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Kritik an geplanter Vollsperre der Bahnstrecke München – Rosenheim

Im Zuge einer Generalsanierung plant die Deutsche Bahn, die Strecke zwischen München und Rosenheim von Jänner bis Juni 2028 vollständig zu sperren. Grünen-Politiker aus Österreich, Deutschland und Italien fordern jetzt „kluge Lösungen“.

Neben der umfangreichen Erneuerung der maroden Gleise, Weichen und Oberleitung wird ein Schwerpunkt der Generalsanierung zwischen 21. Jänner und 23. Juni 2028 der Ausbau der Bahnhöfe sein. „Die Sanierung dieser so wichtigen Bahnstrecke für den internationalen Güterverkehr droht ein großes Fiasko zu werden. Es gibt keine Umleitungsstrecke“, erklärte die deutsche Bundestagsabgeordnete Victoria Broßart (Bündnis 90/die Grünen). Auch die Tiroler- und Südtiroler Grünen befürchten  erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Güter- und Personenverkehr und gravierende Folgen für Unternehmen sowie für die Bevölkerung in Tirol und Bayern. Tausende zusätzliche LKW´s dürften während der monatelangen Sperre auf die ohnehin ausgelastete Autobahn ausweichen. „Für eine Strecke von München bis Verona, die eigentlich knapp 450 Kilometer lang ist, kommen dann zusätzlich über 500 Bahnkilometer Umleitung dazu. Für die Unternehmen bedeutet das sechs Monate Unsicherheit, ob die Lieferkette funktioniert. Wir brauchen eine kluge Lösung anstatt einer blinden Bauwut“, ergänzt Broßart. Die deutschen Grünen verlangen, während der Bauarbeiten zumindest ein Gleis zwischen München, Grafing und Rosenheim befahrbar zu halten und eine koordinierte Verkehrslenkung umzusetzen. Gebi Mair, Klubobmann und Landessprecher der Tiroler Grünen, fordert die Umsetzung des versprochenen Slot-Systems auf der Autobahn: „Wir verlangen, dass dieses Versprechen jetzt endlich umgesetzt wird. Ansonsten wird sich das spätestens dann rächen, wenn die Sperre kommt“, warnt Mair. Dazu werden die Abschaffung des Dieselprivilegs und die Ausschöpfung der Mauthöhe für LKW gefordert.

Sperre auch zwischen Rosenheim und Salzburg
Die geplante Sanierung der Bahnstrecke zwischen Rosenheim und Salzburg hat zwar geringere Auswirkungen auf den Güterverkehr, betrifft den Personenverkehr jedoch umso stärker. Diese Strecke wird von 5. Februar bis 9. Juli 2027 ebenfalls vollständig gesperrt.


Victoria Broßart befürchtet ein Fiasko.


Gebi Mair fordert die Umsetzung des Slot-Systems.

Stadt Kufstein gegen Stadtrat Lukas Blunder: Schweigepflicht aufgehoben

Die Stadt Kufstein hat Stadtrat Lukas Blunder (ehem. MFG) verklagt – nun ist die Verschwiegenheit aufgehoben. Die Unterlassungsklage, mehrheitlich vom Stadtrat am 15. Dezember 2025 beschlossen und am 23. Dezember eingereicht, basiert auf Blunders Aussagen in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Überprüfungsausschusses vom 26. November 2025.

Dringlichkeitsantrag mit Wende
Bei der Gemeinderatssitzung am 4. Februar stellte Blunder einen Dringlichkeitsantrag, um von seiner Verschwiegenheitspflicht entbunden zu werden – dies sei essenziell für seine Gerichtsverteidigung. 
Bgm. Martin Krumschnabel (Parteifreie) hielt dies für richtig, forderte aber Ausnahmen für alle Beteiligten und brachte einen Abänderungsantrag ein.

Einstimmige Entscheidung
Der Gemeinderat stimmte einstimmig zu: Die Verschwiegenheitspflicht ist nun für alle relevanten Personen aufgehoben. Damit können Gerichte nun alle Aussagen prüfen.

Schüler lernen spielerisch die Vielfalt unterschiedlicher Energieformen

Auch heuer wurde auf Initiative der Fachgruppe des Energiehandels der Wirtschaftskammer das Projekt „Kinder-Erlebnis-Raum Energie“ (KiERa) durchgeführt und Volks- sowie Mittelschülern das Thema Energie in spielerischer Weise vermittelt.

