Teil vom Wave-Grundstück auf Baurecht samt Kaufoption vergeben
Das 29.312 m2 große, ehemalige Wave-Grundstück in Wörgl wird in mehrere Teile aufgeteilt. Ein Teil davon – 6.524 m2 – wurde jetzt an die direkt angrenzende Alois Mayr Bauwaren GmbH auf Baurecht vergeben. Dies hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 1. Juli mit einer Mehrheit von 17:4 Stimmen beschlossen. Die Alois Mayr Bauwaren GmbH kann damit ab 1. Oktober das bestehende Firmenareal erweitern.
Der Baurechtszins beträgt monatlich € 2,30/m2 (wertgesichert nach dem VPI 2025), somit ergeben sich für die Stadt Wörgl monatliche Einnahmen von € 15.005,20. Dem Unternehmen wird nach 20 Jahren zudem eine Kaufoption eingeräumt, der Kaufpreis wurde mit € 600/m2 – ebenfalls wertgesichert – bereits fixiert. Durch die Vergabe dieses Baurechts werden laut Riedhart zwölf neue Arbeitsplätze (Vollzeitäquevalent) geschaffen.
Für Regionalbad
Die Baurechtsvergabe steht lt. Bgm. Michael Riedhart in unmittelbarem Zusammenhang mit der Neuerrichtung vom Regionalbad: Die Einnahmen sind zur Gegenfinanzierung vom Grundstück in der Johann-Federer-Straße eingeplant. Dafür wird ein eigenes Konto eingerichtet.
Das restliche Wave-Grundstück soll ebenfalls auf Baurecht vergeben werden, Verhandlungen mit zwei weiteren Unternehmen laufen laut Riedhart bereits.
Geisler übernimmt Stadtamtsdirektion
Nach der einvernehmlichen Auflösung vom Dienstverhältnis mit Mag. Peter Erhart wurde MMag. Christina Geisler mit 1. Juli zur neuen Stadtsamtsdirektorin in Wörgl bestellt. Dies beschloss der Wörgler Gemeinderat in einer geheimen Abstimmung mit 14:5 Stimmen (eine Enthaltung). Zuvor erklärte sich ihr Vater, GR Andreas Widschwenter (ehem. Liste Wir für Wörgl), für befangen. Geisler habe sich lt. Bgm. Michael Riedhart als Leiterin der Rechtsabteilung und als stellvertretende Stadtamtsdirektorin bewiesen.
Der Leiter der Personalabteilung, MMag. Martin Doppelbauer, wurde mit 19 Stimmen (zwei Enthaltungen) zum stellvertretenden Stadtamtsdirektor bestellt.
MMag Christina Geisler ist neue Stadtamtsdirektorin in Wörgl.
Tiroler Gemeindetag erstmals in Thiersee
Thiersee war am Montag, 29. Juni, erstmals Austragungsort des Tiroler Gemeindetages. Bereits am Vormittag wurden nahezu alle Bürgermeister Tirols, die Tiroler Landesregierung sowie weitere Ehrengäste mit einem landesüblichen Empfang willkommen geheißen.
Dazu rückten die drei Thierseer Musikkapellen, die Schützenkompanien sowie Abordnungen zahlreicher Vereine aus und marschierten gemeinsam zum Bildungszentrum, wo die Gäste feierlich empfangen wurden.
Im Mehrzwecksaal des Bildungszentrums eröffnete anschließend der Präsident des Tiroler Gemeindeverbandes, Bgm. Karl-Josef Schubert, den Gemeindetag. Nach den Grußworten der Ehrengäste standen unter anderem der Bericht des Präsidenten, der Rechnungsabschluss sowie die Beschlussfassung über den Mitgliedsbeitrag für das kommende Jahr auf der Tagesordnung. Zudem wurden verdiente Persönlichkeiten geehrt. Einen besonderen Programmpunkt bildete ein Beitrag zum „Jahr des Ehrenamtes“, bei dem Kabarettist Markus Koschuh einen Auszug aus seinem Programm „Rette sich, wer kann“ präsentierte.
