Startschuss für Energieprojekt „Synergie“ in KUUSK-Region
In einer Kooperation zwischen dem Regionalmanagement KUUSK und dem Regionalmanagement Kitzbüheler Alpen erfolgte vergangenen Dienstag, 2. Juni, der Startschuss für das Energieprojekt „Synergie“. Ziel ist es, die Energieerzeugung sowie den Energieverbrauch besser aufeinander abzustimmen und vorhandene Potenziale optimal zu nutzen.
„Wir beschäftigen uns im Regionalmanagement schon seit längerer Zeit mit dem Thema. Die Energie ist nicht immer dort, wo sie gebraucht wird“, ist für RM-KUUSK Obmann Bgm. Josef Ritzer das Thema hochinteressant.
Drei Ziele
Das zunächst auf drei Jahre ausgelegte Projekt „Synergie“ verfolgt drei zentrale Ziele: Die Steigerung der lokalen Energieerzeugung, die Erhöhung der Nutzung regionaler Energie sowie die Reduzierung der Energiekosten – vorrangig für Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft. „Wir versuchen, einen optimalen Energieausgleich zu finden und die Energie und Abwärme regional zu verteilen“, erklärt Energieexperte Wolfgang Kreuzer (Projektbegleitung).
Als Grundlage dient eine Energiepotenzialanalyse der Region KUUSK aus dem Jahr 2022. Diese zeigt auf, dass die Region über erhebliche Potenziale im Bereich erneuerbarer Energie verfügt. So besteht z. B. in Ebbs ein Stromerzeugungspotenzial von 60,9 GWh pro Jahr, während der aktuelle Strombedarf bei rund 26,1 GWh liegt.
Testregion in Ebbs
Im Ebbser Gewerbegebiet Kleinfeld startete bereits ein Pilotprojekt: In einem ersten Schritt werden von fünf beteiligten Betrieben – 3Con, Freisinger, Moser, Stock sowie das Hallo du – die Energieflüsse analysiert. Untersucht wird, wann Strom erzeugt und verbraucht wird, wo Lastspitzen auftreten und welche Potenziale für eine gemeinsame Nutzung bestehen. „Zusammen kann man mehr erreichen. Dieses Beispiel kann Schule machen“, freut sich WK-Bezirksobfrau Sonja Altenburger. Auch für die Landwirtschaftskammer ist das Energiemanagement ein Thema: „Wir haben saisonal einen unterschiedlichen Energieverbrauch. U. a. sind die modernen Melk- und Fütterungssystemen energieintensiv“, sieht auch LK-Bezirksobmann LA Michael Jäger das Projekt positiv.
Projektpartner sind das Regionalmanagement KUUSK, das Regionalmanagement Kitzbüheler Alpen, die Landwirtschaftskammer Tirol sowie die Wirtschaftskammer Tirol.
Im nächsten Schritt soll im Gebiet des Regionalmanagements Kitzbüheler Alpen ein weiteres Pilotprojekt eingerichtet werden, um die entwickelten Ansätze unter unterschiedlichen regionalen Rahmenbedingungen zu erproben und weiterzuentwickeln.
Im Rahmen des Leader-Projekts stehen pro Region insgesamt € 90.000,- zur Verfügung.
V. l.: LA Michael Jäger, Bgm. Josef Ritzer, Stefan Heidenberger (3con), Elfriede Klingler (RM Kitzbüheler Alpen), Georg Hörhager (Hallo du), WK-Bezirksobfrau Sonja Altenburger, Daniel Stock (Maschinenbau Stock), Melanie Steinbacher (RM KUUSK) sowie Wolfgang Kreuzer
Tiroler Familienunternehmen feiert 50 Jahre: Unterberger – Automobile, Immobilien, Beteiligungen
Was 1976 mit einem Autohaus und fünf Mitarbeitern begann, ist heute eine der bedeutendsten Unternehmensgruppen in Tirol und darüber hinaus: Die Unterberger Gruppe feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Mit 27 Automobilstandorten, rund 1.000 Mitarbeitern sowie erfolgreichen Standbeinen in den Bereichen Immobilien und Beteiligungen bleibt das Unternehmen trotz seiner Größe fest in Familienhand.
Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von € 561 Mio. Mehr als 10.000 verkaufte Neu- und Gebrauchtwagen machen Unterberger zu einem der größten Autohändler in Österreich und Süddeutschland. Geführt wird das Unternehmen von den geschäftsführenden Gesellschaftern Gerald, Dieter, Fritz jun. und Florian Unterberger gemeinsam mit Geschäftsführer Josef Gruber.
