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„Mental Health Day“ stärkt Bewusstsein für psychische Gesundheit an Schulen

Psychische Gesundheit rückt in Tiroler Schulen in den Mittelpunkt. Kürzlich stand die Mittelschule Kitzbühel deshalb ganz im Zeichen dieses Themas: Rund 180 Schulleiter aus den Bezirken Kitzbühel, Kufstein und Lienz folgten der Einladung von Bildungslandesrätin Cornelia Hagele und Bettina Ellinger, Abteilungsleiterin der Bildungsregion Tirol Ost der Bildungsdirektion für Tirol, um sich beim „Mental Health Day“ intensiv mit Resilienz, psychischer Gesundheit und Unterstützungsangeboten für SchülerInnen und Lehrkräfte auseinanderzusetzen.
„Psychische Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiches Lernen und Lehren. Mit Initiativen wie dem ‚Mental Health Day‘ wollen wir unsere Schulen verstärkt für das Thema sensibilisieren. Gleichzeitig investieren wir laufend in verschiedene Präventionsprogramme. Unser Ziel ist es, ein Bildungssystem zu gestalten, das Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte stärkt, unterstützt und ihr Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt“, betonte Hagele.

Gesunde Schule für alle
Präsentiert wurden unter anderem die erfolgreichen Programme „LehrerInnen-Gesundheit: Gestärkt für den Schulalltag“ sowie die „Gesunde Schule Tirol“. Diese richten sich gezielt an die Gesundheit der Schüler und Pädagogen an Tirols Schulen. Die Kooperationsprojekte des Landes Tirol, der Pädagogischen Hochschule Tirol (PH Tirol), der Bildungsdirektion für Tirol, der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), der Kranken- und Unfallfürsorge des Landes Tirol (KUF) und der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB) sind für die teilnehmenden Schulen kostenfrei. Ziel ist es, Belastungen im Schulalltag wirksam zu reduzieren und Gesundheitsförderung im Schulalltag erfolgreich zu verankern. Aktuell tragen insgesamt 93 Schulen in Tirol das Gütesiegel „Gesunde Schule Tirol“ und bereits 137 Schulen setzen das Projekt „Lehrer
Innen-Gesundheit“ aktiv vor Ort um. 

Frühe Unterstützung
Einen Einblick in das Erkennen von Risikogruppen im schulischen Kontext gab der Klinische- und Gesundheitspsychologe Dietmar Kratzer vom Institut für Psychologie der Universität Innsbruck: „Schule ist einer der zentralen Lebensräume von Kindern und Jugendlichen – und damit auch ein Schlüsselort für Prävention. Entscheidend ist, Risikogruppen frühzeitig zu erkennen und Warnsignale ernst zu nehmen. Gleichzeitig dürfen wir den Blick nicht nur auf Problemlagen richten, sondern müssen gezielt Schutzfaktoren und Resilienz stärken. Das bedeutet: Vertrauen, Partizipation, stabile Beziehungen und eine Kultur des achtsamen Aufeinanderschauens aufbauen. Dies zusammen mit guter Vernetzung und dem Wissen, wo Schulen Unterstützung bekommen, können Belastungen früh abgefedert und langfristige negative Entwicklungen verhindert werden.“
Über kostenlose Präventionsprogramme für Schulen informierten das Jugendrotkreuz und die Tiroler Fachstelle für Suchtprävention kontakt&co. Diese werden für Schüler von der Volksschule über die Berufsschule bis hin zur Matura angeboten und setzen sich mit dem Thema mentale Gesundheit in Zusammenhang mit dem Umgang mit Langeweile, Konsumorientierung und Mediennutzung auseinander. Weitere Informationen zu den Schulangeboten von kontakt&co finden sich unter www.kontaktco.at/angebote/schule

