Nach rund zwei Jahren intensiver Baggerarbeiten im Stauraum des Innkraftwerks Oberaudorf-Ebbs hat Verbund die umfangreichen Hochwasserschutzmaßnahmen in Kufstein erfolgreich abgeschlossen. Mit dem Abtransport der letzten Schute „Feistritz“ am 24. Februar sind die Arbeiten im Inn beendet und die Hochwassersicherheit für die Stadt Kufstein wieder langfristig gewährleistet.
„Mit Abschluss der Nassbaggerung haben wir den Stauraum des Innkraftwerks Oberaudorf-Ebbs so ertüchtigt, dass im gesamten Zuständigkeitsbereich von Verbund Hochwässer ordnungsgemäß abgeführt werden können. Die Stadt Kufstein ist damit wieder gegen ein hundertjährliches Hochwasser geschützt“, erklärt Projektleiter Johannes Wesemann. Insgesamt wurden rund 250.000 Kubikmeter Kies und Schotter aus dem Stauraum entnommen. „Durch permanente Unterhaltsmaßnahmen können wir auch zukünftig den Wiedereintrag von Kies stark verringern. Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten zehn Jahren keine erneute Baggerung durchführen müssen“, so Wesemann weiter.
Komplexe Logistik zu Wasser und zu Land
Die Baggerarbeiten wurden von März 2024 bis Februar 2026 durchgeführt. Im Einsatz waren täglich mindestens sechs Personen zu Wasser auf der kleinen Verbund-Flotte, bestehend aus zwei Transportschuten, einem Ponton für den Bagger und einem Begleitboot.
Das Aushubmaterial wurde regional verarbeitet und wird als Betonzuschlagsstoff sowie für Straßen- und Erdbau weiterverwendet. Bis Ende des Jahres werden der komplette Abtransport des ausgebaggerten Materials, der Rückbau des Zwischenlagers entlang der Inntalautobahn sowie die Wiederherstellung des ursprünglichen Inn-Ufers abgeschlossen sein.
„Feistritz“ kehrt heim
Am 24. Februar wurde die letzte der beiden Schuten aus dem Inn gehoben und der Transport macht sich nun auf den Weg zurück in ihren Heimathafen an der Drau in Kärnten. Die „Feistritz“ ist 44 Meter lang, wiegt 190 Tonnen und musste für den Transport auf Schwerlast-Lkw in vier Rumpfteile zerlegt werden. Steuerhaus und Anbauten wurden abmontiert und einzeln transportiert.
Verbund hat über € 12 Mio. in dieses Hochwasserschutzprojekt investiert.

250.000 Kubikmeter Kies und Schotter wurden aus dem Stauraum entnommen.
(Foto: Verbund)