Mitarbeiter im Mittelpunkt
„Wir haben über 1000 Mitarbeiter und keine Personalabteilung, da wir immer nah an den Mitarbeitern sind, unsere Türen stehen immer offen“, sagt Gerald Unterberger. Für Dieter Unterberger steht fest: „An erster Stelle kommen die Mitarbeiter, das gilt heute mehr als je zuvor.“
Dieses Selbstverständnis zeigt sich auch in der Personalpolitik: Überdurchschnittlich viele langjährige Beschäftigte prägen das Unternehmen. Seit der Gründung wurden rund 1.000 Lehrlinge ausgebildet, aktuell sind es 161 in unterschiedlichen technischen und kaufmännischen Berufen. Interne Karrierewege spielen dabei eine zentrale Rolle. „Wenn du bei uns fleißig bist, kannst du es ganz nach oben schaffen. Wir schauen uns immer erst intern um, wenn es um Nachbesetzungen geht“, so Gerald Unterberger.
Auch innerhalb der Unternehmerfamilie wird großer Wert auf Einigkeit gelegt. „Wir stimmen uns ab, es gibt keine internen familiären Diskrepanzen. Zusammenhalt ist wichtig!“, betont Fritz Unterberger jun. Dieter Unterberger ergänzt: „Wenn alles läuft, braucht es keinen Chef, doch wenn es nötig ist, sind wir tagtäglich da.“
Innovation und Investitionen
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die kontinuierliche Modernisierung. Bereits die Gründer Fritz und Helga Unterberger setzten 1976 mit einem Schauraum neue Maßstäbe. Bis heute wurden rund € 115 Mio. in den Ausbau und die Modernisierung der Standorte investiert. Aktuell wird das neue Schauraumkonzept „Retail.Next“ bei BMW und MINI umgesetzt.
Expansion mit Maß
Wachstum ist für die Unterberger Gruppe wichtig, erfolgt jedoch mit Bedacht. „Wir expandieren nicht aggressiv. Sie kommen zu uns, da sie z. B. keine Nachfolger finden. Aber wir würden z. B. nie nach Hamburg gehen, da wir dort nicht präsent wären“, erklärt Fritz jun. Unterberger. Entscheidend seien die Nähe zum bestehenden Standortnetz und ein passendes Markenportfolio. Mit Jahresbeginn wurden zuletzt mehrere Standorte in Bayern übernommen, darunter BMW- und MINI-Betriebe in Mühldorf am Inn und Burghausen. „Wir sind wachstumswillig und -fähig!“, bringt es Dieter Unterberger auf den Punkt.
Starker Immobilienbereich
Neben dem Automobilgeschäft ist Unterberger seit 45 Jahren erfolgreich im Immobiliensektor tätig. Über 100 Projekte wurden realisiert, darunter bekannte Entwicklungen wie der Arkadenplatz in Kufstein oder das Kaiserreich in Kiefersfelden.
Aktuell liegt das Projektvolumen bei rund € 150 Mio. Trotz Herausforderungen durch steigende Kosten und Bürokratie sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt. „Dank unserem vielseitigen Bestandsportfolio können wir vieles kompensieren“, erklärt Florian Unterberger.
Beteiligungen als Wachstumstreiber
Ein weiterer zentraler Baustein sind Beteiligungen: 16 Partnerschaften, vorwiegend in den Bereichen Automobil und Immobilien, tragen zur Weiterentwicklung der Gruppe bei. „Sie sind ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Unternehmens-DNA“, betont Geschäftsführer Josef Gruber.
Stolz auf 50 Jahre Familienbetrieb Unterberger: V. l.: Florian, Fritz jun., Dieter und Gerald Unterberger sowie Josef Gruber
Großprojekt „HorizonQuarter“ in Kirchbichl erreicht nächsten Meilenstein
Mehr als 200 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft folgten am 28. Mai 2026 der Einladung auf die Großbaustelle von Balmung Mecial, dem „HorizonQuarter“. In der nahezu fertiggestellten Logistikhalle Nord wurde im Beisein von Landeshauptmann Anton Mattle ein bedeutender Baufortschritt gefeiert: Während die erste Halle kurz vor der Inbetriebnahme steht, startete zugleich die Umsetzung weiterer Baukörper – insbesondere des rund 55 Meter hohen Bürokomplexes.
Mit dem HorizonQuarter errichtet die international tätige Balmung Medical Gruppe ihr neues Headquarter in Kirchbichl. Künftig werden hier Management, Verwaltung und Logistik gebündelt. Die Logistikhalle Nord dient als Zentrallager, während im Süden ein weiteres Nachschublager entsteht, dessen Fertigstellung für Ende 2026 geplant ist.
