Voraussichtlich bis Ende 2032 investieren der Gemeindeverband (alle 30 Gemeinden im Bezirk Kufstein) sowie das Land Tirol insgesamt € 174,2 Mio. in einen Erweiterungsbau sowie Umbauarbeiten beim Krankenhaus in Kufstein. Neben 57 zusätzlichen Betten werden auch 160 neue Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalent) geschaffen.
Vor 13 Jahren wurde der letzte Erweiterungsbau des BKH Kufstein abgeschlossen – damals wurden mehrere Ambulanzen vergrößert bzw. modernisiert. Ebenfalls im Jahr 2013 fiel mit der Ausschreibung eines Architekturwettbewerbes der Startschuss für einen weiteren Zubau, welcher nach langer Verzögerung vergangenen Freitag, 27. März, im Gemeindeverband einstimmig beschlossen wurde. Indes ist der Baustart bereits erfolgt - aktuell entsteht eine neue Parkgarage sowie ein neuer Schockraum.
Bettenkapazität wird erhöht
In mehreren Baustufen werden in den nächsten sechs Jahren neue Ambulanzflächen für Innere Medizin, Neurologie, Gynäkologie, Anästhesie und Psychiatrie geschaffen und die Bettenkapazitäten in den Bereichen Innere Medizin, Psychiatrie, Neurologie, Orthopädie und Traumatologie, Akutgeriatrie/Remobilisation und Palliativmedizin erhöht.
Weiters entsteht eine neue, vereinte Intensivstation für Erwachsene mit 17 Betten (bisher 14), ein neuer Entbindungsbereich samt Geburtshilfestation, eine neue Endoskopie, ein neuer, vergrößerter Schockraum, zusätzliche Logistik- und Lagerflächen sowie neue Technikzentralen und Personalgarderoben. Dazu wird der OP-Bereich durch einen Sterilgutgang erweitert und die zentrale ambulante Erstversorgung ausgebaut. Die Gesamtnutzfläche wird von aktuell 50.000 m2 auf 67.000 m2 erweitert.
Steigender Bedarf
Mit dem Erweiterungsbau werden die im Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG 2030) vorgesehenen 437 Plan-Betten inklusive ambulanter Betreuungsplätze umgesetzt und die Kapazitäten um rund 15 % erhöht, um dem steigenden Bedarf durch die demographische Entwicklung gerecht zu werden. „Dieses Projekt ist ein sehr wichtiger und erfreulicher Schritt in die Zukunft. Die Gemeinden stehen hinter ihrem Krankenhaus und stehen hinter einem Projekt, welches langfristig Sicherheit, Qualität und Verlässlichkeit für die Menschen im Tiroler Unterland schafft“, freut sich Verbandsobmann Bgm. Ing. Rudi Puecher.
Auch LH Anton Mattle sieht ein klares Bekenntnis zur regionalen Gesundheitsversorgung: „Es geht darum, dass man den neuen und aktuellen Herausforderungen auch im medizinischen Bereich entsprechend Rechnung trägt. Die Investitionen sind ein starkes Signal für das Tiroler Unterland und für ganz Tirol.“
Der Ärztliche Direktor Prim. Dr. Peter Ostertag erklärt: Mit der Erneuerung unserer Räumlichkeiten und Strukturen schaffen wir nicht nur bessere Arbeitsbedingungen, sondern stärken auch unsere Attraktivität als Arbeitgeber. Der Erweiterungsbau und Umbau schafft nicht nur mehr Platz und die dringend benötigten, zusätzlichen Ressourcen, er ermöglicht auch eine deutlich verbesserte ambulante Versorgung, modernere Strukturen und effizientere Abläufe und damit ganz konkrete Verbesserungen für unsere Patienten. Die Baumaßnahmen sichern, dass unsere medizinische Versorgung so bleibt, wie wir uns das vorstellen.
Das BKH Kufstein verzeichnet jährlich rund 272.000 Patientenkontakte (25.000 stationär). Aktuell sind rund 1.460 Mitarbeiter angestellt, mit der Erweiterung entstehen zusätzlich 160 Vollzeitstellen.
Kosten werden aufgeteilt
Die Projektkosten von insgesamt € 174,2 Mio. trägt zu 60 % das Land Tirol und zu 40 % die 30 Gemeinden. Lt. Puecher wurden im BKH-Gemeindeverband seit dem Jahr 2013 bereits € 22 Mio. angespart.
Das BKH Kufstein wird um einen Trakt erweitert (links im Bild).Visualisierung: RAUM15 
Freuen sich auf den Erweiterungsbau: GVO-Stv. ÖR Bgm. Josef Ritzer, Pflegedirektorin Alexandra Lambauer, MBA, GVO-Stv. Bgm. Hermann Ritzer, GVO Bgm. Ing. Rudi Puecher, LH Anton Mattle, LR Cornelia Hagele, Prim. Dr. Peter Ostertag (Ärztlicher Direktor), Stv. Verwaltungsdirektorin Erika Ortlieb, MBA, sowie Verwaltungsdirektor Dr. Wolfgang Schoner (v. l.)
