Das Thierseer Passionsspielhaus wurde 1926 von der Dorfbevölkerung in Eigenleistung errichtet und zählt bis heute zu den prägenden Kulturstätten Tirols. Am 14. Juni wurde das 100-jährige Jubiläum vom Passionsspielhaus nun gebührend gefeiert. Nach einem Landesüblichen Empfang samt Ehrensalve zelebrierte Erzbischof Mag. Dr. Franz Lackner die Festmesse – umrahmt von der Passionsmusik sowie vom Passionschor unter der Leitung von Josef Pirchmoser bzw. Birgit Kröll. Passionsspielverein-Obmann Michael Juffinger sieht das Passionsspielhaus als lebendigen Mittelpunkt einer Gemeinschaft: „Das Passionsspielhaus ist weit mehr als Holz, Stein und Beton. Es ist ein Ort der Begegnung, der Kultur, des Glaubens und des Zusammenhalts. Es ist ein Haus, das Geschichten erzählt – auf der Bühne, auf der Leinwand und vor allem in den Herzen der Menschen“, betonte Juffinger in seiner Ansprache.
Nach der Festmesse und den Grußworten der Ehrengäste wurde das Jubiläum mit einem Fest im Atrium gefeiert.
Die Tradition der Thierseer Passionsspiele reicht bis ins Jahr 1695 zurück und ist bis heute ein zentraler Bestandteil des kulturellen Lebens im Hochtal. Die nächsten Passionsspiele gehen im Jahr 2028 über die Bühne.

„Der Brandner Kaspar kehrt zurück“
Im Jubiläumsjahr wird außerdem ab Herbst die Theaterproduktion „Der Brandner Kaspar kehrt zurück“ aufgeführt. Regie führt Diethmar Straßer, der bereits mehrfach die Passionsspiele in Thiersee inszeniert hat und eng mit dem Haus verbunden ist. Gespielt wird die humorvolle und zugleich tiefgründige Fortsetzung der bekannten Brandner-Kaspar-Geschichte von Wolfgang Maria Bauer. Weitere Infos unter www.passionsspiele-thiersee.at


Mit einem landesüblichen Empfang wurden LH Anton Mattle und Erzbischof Mag. Dr. Franz Lackner begrüßt.


V. l.: Passionsspielverein-Obmann Michael Juffinger, Vize-Bgm. Johannes Kaindl, LH Anton Mattle, Bgm. Rainer Fankhauser sowie Obmann-Stv. Christian Gruber