Geschäftsführender Gesellschafter Engelbert Leobacher nennt die Gründe für die Standortwahl: „Der Bildungsstand ist in Tirol sehr hoch, die zentrale Lage zum Bahnhof und zur Autobahn, die schöne Landschaft für unsere Mitarbeiter und ich wohne nur 2 Kilometer entfernt.“ Auch Bürgermeister Herbert Rieder zeigt sich erfreut: „Bin sehr stolz, dass sich diese Firma hier angesiedelt hat!“
Landeshauptmann Anton Mattle betonte die Bedeutung des Projekts: „Diese Investition ist ein Zeichen, dass man dem Land Tirol etwas zutraut!“ Gleichzeitig verwies er auf die Stärkung des Life-Science-Standorts Tirol sowie die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze.
Neben der logistischen Nutzung wird das Areal auch als Plattform für Forschung und Entwicklung dienen und einen Beitrag zur Versorgungssicherheit im Gesundheitswesen leisten.
Errichtet wird das Projekt auf dem Gelände der ehemaligen Perlmooser-Zementwerke. Im Zuge eines aufwendigen Rückbaus wurden rund 214.000 Kubikmeter umbauter Raum entfernt. Etwa 120.000 Tonnen Beton konnten vor Ort recycelt und wiederverwendet werden. Für diesen nachhaltigen Ansatz wurde das Projekt mit dem DGNB-Vorzertifikat in Gold ausgezeichnet. Insgesamt sollen über € 110 Mio. investiert werden.
Der Bürokomplex umfasst rund 13.700 Quadratmeter, zusätzlich stehen etwa 3.000 Quadratmeter für externe Unternehmen zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch Gastronomie, Seminarbereiche sowie Mitarbeiterangebote wie Fitness und Kinderbetreuung. In der Endausbaustufe entstehen bis zu 1.000 Arbeitsplätze.
Nach dem Erwerb des Areals 2020 und den Abbrucharbeiten bis 2022 begann 2025 die Bauphase. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für 2028 geplant.
Visualisierung Gesamtprojekt: Das künftige „HorizonQuarter“ in Kirchbichl in der Endausbaustufe. Foto: BlackHorizon Group
V. l: LH Anton Mattle, Simon Mitterer (COO Balmung Medical), Engelbert Leobacher (CEO & Owner Balmung Medical), Bgm. Herbert Rieder, Thomas Meusburger (Geschäftsführer Goldbeck-Rhomberg), Florian Kirchmair (Managing Director BlackHorizon Group)
Bäuerinnen im Mittelpunkt der Bezirkstour der Landwirtschaftskammer
Zum Start der diesjährigen Bezirkstour besuchte die Landwirtschaftskammer passend zum „Internationalen Jahr der Bäuerin“ den von Claudia Anker-Feistl und ihrer Familie geführten Hinterschachnerhof in Niederndorferberg.
Die Landwirtschaftskammer Tirol und die LK Bäuerinnen Tirol nehmen das von den Vereinten Nationen ausgerufene „Internationale Jahr der Bäuerin“ zum Anlass, um die Leistungen der Frauen in der Landwirtschaft verstärkt sichtbar zu machen und inhaltliche Schwerpunkte zu setzen. „Es ist für uns eine einmalige Chance, ein realistisches Bild aufzuzeigen, was wir leisten“, erklärte LK-Vizepräsidentin Helga Brunschmid. Einen wichtigen Beitrag würden die Frauen besonders in der Ernährungssicherheit – u. a. in der Produktion und Veredelung – sowie im wirtschaftlichen Bereich leisten. Darüber hinaus leisten die Frauen einen wesentlichen Beitrag zum familiären Zusammenhalt und zur Erziehung der Kinder. Mit rund 21.500 Frauen bilden die LK Bäuerinnen das größte Frauennetzwerk Tirols, das von Orts- bis auf Bundesebene vernetzt ist. „Wir setzen uns für gute Rahmenbedingungen für Frauen und die Landwirtschaft generell ein. Wir betreiben Bewusstseinsbildung und geben authentische Einblicke in unsere Arbeit. Zugleich entwickeln wir uns gemeinsam weiter“, so Christine Lintner. Die Bezirksbäuerin weist auch auf die bevorstehenden Neuwahlen in der Landwirtschaftskammer hin und möchte besonders Frauen ermutigen, sich einzubringen.