Ausbau der Schulpsychologie
Auch die Bildungsdirektion für Tirol setzt einen klaren Schwerpunkt auf psychosoziale Unterstützung. Für das Schuljahr 2026/27 wird die Schulpsychologie an den Pflicht- und weiterführenden Schulen um weitere fünf Stellen aufgestockt. Die Schulpsychologie steht Schülern und Eltern bzw. Erziehungsberechtigten, aber auch Lehrkräften und der Schulleitung kostenlos und vertraulich zur Verfügung. „Mit der Schulpsychologie stärken wir die psychosoziale Versorgung direkt an den Schulstandorten. Unser Anspruch ist es, Hilfe niederschwellig, vertraulich und kostenfrei anzubieten – für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Schulleitungen. Gerade in herausfordernden Zeiten braucht es ein starkes, professionelles Netzwerk direkt am Standort“, so die Bildungslandesrätin. 
Zusätzlich ist die bundesweite Schulpsychologie-Hotline rund um die Uhr unter Tel. 0800/211320 erreichbar. Als Ergänzung steht auch das bundesweite Angebot „Gesund aus der Krise“ zur Verfügung, das Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 21 Jahre eine kostenlose psychologische Behandlung ermöglicht. 


Rund 180 Schulleiter aus den Bezirken Kitzbühel, Kufstein und Lienz nahmen am „Mental Health Day“ teil.
(Foto: Land Tirol)

Hochwasserschutzprojekt in Kufstein erfolgreich abgeschlossen

Nach rund zwei Jahren intensiver Baggerarbeiten im Stauraum des Innkraftwerks Oberaudorf-Ebbs hat Verbund die umfangreichen Hochwasserschutzmaßnahmen in Kufstein erfolgreich abgeschlossen. Mit dem Abtransport der letzten Schute „Feistritz“ am 24. Februar sind die Arbeiten im Inn beendet und die Hochwassersicherheit für die Stadt Kufstein wieder langfristig gewährleistet.

„Mit Abschluss der Nassbaggerung haben wir den Stauraum des Innkraftwerks Oberaudorf-Ebbs so ertüchtigt, dass im gesamten Zuständigkeitsbereich von Verbund Hochwässer ordnungsgemäß abgeführt werden können. Die Stadt Kufstein ist damit wieder gegen ein hundertjährliches Hochwasser geschützt“, erklärt Projektleiter Johannes Wesemann. Insgesamt wurden rund 250.000 Kubikmeter Kies und Schotter aus dem Stauraum entnommen. „Durch permanente Unterhaltsmaßnahmen können wir auch zukünftig den Wiedereintrag von Kies stark verringern. Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten zehn Jahren keine erneute Baggerung durchführen müssen“, so Wesemann weiter.

Komplexe Logistik zu Wasser und zu Land
Die Baggerarbeiten wurden von März 2024 bis Februar 2026 durchgeführt. Im Einsatz waren täglich mindestens sechs Personen zu Wasser auf der kleinen Verbund-Flotte, bestehend aus zwei Transportschuten, einem Ponton für den Bagger und einem Begleitboot.
Das Aushubmaterial wurde regional verarbeitet und wird als Betonzuschlagsstoff sowie für Straßen- und Erdbau weiterverwendet. Bis Ende des Jahres werden der komplette Abtransport des ausgebaggerten Materials, der Rückbau des Zwischenlagers entlang der Inntalautobahn sowie die Wiederherstellung des ursprünglichen Inn-Ufers abgeschlossen sein.

„Feistritz“ kehrt heim
Am 24. Februar wurde die letzte der beiden Schuten aus dem Inn gehoben und der Transport macht sich nun auf den Weg zurück in ihren Heimathafen an der Drau in Kärnten. Die „Feistritz“ ist 44 Meter lang, wiegt 190 Tonnen und musste für den Transport auf Schwerlast-Lkw in vier Rumpfteile zerlegt werden. Steuerhaus und Anbauten wurden abmontiert und einzeln transportiert.
Verbund hat über € 12 Mio. in dieses Hochwasserschutzprojekt investiert.


