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Polizei Bezirk Kufstein: Mehr Anzeigen, neue E-Scooter-Regeln, Fokus auf Sicherheit

Mehr Anzeigen, leicht weniger Führerscheinentzüge und schärfere Regeln für E-Scooter: Die Polizei im Bezirk Kufstein setzte 2025 weiter auf intensive Kontrollen – von Alkohol und Drogen über Handy am Steuer bis hin zu Lärm und Schwerverkehr.

Bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden wurden 2025 im Bezirk Kufstein 493 Fälle registriert, nach 519 im Jahr davor. Die Zahl der Verkehrstoten lag bei drei, Sachschadensunfälle wurden 1.626 verzeichnet. „Jeder Toter ist ein Toter zuviel“, so Stv. Bezirkspolizeikommandant Christoph Moser.
Ein zentrales Thema bleibt die Geschwindigkeit. Im Zusammenhang mit der seit März 2024 geltenden Möglichkeit zur vorläufigen Fahrzeugbeschlagnahme bei extremen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden im Bezirk Kufstein 2025 drei Fahrzeuge vorläufig beschlagnahmt.
Auch Alkohol und Drogen bleiben ein Schwerpunkt der Kontrollen. Im Vorjahr führte die Polizei 22.372 Alkohol-Vortests und 1.212 Alkomat-Tests durch. Daraus resultierten 91 Anzeigen mit Alkoholanteil von 0,5 bis 0,8 Promille und 236 Anzeigen über 0,8 Promille sowie 17 Anzeigen wegen Suchtgiftbeeinträchtigung am Steuer. In der Gesamtbilanz wurden 2025 707 Führerscheinentzüge verzeichnet, nach 717 im Jahr 2024.
Deutlich gestiegen ist laut den vorliegenden Angaben die Zahl der Anzeigen insgesamt: von 132.000 auf 182.000. „Die technischen Möglichkeiten zur Überprüfung werden immer besser“, betont dazu der Bezirkshauptmann-Stv. Dr. Herbert Haberl. 

Besser Prüfmöglichkeiten
Laut Polizei kann nicht mehr nur das Fahrzeug selbst, sondern zunehmend auch Lenk- und Ruhezeiten sowie digitale Aufzeichnungen genauer überprüft werden. Referatsleiter Chefinspektor Johann Egger: „Wir können nun die vergangenen 53 Tage überprüfen.“ Gerade im Schwerverkehr wurde 2025 verstärkt auf Beladung, Ladungssicherung, Lenk- und Ruhezeiten sowie den technischen Zustand der Fahrzeuge geachtet. 78 Schwerfahrzeuge wurde die Weiterfahrt verwehrt, dazu kamen 335 Übertretungen wegen Missachtung der Lenk- und Ruhezeiten (2024 waren es nur 116).
Ein weiteres Dauerthema ist die Ablenkung im Straßenverkehr. 1.351 mal wurde das 2025 beanstandet. „Vor allem Tippen und Lesen – das ist sehr gefährlich“, weiß Egger. 

Ärgernis: Laute Mopeds
Besonderes Augenmerk legt die Exekutive weiterhin auf manipulierte und zu laute Fahrzeuge. 2025 wurden 47 Kennzeichenabnahmen durchgeführt, zudem 117 besondere Überprüfungen angeregt. Bei Lärmmessungen gilt weiter eine klare Linie: Liegt ein Fahrzeug um 12 Dezibel über dem erlaubten Wert, droht die Abnahme der Kennzeichentafel. Oder, wie es Egger knapp formuliert: „Lasst den Auspuff in Ruhe“.