Rund 300 Schüler der Volksschulen Hinterthiersee, Rettenschöss, Kirchbichl, Reith i. A., Angerberg, Scheffau, Kundl, und Kufstein sowie der Mittelschulen Langkampfen, Breitenbach und Kundl setzten sich in der Wirtschaftskammer Kufstein am 29. und 30. Jänner spielerisch mit dem Thema Energie auseinander – vom bewussten Umgang mit Ressourcen bis hin zu nachhaltigen Energieträgern. 
Zentrales Element des Projekts sind fünf Holzkojen, die mit den unterschiedlichsten wissensvermittelnden Spielen ausgestattet sind. „Das Thema Energie prägt den Alltag immer entscheidender. Ich denke, dass dies auch für die Zukunft komplexe Fragen aufwirft. Wenn man eine spielerische Möglichkeit für Kinder hat, das Thema Energie kennenzulernen, ist das eine tolle Herangehensweise“, freut sich WK-Bezirksobfrau Sonja Altenburger.
„Den Kindern wird auf spielerischer Art und Weise bewusst gemacht, wie man im täglichen Leben Energie einsparen kann. Es werden einfache praktische Sachen gezeigt, die von den Kindern umgesetzt werden können“, ergänzt WK-Bezirksstellenleiterin Verena Weiler.


Die Kinder der Klasse 4a von der VS Kufstein-Zell lernten die unterschiedlichen Energieformen auf spielerische Weise kennen. 


V. l.: WK-Bezirksstellenleiterin Verena Weiler, WK-Bezirksobfrau Sonja Altenburger sowie Sonia Beiu, GF der Fachgruppe Energiehandel Tirol

Kulturverein Wunderlich präsentierte anspruchsvolles Programm

Christian Widauer und Hugo Neuhauser vom Kulturverein Wunderlich präsentierten auch für das kommende Jahr wieder ein spannendes und abwechslungsreiches Programm. Ein bunter Mix aus Kabarett, Vorträgen, Konzerten, Tanzshows und Musik soll ein breites Publikum ansprechen.

Seit mittlerweile 26 Jahren holt der Verein Wunderlich unter dem Motto „Kleinkunst auf Großstadtniveau“ namhafte Künstler in die Festungsstadt. Heuer wurde das Programm mit „nur“ sieben Veranstaltungen zwar etwas gestrafft, trotzdem können sich die Besucher auf vier Tirol- und eine Österreich-Premiere im Kultur Quartier Kufstein freuen.
Den Auftakt bildet am 28. Februar Roger Schäli mit einer Tirol-Premiere: In seinem spannenden Vortrag berichtet der Schweizer Ausnahmealpinist von seinem Projekt „North6“. Das erste Highlight folgt genau einen Monat später: Die Percussion Boy-Band „Louie´s Cage Percussion“ zeigen ihr neues Programm „pure“ – wie immer rasant und voller Witz und Esprit (28. März).

Kabarett, Tanz und A cappella
Kaum vorstellbar sind die Wunderlichen Kulturtage ohne Sigi Zimmerschied: Am 25. April kommt der Kabarettist mit seinem neuen Programm „Kein Thema“ nach Kufstein.
Das zweite Programmhighlight ist eine Österreich-Premiere: Die M.A.K. Dance Company aus Freiburg, eine der renommiertesten Ensembles für „contemporary Dance“, zeigen am 6. Juni ihre neue Dance-Show „Movie Night“.
Nach der Sommerpause geht es zurück in die 90er-Jahre: Die A cappella Girlband „Medlz“ versprechen mit den besten Hits dieser Zeit einen unvergesslichen Abend (19. September, Tirol-Premiere).
Moderne Blasmusik auf allerhöchstem Niveau bietet die Band Federspiel. Mit ihrem neuen Programm „Wir und jetzt“ machen Sie am 31. Oktober auch in Kufstein Station.
Zum Jahresabschluss wird am 21. November die Vorweihnachtszeit eingeläutet - und zwar so lustig wie nie zuvor: Zusammen mit Lilian Klebow und Gernot Haas heißt es „Oh Pannenbaum“ im Kultur Quartier. Kabarett, Comedy und herzhafte Gesangseinlagen inklusive (Tirol-Premiere).

