Lukas Blunder wurde bis Redaktionsschluss nicht beantwortet. 
Spätestens am 8. April ist Blunder erneut vor Gericht: Dort geht es um seine Privatanklage sowie Anträge gegen das Mediengesetz wegen Vorwürfen gegen Bürgermeister Krumschnabel und dem Kufsteinblick.

Traumstart: Kreative Gründer und Unternehmer ausgezeichnet

Am 11. März wurden im Theater Brixlegg die Sieger des ersten Calls des Unternehmerinnen- und Gründerwettbewerbs Traumstart geehrt. Die eingereichten Konzepte aus den Regionen Hohe Salve – Wildschönau und Brixlegg – Rattenberg zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig und modern heutige Geschäftsmodelle sind – von technologiebasierten Dienstleistungen über regionale Versorgungsangebote bis hin zu innovativen Gastronomie- und Wohnraumlösungen.
Landesrätin Katrin Brugger betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung von Gründergeist und Unternehmertum: „Ohne Unternehmer hätten wir leere Orte. Gründer sind besonders wichtig – sie haben Mut und viel Esprit!“ Auch Martin Schwaighofer von WiR Alpbachtal/Brixlegg-Rattenberg hob den Mehrwert des Programms hervor: „Der Wettbewerb bringt junge Unternehmer:innen und etablierte Betriebe zusammen. Dadurch entsteht wirtschaftlicher Mehrwert und nachhaltiger Impact für die Gemeinden.“

Siegerprojekte
Sechs Projekte überzeugten die Jury und wurden prämiert:
Evonolo Air (Hopfgarten): Drohnenbasierte Vermessungslösungen für Bau, Landwirtschaft und Gemeinden.
Frisch & Fertig (Wildschönau): Professionalisierung der regionalen Wäscherei für Beherbergungsbetriebe.
Peak Poké (Brixlegg): Frische, individuell kombinierbare Poké Bowls in Brixlegg.
RaumWandler (Wildschönau): Mobilisierung bestehender Gebäude und Schaffung leistbaren Wohnraums.
StatusQuo (Brixlegg): Regionales Catering mit gesunden, saisonalen Speisen für Schulen, Firmen und Schulungen.
Eine besondere Auszeichnung erhielt außerdem das Projekt Hochtalwelle. Gründerin Serima Wildvank startet als mobile Schwimmlehrerin in der Region – und sorgt damit für mehr Sicherheit und Freude am Wasser für Jung und Alt. Wegen ihres hohen gesellschaftlichen Mehrwerts wurde die „Hochtalwelle“ zusätzlich prämiert.
Die Gewinner profitieren von maßgeschneiderten Unterstützungsleistungen im Gesamtwert von über 100.000 Euro – darunter Coaching, Marketingberatung sowie die Einbindung in ein starkes regionales Partnernetzwerk.
Elfriede Klingler vom Regionalmanagement Kitzbüheler Alpen sieht in Traumstart einen wichtigen Motor für Innovation: „In den Köpfen unserer Leute schlummern Ideen, die wir uns gar nicht vorstellen können. Traumstart ist für sie die ideale Plattform.“ Bürgermeister Rudolf Puecher zeigte sich beeindruckt: „Die eingereichten Konzepte machen sichtbar, dass wir ein Standort für Innovation und neue Ideen sind – genau hier entsteht die Zukunft!“

Zweiter Call
Aufgrund der hohen Qualität der Einreichungen wird es nun einen zweiten Call geben. Alle Projekte, die diesmal noch nicht prämiert wurden, haben die Möglichkeit, ihre Konzepte weiterzuentwickeln und erneut einzureichen – auch neue Ideen sind herzlich willkommen.
Abschließend unterstrich Nationalrat Josef Hechenberger die Bedeutung solcher Initiativen für die Region: „Wir brauchen Arbeitsplätze, Traumstart ist eine tolle Idee.“


V. l.: LR Katrin Brugger, Sarah Hnáthová und Lukas Harringer von Peak Poké und LA Josef Hechenbichler. Im April soll das Bowl-Lokal in Brixlegg eröffnet werden.

