Wie kann Mobilität über die Grenze zwischen Bayern und Tirol hinweg noch besser funktionieren? Welche Entwicklungen gibt es bereits und welche innovativen Lösungen können künftig dazu beitragen, den öffentlichen Verkehr im gemeinsamen Grenzraum weiter zu stärken? Diesen Fragen widmete sich der ÖPNV-Gipfel „Grenzüberschreitende Mobilität Bayern–Tirol“, zu dem die Euregio Inntal ins novum Kufstein eingeladen hatte. 60 Teilnehmer aus Bayern und Tirol folgten der Einladung und nutzten die Veranstaltung insbesondere auch zum grenzüberschreitenden Austausch und zur Vernetzung.
Eröffnet wurde der Gipfel von Barbara Schwaighofer, Präsidentin der Euregio Inntal. Mit Kurzstatements von Mobilitätslandesrat René Zumtobel, Landrat Otto Lederer und Gabriele Leicht, 3. Bürgermeisterin der Stadt Rosenheim, wurde bereits zu Beginn die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit über Landes- und Staatsgrenzen hinweg unterstrichen.
Aktuelle Entwicklungen
Im Mittelpunkt des Nachmittags stand anschließend ein breites Spektrum aktueller Entwicklungen und konkreter Praxisbeispiele. Markus Haller, Prokurist des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV), gab Einblicke in aktuelle Entwicklungen im MVV. Michael Bürger vom Land Tirol beleuchtete die grenzüberschreitende Mobilität im Rahmen der EU-Alpenraumstrategie EUSALP. Oliver Kirchner, Mobilitätskoordinator Bayern–Tirol bei Kufstein mobil, zog Bilanz über ein Jahr grenzüberschreitendes Mobilitätsmanagement zwischen Bayern und Tirol.
Auch innovative Mobilitätsformen und zukünftige Entwicklungen waren zentrale Themen. Wolfgang Inninger vom Fraunhofer IML präsentierte Kennzahlen zu On-Demand-Verkehren und Entwicklungen bei ROSI, während Matthias Geiger vom Verkehrsverbund Tirol (VVT) die zukünftige Entwicklung der E-Mobilität beim VVT vorstellte. Alexander Baumgartner vom Land Tirol gab Einblicke in die Innovationschallenge „Mobility & Tourism Innovations Tirol“ von Land Tirol, VVT und Tirol Werbung. Den Blick über den unmittelbaren Euregio-Raum hinaus richtete schließlich Manuel Lutz, Geschäftsführer von Vitalpin, mit nachhaltigen Mobilitätslösungen aus dem Vitalpin-Netzwerk, darunter der Südtirol Guest Pass und EMMI-Mobil.
„Die heutige Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig das Miteinander und der kontinuierliche Austausch über die Grenze hinweg sind“, erklärt Schwaighofer.
„Der öffentliche Verkehr im Tiroler Unterland hat sich in den vergangenen Jahren spürbar weiterentwickelt – von schnelleren Zugverbindungen zwischen Kufstein und Innsbruck bis zu erweiterten Busangeboten. Genauso wichtig ist mir aber der Blick über die Grenze und die überregionale Zusammenarbeit: Mit der Euregio Inntal und dem MVV arbeiten wir gemeinsam an Mobilität, die keine Grenzen kennt“, ergänzt LR René Zumtobel.
Mit der mittlerweile dritten Auflage des ÖPNV-Gipfels setzte die Euregio Inntal einen weiteren Impuls, bestehende Initiativen stärker miteinander zu vernetzen, Erfahrungen über die Grenze hinweg auszutauschen und gemeinsam an einer zukunftsfähigen Mobilität im bayerisch-tirolerischen Grenzraum zu arbeiten.