Mit der Enthüllung einer Leuchtinstallation vor dem Kufsteiner Rathaus fiel vergangenen Mittwoch, 11. März, der Startschuss des Kunstprojekts „hellwach“ der Stadt Kufstein, des Soroptimist Club Kufstein und der Frauen- und Mädchenberatungsstelle Evita. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Installation mit dem Text „hellwach bei Gewalt an Frauen – handeln, hinschauen, zuhören“ der Künstlerin Angela Zwettler, die in den kommenden Wochen im Kufsteiner Stadtbild präsent sein wird. Damit soll im öffentlichen Raum ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt und auf Hilfsangebote aufmerksam gemacht werden. „Leider ist Gewalt an Frauen ein Riesenthema und von höchster Brisanz. Es gilt, diese Gewalt sichtbar zu machen, sie zu thematisieren und darüber zu sprechen und dass sie im öffentlichen Raum zugegen ist. Das ist Sinn und Zweck dieser Installation“, erklärt Stadtamtsdirektorin Fiona Primus. „Wir müssen im Umgang miteinander hellwach bleiben und dürfen nie wegschauen - auch wenn es nur ein dummer Spruch ist“, ergänzt Grünen-GR Victoria Da Costa.
„Hellwach“ ist eine kunstpolitische Intervention im öffentlichen Raum und verortet sich an der Schnittschnelle zwischen Kunst, Soziales und Politik – wie Künstlerin Angela Zwettler erklärt: „Unser Ziel ist es, mit künstlerischen Mitteln das Thema Gewalt an Frauen in einer breiten Öffentlichkeits- und Sensibilisierungskampagne direkt zu den Menschen vor Ort zu bringen.“
Im Anschluss an die Enthüllung der Installation wurden „hellwach-Glückskekse“ mit besonderen Botschaften und Informationen zu Anlaufstellen für Betroffene verteilt.
Die Leuchtinstallation ist noch bis 24. März vor dem Rathaus Kufstein und anschließend vom 25. März bis 8. April im Stadtpark Kufstein zu sehen. 



V. l.: Stadtamtsdirektorin Fiona Primus, Maria Reitberger (Kulturabteilung), Elisabeth Lehmann (Evita), GR Victoria Da Costa, Diemut Widder (Soroptimist Club Kufstein) und Künstlerin Angela Zwettler