Für Bezirksobmann Michael Jäger ist es wichtig, dass sich die Landwirtschaft weiterentwickelt, um die Höfe langfristig abzusichern: „Maßvolle, gezielte Investitionen sind der Schlüssel, um wettbewerbsfähig und zukunftsfit zu bleiben. Besonders die Digitalisierung bietet großes Potenzial, vor allem zur Entlastung im bürokratischen Bereich.“ Jäger sieht in der fortschreitenden Digitalisierung auch eine Möglichkeit für die Bäuerinnen und Bauern, mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können.
Der Hinterschachnerhof wird seit 2015 von Claudia und Anton Anker-Feistl geführt. Die Familie setzt seit vielen Jahren auf Direktvermarktung, für ihre Qualitätsprodukte wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet.
Im Bezirk Kufstein werden aktuell 1.572 landwirtschaftliche Betriebe bewirtschaftet, rund 20 % davon werden von einer Frau geführt.
V. l.: Bezirksobmann Michael Jäger, das Team vom Hinterschachnerhof: Sandra Baumgartner und Sepp Anker, Claudia und Toni Anker-Feistl, Bezirksbäuerin Christine Lintner, Ortsbauernobmann Andreas Thrainer, Vizepräsidentin Helga Brunschmid, Gebietsobmann Martin Gstir, Bgm. Elisabeth Daxauer und Präsident Josef Hechenberger
Sicherheitsolympiade in Langkampfen endete mit großer Cobra-Vorführung
Die Kindersicherheits-olympiade 2026 in Langkampfen bot am Mittwoch nicht nur spannenden Wettbewerb, sondern auch spektakuläre Einblicke in die Arbeit von Einsatzkräften.
Actionreicher Höhepunkt mit der Cobra
Für staunende Gesichter sorgte vor allem die Vorführung der Sondereinsatzgruppe Cobra: Mit einem gepanzerten Fahrzeug und einem Helikopter demonstrierten die Elitepolizisten eindrucksvoll, wie sie im Ernstfall – etwa bei einem Banküberfall – vorgehen. Besonders spektakulär war der Moment, als sich ein Cobra-Beamter direkt aus dem Helikopter abseilte. Die Vorführung begeisterte nicht nur die teilnehmenden Schüler, sondern auch die zahlreichen Zuschauer aus Langkampfen.
Sicherheit spielerisch lernen
Unter dem Motto „Richtig handeln, wenn es darauf ankommt“ drehte sich beim Landesfinale alles um Sicherheit, Selbstschutz und Zivilcourage. Insgesamt 387 Schüler aus zehn Tiroler Volksschulklassen stellten ihr Können unter Beweis. Aus dem Bezirk nahmen die Kinder der Volksschulen Oberlangkampfen, Angerberg und Kufstein-Zell teil. Auf dem Programm standen praxisnahe Aufgaben wie das richtige Absetzen eines Notrufs, Erste Hilfe sowie ein Löschbewerb.
Titel geht nach Innsbruck
Den Sieg und damit den Titel „Sicherste Klasse Tirols“ sicherte sich die Volksschule Angergasse Innsbruck. Sie wird Tirol beim Bundesfinale am 23. Juni 2026 in Wien vertreten.„Die Kindersicherheitsolympiade vermittelt Kindern auf verständliche und altersgerechte Weise, wie man in schwierigen Situationen richtig reagiert, Hilfe holt und Verantwortung übernimmt. Dieses Wissen kann im Alltag und im Ernstfall von großer Bedeutung sein“, betonte Sicherheits- und Jugendlandesrätin Astrid Mair.
Teamgeist und Praxisnähe im Fokus
Die teilnehmenden Klassen hatten sich bereits im Vorfeld mit kreativen Projekten für das Landesfinale qualifiziert. In Langkampfen konnten sie ihr Wissen nun praktisch anwenden. Neben Geschicklichkeit und Schnelligkeit waren vor allem Aufmerksamkeit, Teamarbeit und richtiges Verhalten in Notfällen gefragt.
Unterstützt wurde die Veranstaltung von zahlreichen Einsatzorganisationen wie Feuerwehr, Rettung, Polizei und Cobra, die den Kindern praxisnahe Einblicke in ihre Arbeit ermöglichten. „Die Begeisterung und der Einsatz, mit dem die Kinder bei der Sache sind, zeigen jedes Jahr aufs Neue, wie wertvoll die Kindersicherheitsolympiade ist – und genau das bleibt nachhaltig in Erinnerung“, so Mair.
Die Schüler mussten bei der Sicherheitsolympiade verschiedene Aufgaben bewältigen.
Foto: Land Tirol
Kurzer Prozess. Die Spezialeinheit Cobra setzte den „Bankräuber“ vor zahlreichen Zuschauern schnell fest.