Hohe Subvention
Der Kulturverein Wunderlich ist mit einem Zuschuss von € 36.000,- auch heuer der best  subventionierte Verein der Stadt Kufstein, wie Kulturreferent Klaus Reitberger erklärt: „Es hat sich über die Jahrzehnte ein Know-How und ein Fingerspitzengefühl der Herangehensweise aufgebaut, das in der Kulturszene sein Beispiel sucht“, fand Reitberger lobende Worte.
Karten und weitere Infos unter www.woassteh.com


V. l.: Johannes Juffinger (Stadtwerke Kufstein), Kulturreferent Klaus Reitberger, Hugo Neuhauser und Christian Widauer (Kulturverein Wunderlich), Daniela Bucher (Sparkasse Kufstein) sowie Wolfgang Gschwentner (Stadtwerke Kufstein)

Auch GR Gabi Madersbacher verlässt Fraktion Liste Hedi Wechner

Nach der Gemeinderatswahl 2022 kündigte Bürgermeisterin Hedi Wechner ihren Rückzug aus der Politik an. Der Zweitplatzierte auf ihrer Liste, Stadtrat Christian Kovacevic, übernahm in der Folge den Fraktionsvorsitz. Inzwischen haben drei weitere Gemeinderäte der Liste den Rücken gekehrt.

Vier Austritte
Bereits im November 2022 kündigten die beiden Gemeinderäte Ing. Emil Dander und Dr. Herbert Pertl an, aus der Liste Hedi Wechner auszutreten und unter ihrem ehemaligen Namen „Unabhängiges Forum Wörgl“ aufreten zu wollen. Nach einem weiteren  Austritt von Ersatz-GR Andreas Schmidt Ende letzten Jahres folgt jetzt die nächste Hiobsbotschaft für Kovacevic: Vergangene Woche kündigte GR Gabi Madersbacher in einer Presseaussendung an, die Fraktion zu verlassen. „Ausschlaggebend dafür sind zunehmende inhaltliche und politische Differenzen mit der aktuellen Fraktionsführung. In vielen zentralen Fragen haben sich im Laufe der Zeit zunehmend unterschiedliche Auffassungen über die politische Arbeit und Ausrichtung herauskristallisiert“, erklärt Madersbacher ihre Beweggründe. Gleichzeitig kündigte die Bezirkssprecherin der Liste Fritz an, bei den nächsten Gemeinderatswahlen in zwei Jahren als Spitzenkandidation der Liste Fritz in Wörgl zu kandidieren.

Parteiwechsel als Grund?
Selbstverständlich sei man als mehrheitliche SPÖ-Fraktion inhaltlich und politisch nicht immer einer Meinung mit Madersbacher und der Liste Fritz, erklärt Kovacevic: „Der Grund für ihre Neuausrichtung dürfte allerdings eher bei ihrem Parteiwechsel zu verorten sein. Wobei für mich gerade in der Kommunalpolitik Parteizugehörigkeiten weniger eine Rolle spielen sollten, als konstruktive und transparente Zusammenarbeit.“ Kovacevic respektiere die Ankündigung von Madersbacher, sich bereits jetzt mit ihrer Partei für die kommenden GR-Wahlen vorbereiten zu wollen: „Gleichzeitig weisen wir aber darauf hin, dass wir in besonderer Form den Wähler:innen der ‚Liste Hedi Wechner‘ verpflichtet sind.“

„Demokratiepolitisch bedenklich“
Dass die von der Liste Hedi Wechner nominierte und über die Fraktion gewählte Mandatare eigene Wege gehen, sei lt. Kovacevic demokratiepolitisch bedenklich und eine Wählertäuschung. Niemand habe 2022 die „Liste Fritz“ oder das „Unabhängige Forum Wörgl“ gewählt. 
Kovacevic legt den drei Gemeinderäten Madersbacher, Dander und Pertl jetzt einen Mandatsverzicht nahe: „Zumindest sollten die Damen und Herren, die auf unseren Tickets im Gemeinderat sitzen, den Anstand besitzen und in nächster Zeit den Weg für die nachrückenden Personen frei machen.“

Austritte nicht zulässig
Lt. Tiroler Gemeindeordnung ist es nicht zulässig, während einer Legislaturperiode unter einem anderen (Listen-)Namen aufzutreten. Daher werden alle Mandatare bis zur kommenden Gemeinderatswahl (2028) offiziell unter jenen Listennamen geführt, mit dem ein Gemeinderatsmitglied bei der Wahl 2022 angetreten bzw. in den Gemeinderat eingezogen ist.
Auch die Redaktion des Kufsteinblick bezeichnet alle Mandatare mit dem offiziellen Listennamen - zum besseren Verständnis allerdings mit dem Zusatz (ehemals - bzw. ehem.).


StR. Christian Kovacevic


GR Gabi Madersbacher

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