Mit dem Familienkonzert „Wagnis Wagner“ endete am Montag die Ostersaison der Tiroler Festspiele Erl. Bereits zuvor präsentierten Intendant Jonas Kaufmann, Chefdirigent Asher Fish, Artistic Advisor Ilias Tzempetonidis sowie Festspiel-Präsident Hans-Peter Haselsteiner das Programm für die Spielzeit 2026/27.
Klassik trifft auf Volksmusik, Jazz, Pop, Weltmusik und mehr: Gestartet wird mit der bereits dritten Ausgabe vom Ausklang-Festival im Oktober – kuratiert wiederum vom Leiter der Musicbanda Franui, Andreas Schett.
Die Wintersaison wird um eine konzertante Oper erweitert, der Belcanto rückt erneut in den Mittelpunkt. Geplant sind konzertante Aufführungen von Giuseppe Verdis „Nabucco“ sowie Gaetano Donizettis „Anna Bolena“ sowie die szenische Neuproduktion von „La Traviata“. Die Verdi-Oper wird – auch um weiblichen Regieteams größeren Raum einzuräumen – von Mariame Clément inszeniert und gelangt gleich vier Mal zur Aufführung. Ebenfalls auf dem Programm stehen u. a. das Silvester- und das Neujahrskonzert.
Kaufmann als Parsifal
Im Zentrum der Oster-Saison 2027 steht die Wiederaufnahme von Richard Wagners Parsifal – nach einem Jahr Pause erneut mit Jonas Kaufmann in der Titelrolle.
Erstmals ist im Rahmen der „Zwischentöne“ (Mai 2027) eine Operette im Festspielhaus zu sehen: Beim Gastspiel des Gärtnerplatztheaters steht „Die Fledermaus“ von Johann Strauss sowie eine Operettengala auf dem Programm.
Mit einem Theaterfest werden die Sommerfestspiele bereits im Juni 2027 eröffnet. Während in diesem Sommer die Oper „Der fliegende Holländer“ zur Aufführung gelangt, folgt im nächsten Jahr eine Neuinszenierung des Liebesdramas „Tristan und Isolde“. Damit wird der Wagner-Zyklus im Erler Passionsspielhaus fortgesetzt. Als zweite Oper erklingt die etwas unbekanntere Oper „Der ferne Klang“ von Franz Schreker.
Neu ist zudem die „Jonas-Kaufmann-Competition“: Ein Gesangswettbewerb zur Förderung junger Talente, dessen Sieger gemeinsam mit dem Intendanten auftreten wird.
Immer wiederkehrend in der dritten Spielzeit der Intendanz von Jonas Kaufmann ist das Thema „Sehnsucht“. Apropos Sehnsucht: Sowohl Kaufmann als auch Fish und Tzempetonidis lobten die besondere Atmosphäre der Festspiele Erl. Chor und Orchester seien höchst motiviert – und auch alle Solisten wollen jedes Jahr wieder kommen.

V. l.: Chefdirigent Asher Fisch, Intendant Jonas Kaufmann, Festspiel-Präsident Hans-Peter Haselsteiner und Artistic Advisor Ilias Tzempetonidis
