Wenn im ganzen Land am ersten Samstag im Oktober zugleich die Sirenen heulen und Handys vibrieren, ist wieder Zivilschutztag. Am Samstag, 3. Oktober, werden wieder bundesweit die Zivilschutzsirenen und der AT-Alert getestet. Erstmals werden auch Fahrplananzeigen und digitale Werbetafeln mit den Testwarnungen bespielt. Zugleich dient der Tag vor allem auch dazu, die Bevölkerung über die Bedeutung der Sirenensignale und AT-Alert zu informieren und für die Wichtigkeit des Zivilschutzes zu sensibilisieren.
Notwendige Vorsorge
„Zivilschutz geht uns alle an. Nicht nur Einsatzkräfte und Behörden müssen im Ernstfall wissen, was zu tun ist. Auch jede und jeder Einzelne ist in diesem Moment gefordert. Das ist kein Alarmismus, sondern notwendige Vorsorge. Denn im Ernstfall zählt jede Sekunde – für Vorbereitungen ist dann keine Zeit mehr. Wer Warnsignale kennt und weiß, was im Ernstfall zu tun ist, schützt sich und andere“, ruft Sicherheitsreferent LH-Stv. Josef Geisler dazu auf, den Zivilschutztag als Sicherheitscheck für sich selbst und den eigenen Haushalt zu nutzen.
Der Zivilschutztag ist zudem ein wichtiger Testtag, um zu überprüfen, ob die technischen Warnmöglichkeiten flächendeckend funktionstüchtig sind. Dank der 1.025 Zivilschutzsirenen kann in Tirol bei einem Zivilschutzalarm flächendeckend gewarnt werden. Rund die Hälfte der Tiroler Sirenen sind außerdem an eine Notstromversorgung angeschlossen. Sie funktionieren also auch bei einem großflächigen Stromausfall.
Neben den Zivilschutzsirenen erhalten Betroffene im Ernstfall mittels AT-Alert eine Warnung direkt auf das Mobiltelefon. Über den AT-Alert können sowohl Einheimische als auch Gäste erreicht werden. Zusätzlich erhalten Betroffene über AT-Alert erste Handlungsempfehlungen.
Erstmals am Zivilschutztag werden Informationen zum Probealarm tirolweit auch auf rund 200 VVT-Fahrplananzeigen ausgespielt. Seitens des Bundesministeriums für Inneres werden zudem österreichweit digitale Werbetafeln bespielt – unter anderen auch in Tirol.