Stadttheater Kufstein hat auch 2026 wieder volles Programm
Am Mittwoch, 7. Jänner, präsentiert das Stadttheater Kufstein sein Programm für 2026.
„Wir können auch heuer wieder ein vielschichtiges Programm anbieten“, freut sich Obfrau Hildegard Reitberger über den vollen Terminkalender des Stadttheaters.
Den Anfang macht „Der Mann von La Mancha“. Georg Anker inszeniert das Stück, das live gesungen und gespielt wird. Am 7. Februar feiert das Stück im Kultur Quartier Kufstein seine Premiere. Mehr dazu im Terminteil.
Weiter geht es im April mit dem Stück „Warten auf Godot“. Regie führt wie vor 20 Jahren Klaus Reitberger: „Es ist das erste Stück, das ich inszeniert habe. Wir spielen das Stück jetzt alle 20 Jahre.“ Besucht werden kann das Stück ab 11. April im Kultur Quartier Kufstein, in den Hauptrollen – wie vor 20 Jahren – Klaus Reitberger und Franz Osl.
Ab 19. Juni heißt es wieder „Jedermann“ im Festungsneuhof der Festung Kufstein. Bereits zum vierten Mal wird das Stück aufgrund des großen Erfolgs neu aufgeführt. Regie: Klaus Reitberger.
Ab 3. Oktober wird das von Varina Weinert geschriebene und inszenierte Stück „Träum weiter, Cowboy!“ im Kultur Quartier Kufstein zu sehen sein. „Ich habe noch eine Westernkomödie auf der Bühne gesehen, also habe ich selbst eine geschrieben. Es soll einfach nur unterhalten“, so Weinert.
Ab 20. November heißt es „Ein Inspektor kommt“. Lena Middendorf führt Regie und erfüllt sich damit einen lang gehegten Wunsch.
Das Weihnachtsstück „Einfach zauberhaft“ will die Wartezeit aufs Christkind verkürzen – ein Stück für Groß und Klein von Jessica Buchauer. Ausgelegt ist das Stück als Familienprojekt: „Tochter Annabel hilft bei der Regie und spielt mit, Sohn Jonas kümmert sich um die Technik und Gatte Bernhard wird überall aushelfen, wo es nötig ist“, freut sich Buchauer auf die Premiere.
„Divas, Dragqueens & Friends“ findet - als Christmas Edition - statt. Am 12. Dezember bittet Herbert Oberhofer alias Betty Pearl zu einem unvergesslichen Abend voller Glanz und Glamour.
Für die Zukunft geplant
Für 2027 und 2028 hat das Stadttheater bereits viele Termine fixiert. „Das hilft den Mitwirkenden bei der Planung. Das Kultur Quartier ist zudem immer gut ausgebucht, deswegen müssen wir hier rechtzeitig reservieren“, so Hildegard Reitberger.
Das Stadttheater Kufstein hat aktuell ca. 80 aktive Mitwirkende und 160 Mitglieder. „Mit dem Nachwuchs haben wir zum Glück kein Problem, es ist großes Interesse vorhanden, vor allem von Kindern“, so Reitberger.
Weitere Informationen und Tickets sind unter www.stadttheater-kufstein.at erhältlich.

Jessica Buchauer
Deutliche Mehrheit für das Wörgler Budget
In einer rund siebenstündigen Marathonsitzung beschloss der Wörgler Gemeinderat am Mittwoch, 10. Dezember, unter anderem das Budget für das kommende Jahr.
Die größte Investition betrifft die Sanierung der Europamittelschule: Insgesamt € 1,52 Mio. fließen in die thermische Sanierung, die Erneuerung der Sanitäranlagen, die Anschaffung neuer Computer sowie in die Ausstattung (Physik- und Biologieraum sowie Bücherei). Erwartet wird eine Förderung von € 523.800,-, der Rest soll fremdfinanziert werden.
Viele kleine Investitionen
In die Volksschulen werden € 127.000,- investiert (u. a. neue Stühle, Beschattung Spielplatz), in die neue Mittelschule 1 fließen u. a. für eine neue Klasse € 25.000,-. Für die Fertigstellung des Kindergartens Zwergenwald sind € 300.000,- eingeplant.
Für Straßen, Wege und Brückensanierungen stehen insgesamt € 1,4 Mio. zur Verfügung, die Umstellung auf LED-Beleuchtung kostet weitere € 320.000,-. Für das Seniorenheim sind € 180.000,- reserviert (u. a. Heizung und Lüftung), für den Austausch von zwei Buswartehäuschen € 24.000,-. Der Beitrag für den Hochwasserschutz inkl. städtische Maßnahmen beläuft sich für das kommende Jahr auf € 376.800,-. Subventionen gibt es für Veranstaltungen (€ 98.000,-), Vereine (€ 407.800,-)
und Wirtschaft (€ 60.000,-).
