Was für ein Auftritt der jungen Tirolerin Alina Bühl bei den Wasserski-Weltmeisterschaften 2026 im niederländischen Weert: Die österreichische Nachwuchsathletin gewann gleich drei U19-Weltmeistertitel und avancierte damit zur erfolgreichsten Sportlerin der gesamten Weltmeisterschaft. Mit ihren Leistungen im Slalom, Trickski und Springen setzte sie ein sportliches Ausrufezeichen weit über die Grenzen hinaus.
Bei den Titelkämpfen trafen rund 150 Athleten aus 19 Nationen auf schwierige Bedingungen. Wind und Regen machten die Wettkämpfe zu einer besonderen Herausforderung. Doch Bühl ließ sich davon nicht beeindrucken und präsentierte sich in absoluter Weltklasseform.
Besonders im Trickski zeigte Bühl eine außergewöhnliche Vorstellung. Im Finale erreichte sie herausragende 6.100 Punkte und sicherte sich damit souverän die Goldmedaille. Bemerkenswert: Sie blieb damit lediglich zehn Punkte unter dem bestehenden Weltrekord.
Auch im Springen dominierte die Thierseerin das Teilnehmerfeld. Mit einer Bestweite von 38,1 Metern im Vorlauf und 35,8 Metern im Finale verwies sie die Konkurrenz klar auf die Plätze und holte ihren zweiten WM-Titel.
Auch wenn sie im Slalom-Finale durch einen kleinen Fahrfehler frühzeitig ausschied, konnte sie durch einen grandiosen Vorlauf mit 2,5 Bojen an der 11,25-Meter-Leine für die Overall-Wertung die maximal möglichen 3.000 Punkte erreichen. Damit durfte sich die Tirolerin innerhalb weniger Tage gleich dreimal zur Weltmeisterin küren lassen.
Bühl wird gemeinsam mit einigen der erfolgreichsten Wasserskiläufer Europas am Hödenauer See in Kiefersfelden von Wasserski-Legende Juri Rikter trainiert. Dort entwickelte sich in den vergangenen Jahren ein außergewöhnliches Leistungszentrum für den Seilbahn-Wasserskisport.
Neben Bühl sorgten auch ihre Trainingskollegen für Spitzenresultate. In der offenen Klasse ging für Jana Meier mit Gold im Slalom ein Traum in Erfüllung. In der U19-Klasse gewann Jakob Huber zwei Weltmeistertitel, Fynn Strohmeyer wurde ebenfalls Doppelweltmeister und Anuk Pilgram holte WM-Silber. Insgesamt gingen sieben U19-WM-Titel an den WSC Kiefersfelden-Rosenheim.
Mit ihren drei Goldmedaillen war Alina Bühl nicht nur eine überragende Athletin, sondern auch eine der prägenden Persönlichkeiten der gesamten Veranstaltung. Gerade die Vielseitigkeit der Tirolerin beeindruckte Experten und Konkurrentinnen gleichermaßen. Während viele Athletinnen in einer einzelnen Disziplin spezialisiert sind, gehört Bühl in allen drei Disziplinen zu den weltbesten Sportlerinnen.
Die Weltmeisterschaft in Weert gilt zudem als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu den World Games 2029 in Karlsruhe. Dort wird Wasserski an der Seilbahn erstmals Teil des offiziellen Programms der weltweit bedeutendsten Multisportveranstaltung für nicht-olympische Sportarten sein.