250.000 Kubikmeter Kies und Schotter wurden aus dem Stauraum entnommen.
(Foto: Verbund)

Fahrverbote müssen zukünftig von Navi-Anbietern berücksichtigt werden

Wenn es auf der Inntalautobahn staut, trifft es nicht nur die Hauptachse, sondern vor allem die Gemeinden entlang der Ausweichrouten. In Kufstein und in der Unteren Schranne erleben viele Anrainer seit Jahren, wie Navigationsdienste Schleichwege durch Ortszentren und Wohngebiete vorschlagen – obwohl behördliche Abfahr- und Durchfahrtsverbote genau das verhindern sollen. Das Problem war bisher, dass Navi-Anbieter temporäre Fahrverbote nicht berücksichtigen mussten. Der Nationalrat hat nun eine Novelle der Straßenverkehrsordnung beschlossen, die genau hier ansetzt: Navidienste müssen künftig auch temporäre Fahrverbote, die zur Verkehrsberuhigung dienen – insbesondere im Tiroler Durchzugsverkehr – künftig korrekt anzeigen.
Für den Unterländer VP-Abgeordneten und Ebbser Vize-Bgm. Sebastian Kolland eine entscheidende Verbesserung: „Besonders für Kufstein und die Gemeinden der Unteren Schranne ist das ein ganz wichtiger Schritt. Unsere Ortszentren sind keine Umleitungsstrecken. Wenn ein Abfahrverbot gilt, muss es auch digital berücksichtigt werden – sonst ist die Maßnahme in der Praxis oft wirkungslos.“
Kolland hofft, dass die Gesetzesänderung nun für spürbare Entlastung sorgt und verhindert, dass bei Staubildung auf der Autobahn reihenweise Autofahrer auf das niederrangige Straßennetz abfahren.  

„Weltenwunder – Wunderwelten“: Neue Ausstellung in der Sparkasse Kufstein

Unter dem Titel „Weltenwunder - Wunderwelten“ stellt die Kundler Künstlerin Brigitte Lindner derzeit in der Sparkasse-Zentrale in Kufstein aus. Vergangenen Donnerstag, 26. März, wurde die Ausstellung von Sparkasse-Vorstandsdirektor Otto Dialer im Beisein zahlreicher Besucher feierlich eröffnet.

Im Rahmen der ersten Vernissage des Jahres kündigte Dialer an, dass die Sparkasse Kufstein ihr Engagement für Kunst- und Ausstellungsförderung künftig noch breiter aufstellt: Erstmals ist die Sparkasse Sponsor- und Kooperationspartner von den drei großen Kunstvereinen „Stadtgalerie dia:log“ (Kufstein), „Galerie am Stadtplatz“ sowie „ARTirol“ (beide Wörgl).
„Farbintensiv, tiefgründig“
Im Alter von 20 Jahren fing Brigitte Lindner an, sich intensiv mit der Malerei auseinanderzusetzen. Seitdem hat sie ihr Repertoire ständig erweitert und weiterentwickelt - wie der ehemalige Direktor der Caritas der Diözese Innsbruck, Georg
Schärmer, in seiner Laudatio ausführte: „Diese Bilder sind voller Seh- und Sehnsucht. Sie zeigen die Heimat in zauberhaften, wunderschönen Landschaften. Farbintensiv und tiefgründig. Wenn ich die Bilder betrachte, denke ich immer an die unvergleichlichen Töne und Melodien von Herbert Pixner. Sie sind revolutionär, einzigartig und mutig.“ Die Ausstellung kann bis 22.  Mai während der Öffnungszeiten in der Sparkasse Kufstein, Oberer Stadtplatz 1, im 3. und 4. Obergeschoss bei freiem Eintritt besichtigt werden.


V. l.: BH Kurt Berek, Laudator Georg Schärmer, Stadtamtsdirektorin Fiona Primus, Künstlerin Brigitte Lindner, Reinhard Waltl (ehem. Sparkasse-Vorstandsdirektor) sowie Sparkasse-Vorstandsdirektor Otto Dialer

Wörgl: Hitziger Gemeinderat mit großem Besucherandrang

Nachdem Bgm. Michael Riedhart (Wörgl Bewegen, ÖVP) die Live-Übertragungen vom Wörgler Gemeinderat mit dem heurigen Jahr eingestellt hat, war der Besucherandrang bei der Sitzung vergangenen Mittwoch, 18. Februar, dementsprechend groß.