Für den Citybus werden € 990.000,-, für die Jugendbetreuung € 625.000,- aufgewendet.
Eine Haftung über € 1,2 Mio. übernimmt die Stadtgemeinde Wörgl für die „Wörgl Schwimmbad GmbH“ (Planung, Einreichungen, Archäologie, ...), im kommenden Jahr wird für das „Wörgler Badl“ mit keinen höheren Ausgaben gerechnet.
Im Gesamtbudget wird mit einem Minus von rund € 1,5 Mio. gerechnet, dieses soll aus den Rücklagen gedeckt werden. Die liquiden Mittel (inkl. Liquiditätsreserve) werden zum Jahresbeginn 2026 auf € 7 Mio. geschätzt.
Bgm. Michael Riedhart (Wörgl Bewegen, ÖVP) bezeichnete das Budget als „das Beste in dieser Gemeinderatsperiode“: „Wir haben immer noch ausreichend liquide Mittel, der Finanzkollaps ist nicht eingetreten und wir arbeiten den Investitionsrückstau sukzessive ab“, zeigt sich der Stadtchef zufrieden.
Scharfe Kritik am Budgetentwurf kam hingegen von Vize-Bgm. Roland Ponholzer (Wir für Wörgl): „Die Probleme liegen offen auf dem Tisch, doch der Bürgermeister und seine Mehrheitsbeschaffer tun weiterhin so, als wäre alles in bester Ordnung. Wir wissen, das dem nicht so ist. Während Wörgl stagniert, wird von der Stadtführung nur beschwichtigt. Manchmal frage ich mich, ob ihr euch wirklich selber noch spürt.“ Die vorgestellten Investitionen seien Selbstverständlichkeiten, von echten Zukunftsprojekten werde seit Jahren geredet, passiert sei nichts. StR. Christian Kovacevic (Liste Hedi Wechner) äußerte zwei Hauptkritikprunkte: Bei den Personalkosten gebe es massive Steigerungen, dies werde Wörgl über kurz oder lang in der Handlungsfährigkeit einschränken. Weiters kritisierte Kovacevic die Verringerung der liquiden Mittel in den letzten drei Jahren, da nach wie vor viele Großprojekte in der Pipeline seien. Dazu sei der Verschuldungsgrad von 18 auf fast 40 % gestiegen.
Das Budget wurde schließlich mit 15:6 Stimmen mehrheitlich beschlossen.
Mit 15:6 Stimmen wurde das kommende Budget für die Stadtgemeinde Wörgl beschlossen.
Müll und Rattenplage: Anwohnerin meldet Missstände beim Flüchtlingsheim
Eine Anrainerin wandte sich an den Kufsteinblick, um über Müllprobleme im Flüchtlingswohnheim in der Carl-Schurff-Straße in Kufstein aufmerksam zu machen. Die Mülleimer seien zwar immer leer, jedoch liege um die Einrichtung sowie unter den Balkonen überall Müll herum, u. a. auch Autoreifen, Möbel, weiterer Sperrmüll und aufgerissene Mullsäcke.
Aufgrund dessen habe man in der Carl-Schurff-Straße seit einiger Zeit mit einer Rattenplage zu kämpfen, der Anrainerin sei bereits eine Ratte über die Füße gelaufen. Weiters sei bereits Rattengift gestreut worden, welches für Hunde gefährlich ist. „Wir hatten in Weissach eine schöne Wohngegend, jetzt ist es nicht mehr auszuhalten, das finde ich schlimm“, erklärt die Anrainerin.
Müll beseitigt
In einer Stellungnahme an den Kufsteinblick entschuldigte sich das Team Unternehmenskommunikation der zuständigen Tiroler Soziale Dienste GmbH für die Zustände: Die zuständigen Mitarbeiter seien bereits informiert worden und haben sich umgehend um die fachgerechte Beseitigung des Mülls gekümmert. Zur Verbesserung der Mülltrennung werden für die Bewohner laut TSD regelmäßig Schulungen und Aufklärungsgespräche durchgeführt. „Jedoch stehen wir vor der Herausforderung, dass unser Gelände wiederholt von externen Personen zur illegalen Entsorgung von Sperrmüll missbraucht wird, was die Situation zusätzlich erschwert“, erklären die Tiroler Sozialen Dienste.