Rechnungsabschluss: Kufstein senkt die Schulden und steigert das Vermögen

Nach einem Abgang von € 2,3 Mio. im Jahr 2024 hat die Stadt Kufstein massiv entgegengesteuert und in vielen Bereichen den Sparstift angesetzt, was sich nunmehr in der Jahresrechnung für 2025 positiv niedergeschlagen hat.
Der Jahresabschluss, der im Überprüfungsausschuss bereits bestätigt wurde, weist einen Bruttoüberschuss von € 7,5 Mio. auf. Nach Abzug des laufenden Schuldendienstes von € 2,4 Mio. verbleiben frei verfügbare Mittel in Höhe eines Netto-Überschusses über € 5 Mio. und ein Jahresergebnis von plus € 1,6 Mio. Nachdem gleichzeitig die Schulden auf € 17,3 Mio. gesenkt wurden, hat sich auch der Verschuldungsgrad von zuletzt 78% auf 32,74% verringert.
„Der von mir kompromisslos durchgezogene Sparkurs hat sich ausgezahlt, wir konnten die finanzielle Situation massiv verbessern, ohne dass unsere Bürgerinnen und Bürger irgendwelche spürbaren Einbußen hinnehmen mussten. Allein im Altenwohnheim konnte der Abgang um über eine Mio. Euro reduziert werden und dies soll in den kommenden Jahren noch stärker erfolgen“, so Bgm. Martin Krumschnabel. Das Vermögen der Stadt Kufstein hat sich um fast € 4,6 Mio. auf € 485.893.432,20 erhöht. 
Der Jahresabschluss wird dem Gemeinderat bei der nächsten Sitzung am 25. März vorgelegt, gleichzeitig sollen die Planungsarbeiten für ein neues Altenwohnheim im Kasernenareal starten. „Die Senkung der Schulden und der eingeschlagene Weg der Sparsamkeit waren notwendig, um uns in die Lage zu versetzen, eine derartige Investition in der Größenordnung von rund € 40 Mio. überhaupt andenken zu können. Wenn wir den Weg einhalten können, können wir das neue Altenwohnheim allein durch die getätigten Einsparungen in Zukunft finanzieren und gleichzeitig die Situation für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, aber auch für das gesamte Personal wesentlich verbessern“, erläutert Krumschnabel seine Pläne für die kommende Sitzung des Gemeinderates.


Nach Abgang im Jahr 2024 konnte Kufstein für 2025 das Jahresergebnis wieder positiv abschließen.

Grüne machen auf Frauenrechte und Frauengesundheit aufmerksam

Den Weltfrauentag nehmen die Tiroler Grünen zum Anlass, den gesamten März über auf die Themen Frauenrechte und Frauengesundheit aufmerksam zu machen. Unter dem Titel „Frauen.Macht.Gesundheit“ werden auch im Bezirk Kufstein mit Aktionen Tabuthemen (u. a. Endometriose) aufgegriffen und Forderungen an die Landespolitik gerichtet. „Es geht nicht nur darum, neue Gleichberechtigungsforderungen umzusetzen, sondern auch darum, dass viele bereits erkämpfte Rechte wieder vulnerabel werden“, erklärt Zeliha Arslan, Frauensprecherin im Tiroler Landtag. U. a. fordern die Grünen den Ausbau der Kinderbetreuung: „Wir sind in Tirol Schlusslicht beim Pensions-Gap. Bei uns erhalten Frauen knapp 43 % weniger Pension als Männer. Frauen werden zweimal bestraft – einmal beim Einkommen und einmal bei der Pension. Da wäre ein wichtiger Schritt der Ausbau der Kinderbetreuung“, ergänzt Arslan. Die Landesregierung habe die Vermittlungsplattform Frieda als Lösung präsentiert. Diese sei aber nur ein Bestandteil, um zu einer Lösung zu kommen: „Es ist wichtig, dass mit dem Rechtsanspruch auch die verpflichtende Vermittlung kommt.“
Ebenfalls gefordert wird eine Gewaltschutzeinrichtung mit einer öffentlichen Adresse in Tirol: „Die Scham muss die Seite wechseln. Wir müssen den Radius von den gewaltätigen Männern eingrenzen, nicht jenen von den Frauen“, sagt Arslan.
Weiters brauche es in Tirol einen Rechtsanspruch auf eine gynäkologische Grundversorgung – derzeit hätten Frauen keine Wahlfreiheit.
Dies unterstreichen auch die Zahlen aus dem Bezirk Kufstein: Für 49.090 Frauen über 15 Jahren gibt es lediglich drei Frauenarzt-Planstellen mit einem Kassenvertrag der ÖGK – zwei in der Stadt Kufstein und eine in Wörgl.

Infostand in Wörgl
Am kommenden Samstag, 21. März, informieren die Grünen von 10 bis 12 Uhr bei einem Stand gegenüber vom City Center in der Wörgler Bahnhofstraße zu den Themen Frauenrechte und Frauengesundheit. U. a. wird ein Periodensimulator für Männer angeboten, dazu gibt es Give-Aways.


V. l.: Victoria DaCosta und Zeliha Arslan

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