Gleich zu Beginn der Sitzung wollte StR. Christian Kovacevic (Liste Hedi Wechner) einen Dringlichkeitsantrag zur Beibehaltung der Live-Übertragungen einbringen – daraufhin erntete der Stadtrat Applaus von den über 30 anwesenden Besuchern. Riedhart verwies allerdings auf den Tagesordnungspunkt „Anträge“, weshalb das Thema zum Schluss der rund vierstündigen Sitzung behandelt wurde. 
Nachdem der Gemeinschaftsantrag der Fraktionen Liste Hedi Wechner, Wir für Wörgl und der Wörgler Grünen schlussendlich eingebracht werden konnte, ortete Riedhart einen Formalfehler und ließ den Antrag nicht zu – es würden Unterschriften einzelner Fraktionsmitglieder fehlen. Daraufhin brachte Vize-Bgm. Roland Ponholzer (Wir für Wörgl) denselben Antrag mündlich als einzelner Mandatar ein. Diesem wurde die Dringlichkeit jedoch nicht zugesprochen (7:14 Stimmen).  
Bereits zuvor hat GR Christopher Lentsch (Freiheitliche Wörgler Liste) einen ähnlichen  Antrag ohne Dringlichkeit eingebracht. Somit werden beide Anträge in einer der nächsten Sitzungen behandelt, die Live-Übertragungen bleiben vorerst ausgesetzt. Riedhart kündigte jedoch an, dass der Sitzungsbeginn zukünftig von 17 auf 18 Uhr verschoben wird.

Haftung für Schwimmbad
Hitzig wurde es zuvor auch beim Antrag auf Übernahme einer Haftung für die Wörgl Schwimmbad GmbH. Die Stadt solle eine Haftung über € 1 Mio. für die Wörgl Schwimmbad GmbH bzw. gegenüber der finanzierenden Bank übernehmen. Für das heurige Jahr wird mit Ausgaben von € 615.000,- für Studien, Gutachten und Planung, € 325.000,- für Archäologie inkl. Grabung sowie mit € 60.000,- für Sonstiges/Reserven gerechnet. Auf Nachfrage von Ponholzer, wofür die Haftung im Detail dienen soll, verwies Riedhart auf den eigens eingerichteten Bäderbeirat. „Wir stimmen über eine Haftung ab. Das hat nichts mit dem Bäderbeirat zu tun“, verlangte Ponholzer weitere Informationen. Auch GR Iris Kahn (Grüne) forderte Antworten: „Es sind wahnsinnig viele Fragen offen, auf die wir nie eine Antwort bekommen. Wir waren im Bäderbeirat und haben dann erfahren, dass es einen großen und einen kleinen Bäderbeirat gibt. Die Entscheidungen wurden ganz woanders getroffen.“ Die Übernahme der Haftung wurde schlussendlich mehrheitlich beschlossen (sechs Gegenstimmen).
Ebenfalls Antworten schuldig blieb Riedhart auf die Frage, was auf dem Wave-Gelände geplant sei. Um eine gewerblich-industrielle Nutzung zu ermöglichen, wurden Änderungen am Örtlichen Raumordnungskonzept sowie am Flächenwidmungsplan mehrheitlich beschlossen. „Für die Nachnutzung werden derzeit Gespräche geführt“, berichtete Riedhart. Auf die Frage, ob auf dem Gelände ein Heizwerk der Stadtwerke Wörgl errichtet werde, verwies der Stadtchef auf Stadtwerke-GF Dr. Klaus Kandler. Dieser war bei der Sitzung jedoch nicht anwesend.


Der Wörgler Gemeinderat war sich bei der jüngsten Gemeinderatssitzung nicht immer einig.

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