Europa Mittelschule Wörgl eröffnet
Der Schulstart erfolgte bereits im September, vergangenen Donnerstag, 4. Dezember, wurde die Europa-Mittelschule jedoch offiziell eröffnet. Die ehemalige Mittelschule 2 im Zentrum von Wörgl setzt auf die Schwerpunkte „Lingua“ (Freifach Italienisch als zweite Fremdsprache), „Erasmus+“ (grenzüberschreitende Kooperationen und Schüleraustausch mit Partnerschulen) sowie „Steam“ (Wissenschaft, Technik, Ingenieurwesen, Kunst und Mathematik). Für Letzteren wurde Anfang Oktober das neue Steam-Labor eröffnet - ein innovativer Lernort für Kinder und Jugendliche, welches die MINT-Bildung fördern soll. Dazu werden verschiedenste Workshops wie z. B. ein „Italienisches Café“, „Österreich/Europa – Die Welt entdecken“ oder PH-Experimente angeboten.
Zum Start der feierlichen Eröffnung sang der Schülerchor passend zum neuen Schulnamen die Europahymne – samt eigenem Text. „Der Name Europa Mittelschule ist für uns weit mehr als ein Titel. Er steht für Offenheit, Zusammenarbeit und Vielfalt. Genau diese Werte leben wir in unserem Schulalltag. Mit unserem Sprachunterricht, den Erasmus+-Projekten, den Themenmonaten, den Reisen nach Brüssel oder Schweden, unserer Partnerschule in Südtirol und unserem neuen STEAM-Lab schaffen wir Lernumgebungen, die weit über das Klassenzimmer hinausgehen“, betonte Direktorin Claudia Erharter in ihren Grußworten. „Wörgl ist noch immer eine Bildungsstadt und wird es auch in Zukunft bleiben. Als Bürgermeister will ich für euch Lernorte schaffen, bei denen ihr euch nicht nur wohl fühlt. Es soll ein Ort sein, der was Freude und Spaß macht“, ergänzt Bgm. Michael Riedhart.
In den nächsten Sommerferien soll die Europa Mittelschule Wörgl saniert werden.

Die Europa Mittelschule Wörgl wurde von Bgm. Michael Riedhart und Direktorin Claudia Erharter (re.) eröffnet.
LR Mag. Dr. Cornelia Hagele stellte in ihrer Ansprache die europäischen Werte in den Vordergrund.
Pfarrprovisor Christian Hauser segnete die Schule.
Startschuss für neue Kinderkrippe in Langkampfen
Mit dem Spatenstich für die neue Kinderkrippe fiel vergangenen Donnerstag, 27. November, der Startschuss für das Bildungs- und Sozialzentrum Langkampfen direkt hinter der Mittelschule.
Auf einer Fläche von knapp drei Hektar sollen neben der Kinderkrippe zukünftig auch ein neues Gemeindeamt, eine Volksschule sowie ein Altenwohn- und Pflegeheim untergebracht werden. Für letzteres soll die Planungsphase am 10. Dezember mit einer konstituierenden Sitzung mit den Gemeinden Langkampfen, Angerberg, Angath und Mariastein gestartet werden.
Neue Kinderkrippe
Die neue Kinderkrippe „Kleine Farm“ – bisher auf drei Standorte in Unter- und Oberlangkampfen verteilt – bietet zukünftig auf einer Nutzfläche von 1.005 m2 Platz für bis zu sieben Gruppen mit je zwölf Kindern. Dazu kommen Nebenräume (262 m2) sowie eine Tiefgarage mit 16 Stellplätzen. Ein eigenes Verkehrskonzept soll eine sichere An- und Abfahrt durch eine neue Nebenfahrbahn mit Kiss-&-Ride-Zone – getrennt von der Unteren Dorfstraße – ermöglichen. „Wir haben das Projekt in die Zukunft gedacht. Die Kinderkrippe soll nicht nur den Bedarf der Langkampfener Familien abdecken, sondern auch jenen der ansässigen Betriebe“, erklärt Bgm. Andreas Ehrenstrasser. Die Errichtungskosten belaufen sich auf € 5,15 Mio., Ehren-
strasser rechnet mit einer Förderung von ca. € 1 Mio. von Bund und Land. Das gesamte Grundstück (27.000 m2) hat die Gemeinde Langkampfen um rund € 9,45 Mio. bereits angekauft. Die Kinderkrippe soll von der Firma Rieder Bau Schwoich (Generalunternehmer) bis April 2027 fertiggestellt werden. Anschließend ist geplant, nach einer rund zweijährigen Planungsphase mit dem Bau des Altenwohn- und Pflegeheims sowie der neuen Volksschule zu beginnen.

Der Spatenstich für die neue Kinderkrippe setzt den Auftakt für das Bildungs- und Sozialzentrum Langkampfen.
Visualisierung: Architektengruppe P3 ZT GmbH
