Insgesamt 68 Vereine aus ganz Österreich nahmen an der Segelflug-Bundesliga teil. Von Anfang Mai bis Ende August kämpften die besten Segelflugpiloten Österreichs an jedem Wochenende um Punkte. Nach 18 Wertungsrunden sicherte sich der Fliegerclub Kufstein-Langkampfen souverän Platz eins und erreichte damit den bislang größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte.
Vor jedem Wettbewerbsflug treffen sich die Piloten im Vereinslokal am Flugplatz Langkampfen zu einer gemeinsamen Besprechung. Anhand der Wetterlage wird entschieden, welche Route die besten Bedingungen verspricht. Der „Sportplatz“ der Segelflieger erstreckt sich dabei über den gesamten Alpenraum – von Wien bis weit in die Schweiz, teilweise auch auf die Alpensüdseite.
Nach der Vorbereitung werden die Segelflugzeuge von motorisierten Schleppmaschinen auf rund 1.700 Meter Seehöhe gezogen. Von dort aus suchen die Piloten nach geeigneter Thermik, um weiter an Höhe zu gewinnen und möglichst große Strecken zurückzulegen.
Entscheidend für die Bundesliga ist jedoch nicht die zurückgelegte Gesamtstrecke, sondern die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit innerhalb eines Zeitfensters von zweieinhalb Stunden. An jedem Wettbewerbswochenende fließen die drei schnellsten Flüge eines Vereins in die Wertung ein. „Das Hauptziel ist es, in den zweieinhalb Stunden möglichst keinen Fehler zu machen. Das ist die Schwierigkeit“, erklärt Pilot Paul Brandsma.
Konstanz als Trumpf
Diese Herausforderung meisterten Thomas Wettemann, Norbert Perner, Friedrich Schödl, Konrad Mahlknecht, Paul Brandsma, Stefan Thoma und Michael Hubmann vom Fliegerclub Kufstein-Langkampfen über die gesamte Saison hinweg am besten: Die Mannschaft gewann fünf der 18 Runden, belegte fünfmal Rang zwei und zweimal Rang drei. Damit stand sie in zwölf Wertungsrunden auf dem Podest.
Mehr als 100 Mitglieder
Aktuell zählt der Fliegerclub Kufstein-Langkampfen mehr als 100 Mitglieder. Für einen reibungslosen Flugbetrieb sind zahlreiche freiwillige Helfer notwendig. So muss während des Flugbetriebs unter anderem der Tower ständig besetzt sein. Von Vorteil ist dabei, dass jedes Vereinsmitglied über eine entsprechende Betriebsleiterschulung verfügt.
Zum vereinseigenen Flugzeugpark gehören drei einsitzige und drei doppelsitzige Segelflugzeuge, zwei Schleppmaschinen sowie mehrere zwei- und viersitzige Motorflugzeuge. Am Flugplatz Langkampfen bietet der Verein zudem Ausbildungen im Segel- und Motorflug an.
Alle weiteren Informationen unter www.fliegerclub-kufstein.at
Gemeinsam mit dem Segelflieger über dem Alpenhauptkamm. Foto: Fliegerclub Kufstein-Langkampfen
Paul Brandsma, einer der erfolgreichen Piloten der Bundesliga-Mannschaft.
