In den letzten Tagen sorgten Meldungen in den Sozialen Netzwerken für Aufregung. Auch die Opposition sparte nicht mit Kritik. Der geplante Umbau des Restaurants am Hechtsee sei abgesagt, Küche und Inventar demontiert, Fenster herausgerissen. Bgm. Mag. Martin Krumschnabel entkräftet in einer Aussendung diese Gerüchte energisch – alles sei unzutreffend. Die Stadt habe nichts angerührt; Küche und Inventar sind vollständig vorhanden.

Nach Auslaufen des letzten Pachtvertrags schrieb die Stadt Kufstein die Pacht europaweit aus – ohne Erfolg, kein einziger Interessent habe sich gemeldet. Ein Betrieb durch die Festung Kufstein GmbH scheiterte an Arbeitssicherheit und Gewerberecht: Zu niedrige Raumhöhen in der Küche und defekte Lüftung erfordern Sanierungen. Da Altbausanierungen teuer sind, stellte der Gemeinderat einen Wettbewerb für Neubaupläne mit € 2,5 Mio. netto Preisdeckel aus.
Das Siegerprojekt hielt sich fachlich im Rahmen, doch statische Prüfungen ergaben Machbarkeitsprobleme. Der Architekt sah die Grenze überschritten und entwickelte eine Sanierungsalternative für € 2,7 Mio. netto. 
Der Bürgermeister ließ zusätzlich prüfen, ob die Liegenschaft in die Festung GmbH eingebracht werden könnte – ohne städtische Kosten. Die rechtlichen Gutachten fielen positiv aus.

Drei Varianten
Am Montag wurden dem Stadtrat drei Optionen vorgestellt (nach Redaktionsschluss): Neubau oder Sanierung mit späterer Verpachtung – oder Neubau via Festung Kufstein GmbH. 
Krumschnabel favorisiert Letzteres: „Diese Variante ist noch einmal rund € 500.000,- günstiger ist als die Sanierung, weil ihr ein anderes Konzept zu Grunde liegt und die Stadt Kufstein dafür keine Kosten aufwenden müsste.“ Bei dieser Variante könnte das Restaurant nächsten Sommer öffnen.
Diskussionen sind immer willkommen, aber bitte keine Falschmeldungen, die verunsichern, betont Krumschnabel, „Die Stadt war in den letzten Monaten nicht untätig, sondern wir haben weitere Varianten erarbeiten lassen, die nunmehr dem Gemeinderat bei der Sitzung am Mittwoch, 29. April, zur Entscheidungsfindung präsentiert werden.“


(Foto: Alexander Pierzinger)