Neue Regeln für E-Scooter
Neu und für viele Familien besonders relevant sind die Änderungen durch die 36. StVO-Novelle im Bereich E-Mobilität. Für E-Scooter gilt nun: höchstens 600 Watt Leistung und maximal 25 km/h Bauartgeschwindigkeit. Zudem gilt Helmpflicht bis 16 Jahre. Nicht erlaubt sind eine zweite Person auf dem Fahrzeug, Güterbeförderung – ausgenommen ein angelegter Rucksack – sowie das Ziehen von Anhängern. Für E-Scooter gilt nun die 0,5-Promille-Grenze, für Fahrräder liegt die Alkoholgrenze bei 0,8 Promille. Vorgeschrieben sind außerdem Blinker an beiden Lenkstangenseiten sowie weißes Licht vorne und rotes Licht hinten.
Gerade bei leistungsstarken oder manipulierten E-Scootern sieht die Polizei Handlungsbedarf. „Den Eltern muss bewusst sein, was sie ihren Kindern da in die Hände geben“, sagt Egger mit Blick auf zu schnelle Scooter, die bereits mit über 70 km/h gemessen wurden.


V. l.: Chefinspektor Johann Egger, Bezirkshauptmann-Stv Herbert Haberl und Bezirkskommandant-Stv. Christoph Moser.


Chefinspektor Johann Egger zeigt das Rollgerät mit Adapter, das nun auch Messungen an E-Scootern ermöglicht.

Wirtschaftskammer wirbt für Lehre am Bau

Am 11. und 12. Mai waren bereits zum neunten Mal über 400 Schüler im Alter von 6 bis 12 Jahren aus dem Bezirk in der Wirtschaftskammer Kufstein zu Gast, um im Rahmen der „Erlebniswelt Baustelle“ verschiedene Berufe am Bau kennenzulernen. Zwölf Volksschulklassen sowie erstmals einer Klasse aus dem BG/BRG Kufstein wurde viel Wissenswertes über die Baubranche vermittelt, anschließend konnten sich die Schüler u. a. in den Berufen Maurer, Installateur, Tischler, Zimmerer, Spengler, Elektriker oder Reinigungstechniker ausprobieren. „Für uns ist es wichtig, dass die Kinder mit einem Elan und mit einer Freude dabei sind. Wir wollen  in der Bevölkerung eine positive Stimmung für die Lehrberufe erzeugen“, erklärt WK-Bezirksobfrau Sonja Altenburger. „Die Idee ist, den Kindern die Lehrberufe niederschwellig vorzustellen und gesellschaftlich eine Gleichwertigkeit der Berufsausbildungen darzustellen“, ergänzt Stefan Elmer (EEC Elmer Event Consulting).
Das Interesse an der „Erlebniswelt Baustelle“ ist ungebrochen: Auch heuer überstieg die Zahl der Anmeldungen die verfügbaren Plätze, für das kommende Jahr gibt es bereits eine Warteliste.
Altenburger absolvierte mit der WK-Bezirksgeschäftsführerin Verena Weiler heuer bereits 70 Betriebsbesuche – die Hauptthemen der Unternehmer waren wiederum der Fachkräfte- und Lehrlingsmangel. 
Das Projekt „Erlebniswelt Baustelle“ wird im Auftrag der Tiroler Bauwirtschaft von ECC Elmer Event Consulting durchgeführt.


V. l.: Stefan Elmer, WK-Bezirksobfrau Sonja Altenburger und WK-Bezirksgeschäftsführerin Verena Weiler 


Alle teilnehmenden Klassen hatten zwei Stunden Zeit, um sich in verschiedenen Lehrberufen auszuprobieren.