Nach dem landesüblichen Empfang versammelten sich Bürgermeister, Mitglieder der Tiroler Landesregierung sowie Ehrengäste vor dem Bildungszentrum in Thiersee.Foto: Pirchmoser
Das Schnapserl nach dem landesüblichen Empfang durfte natürlich nicht fehlen.Foto: Wundara
Özlem Harmanci als Aufsichtsrätin der Wergel AG abberufen
Gegen ihren Willen wurde GR Mag. Özlem Harmanci (Wörgler Grüne) mit 13:7 Stimmen vom Wörgler Gemeinderat als Aufsichtsratsmitglied der Wergel AG abberufen. Bgm. Michael Riedhart (Wörgl Bewegen, ÖVP) begründete diesen Schritt mit dem mangelnden Einbringen sowie der seltenen Teilnahme an den Aufsichtsratsitzungen.
„Diese Vorgehensweise ist überhaupt nicht zu akzeptieren. Das sind alles Scheinargumente. Ich glaube, dass dies etwas mit meinem Abstimmungsverhalten zu tun hat“, entgegnete Harmanci in einer Stellungnahme an den Kufsteinblick. Über ihre Abberufung habe sie von der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung erfahren. Harmanci hätte sich zumindest ein persönliches Gespräch erwartet.
Drei neue Mitglieder
In einem eigenen Tagesordnungspunkt haben Amir Music und Bgm. Michael Riedhart ihren Rücktritt als Aufsichtsratsmitglied erklärt. Der Stadtchef trete „einen Schritt zur Seite“, zudem sei es im Aufsichtsrat eine „Entpolitisierung“. Er könne als Eigentümervertreter aber weiterhin an den Sitzungen teilnehmen und seine Stimme beratend einbringen.
Die Neubestellungen von GR Christopher Lentsch (Freiheitliche Liste Wörgl) sowie Dr. Daniel Bramböck und Marco Kreidl wurden vom Gemeinderat mit 13:7 Stimmen beschlossen.
Sparkasse Kufstein zeigt Glaskunst von Birgit Dopsch
Unter dem Motto „Kunst ist Freiheit“ ist in der Sparkasse-Zentrale in Kufstein erstmals Glaskunst zu sehen. Empfangen wurden die Gäste der Vernissage am 11. Juni von der Installation „Das letzte Hemd“ im Foyer, die weiteren Arbeiten der Kufsteiner Künstlerin Birgit Dopsch sind im 3. und 4. Obergeschoss zu sehen. „Was in der Hitze des Feuers entsteht, wird durch die Kunst zur Ewigkeit. Möge uns die Ausstellung offenbaren, dass Glas niemals stark und monoton ist, sondern je nach Raum, Zeit, Licht und Blickwinkel immer wieder neue Facetten offenbart“, so Sparkasse-Vorstandsdirektor Klaus Felderer bei der Eröffnung der mittlerweile 39. Ausstellung in der Sparkasse Kufstein. „All deine Werke wirken schon aus der Ferne wunderbar bunt und lebensfroh und bereichern bereits im ersten Augenblick, wenn sie ins Blickfeld treten. Wenn man dann näher tritt, erschließt sich die Bedeutung und deine Gedankenwelt, die du in die Kunstwerke hineingelebt hast“, erklärte Maria Elisabeth Reitberger MA in ihrer Laudatio.
Als freischaffende Künstlerin lebt und arbeitet Birgit Dopsch in Kufstein, sie hat sich auf Glasverschmelzung spezialisiert. Seit 2009 betreibt Dopsch ihr Atelier am Festungsberg, das als Kombination aus Werkstatt und Schauraum genutzt wird. Nach der Matura am musischen Gymnasium in Salzburg studierte Dopsch Malerei am Mozarteum Salzburg, schloss mit einem Diplom die Glasfachschule Kramsach ab und machte den Bachelor of Arts an der Universität Innsbruck.
Die Ausstellung kann bis zum 11. September während der Öffnungszeiten (Mo. bis Fr. von 8 bis 16 Uhr) in der Sparkasse Kufstein, Oberer Stadtplatz 1, im 3. und 4. Obergeschoss bei freiem Eintritt besichtigt werden.
V. l.: Sparkasse-Vorstandsdirektor Klaus Felderer, Kulturreferent Klaus Reitberger, Stadtamtsdirektorin Fiona Primus, Künstlerin Birgit Dopsch, Kurator Hans-Peter Gruber, Maria Elisabeth Reitberger, Heidi Anzinger (musikalische Umrahmung) sowie BH Kurt Berek