Neue Radweg- und Wanderverbindung zwischen Langkampfen und Thiersee

Die neue Radweg- und Wanderverbindung zwischen Langkampfen und Thiersee wurde vergangenen Freitag, 8. Mai, feierlich eröffnet. Der 4,6 Kilometer lange Weg führt über das Drei-Brunnen-Joch und bietet künftig eine durchgängige Verbindung ins bayerische Wegenetz (Richtung Schliersee und Tegernsee bis zum Achensee) und in weiterer Folge retour über den Achensee ins Tiroler Unterland. Auch der Pendling ist über die neue Wegführung erreichbar, dafür wurde der „Hausern-Radweg“ adaptiert. 
„Mit der verbesserten Wegverbindung sind Thiersee und der Pendling vom Stimmersee aus nun bequem und sicher mit dem Fahrrad erreichbar. Es freut mich besonders, dass dieses Projekt gemeinsam mit der Gemeinde Thiersee erfolgreich umgesetzt werden konnte“, erklärt der Langkampfener Bgm. Andreas Ehrenstrasser.
„Nur wenn wir es schaffen, nicht das Trennende, sondern das Verbindende voranzustellen, werden wir uns als Gemeinden und auch als Gesellschaft weiterentwickeln. Der Radweg Langkampfen/Thiersee kann ein Symbol dafür sein. Durch Zusammenarbeit können auch große Projekte verwirklicht werden - wie z. B. das neue Altenwohnheim. Neue Wege verbinden“, freut sich Thiersees Bgm. Rainer Fankhauser.
Die Eröffnung wurde gemeinsam von Abordnungen der MK Hinterthiersee sowie der BMK Unterlangkampfen musikalisch umrahmt.
Das Projekt wurde von den Gemeinden Langkampfen und Thiersee initiiert und wird vom TVB Kufsteinerland unterstützt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf € 160.000,-, davon steuert das Land Tirol € 40.000,- und der TVB Kufsteinerland € 38.400,- bei.


V. l.: Vize-Bgm. Johannes Kaindl, Bgm. Rainer Fankhauser, Bgm. Andreas Ehrenstrasser sowie Hannes Hotter (Waldaufseher Langkampfen)


Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von der MK Hinterthiersee sowie der BMK Unterlangkampfen.

Muttertagskonzert im Kultur Quartier Kufstein

Im Rahmen des städtischen Kulturprogramms der Stadt Kufstein ging am vergangenen Samstag, 9. Mai, das diesjährige Muttertagskonzert im Kultur Quartier über die Bühne. Für besondere musikalische Momente sorgten die „Bläserschlümpfe“ u. a. mit dem eigens komponierten „Bläserschlümpfemuttertagssong“, der Kinderchor und die Jungmusik der LMS Kufstein und Umgebung (Bild) sowie zwei Trompetenensembles.

Schlossbergspiele spielen „Notburga“

Mit „Notburga – die Feierabendheilige“ legt die Autorin Barbara Aschenwald ihr erstes abendfüllendes Theaterstück vor. Die Uraufführung unter der Regie von Markus Völlenklee ist am Freitag, 3. Juli, gespielt wird bis inkl. 7. August  auf der Freilichtbühne am Rattenberger Schlossberg. Auf der Bühne stehen 25 Darsteller, weitere 25 sind im Hintergrund in Technik, Maske, Kostüm und Organisation tätig. Das zentrale Plakatmotiv stammt von der Schwazer Künstlerin Susanne Liner, die künstlerische Leitung der Schlossbergspiele Rattenberg übernimmt erstmals Peter Wolf. 
„Es gibt Leute, die sind so arm, die haben nur Geld. Das war mein Leitsatz für das ganze Stück. Notburga ist für mich eine Protestfigur – im Zentrum steht der Protest gegen die Tatsache, dass man ihr den Feierabend wegnehmen will“, erklärt Aschenwald.
Das Stück führt in eine archaische Bildwelt, in der Geiz, Neid und Habgier Gestalt annehmen und sichtbar werden. Gleichzeitig erzählt es von einer zutiefst menschlichen Erfahrung: dem Gefühl, aus dem Leben gefallen zu sein – und dennoch genau dort zu stehen, wo man sein soll.
Alle Infos, Aufführungstermine und Kartenreservierung unter www.schlossbergspiele-rattenberg.at


Alina Sprenger spielt die Hauptrolle.


Obfrau Claudia Lugger hofft auf Wetterglück.

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