Liftausfälle am Bahnhof Kufstein sorgen für Ärger
Immer wieder fällt jener Lift am Bahnhof Kufstein aus, der Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Zugang zum Zeller Steg ermöglicht. Laut ÖBB liegt das Problem in sehr vielen Fällen bei Vandalismus, Bgm. Martin Krumschnabel hofft auf eine langfristige Lösung.
Vandalismus bzw. eine unsachgemäße Nutzung wie z. B. absichtliches, heftiges Hüpfen im Lift sind lt. ÖBB-Pressesprecher Dr. Christoph Gasser-Mair häufig die Ursache dafür, dass am Kufsteiner Bahnhof Lifte auf Störung schalten und ausfallen. Vor Wiederinbetriebnahme muss anschließend alles überprüft werden: „Das dauert eben seine Zeit. Wir trachten natürlich danach, die Ausfallzeiten so kurz wie möglich zu halten“, erklärt Gasser-Mair.
Heftige Kritik daran übt NR Christofer Ranzmaier: „Wer mit Kinderwagen, Rollstuhl, Rollator oder schwerem Gepäck unterwegs ist, muss sich am Kufsteiner Bahnhof offenbar regelmäßig auf böse Überraschungen einstellen. Eine derart wichtige Verkehrsdrehscheibe darf nicht laufend an ihrer grundlegenden Barrierefreiheit scheitern. Betroffenen zufolge sind die Liftanlagen mittlerweile quasi an mehr Tagen außer Betrieb als sie störungsfrei funktionieren.“ Laut Ranzmaier sei nicht nur der Aufzug zum Zeller Steg betroffen, auch Lifte innerhalb des Bahnhofes würden regelmäßig ausfallen.
Alternative für längere Liftausfälle
Bgm. Martin Krumschnabel ist das Problem ebenfalls bekannt, eine einfache Lösung dafür sei aber nicht in Sicht. Für einen barrierefreien Zugang zum Zeller Steg müssten über 9 Meter Höhenunterschied überwunden werden, dafür wäre lt. Krumschnabel ein 200 Meter langer Weg nötig.
„Wir müssen für jene Leute, die auf den Lift angewiesen sind, eine Alternative finden“, erklärt der Stadtchef. Bei zukünftigen, längeren Ausfallzeiten des Aufzuges sei z. B. ein kostenloses Taxi vom Bahnhof Kufstein nach Zell – für Menschen mit eingeschränkter Mobilität – vorstellbar. Dies werde im nächsten Stadtrat diskutiert.
Keine Detailplanungen für neuen Zeller Steg
Für den beabsichtigten Neubau des Zeller Steges liegt lt. ÖBB bereits eine Machbarkeitsstudie vor, die Detailplanungen wurden allerdings noch nicht gestartet. Damit verbunden wären auch zwei neue Aufzüge, was das aktuelle Problem entschärfen würde.
Lt. Krumschnabel wird es vermutlich aber bis zum Jahr 2030 dauern, bis der Zeller Steg erneuert wird. Die Detailplanungen würden mit den Planungen für den Bau eines Parkhauses bei der Park and Ride-Anlage zusammenhängen. Hier sind sich die Stadt Kufstein und die ÖBB allerdings uneins: „Wir sind seit Jahren in Verhandlungen mit der ÖBB, die Zeit wurde aber immer nach hinten verschoben. Wir möchten auch über die Ladestraße eine Zu- und Abfahrt zum Parkhaus. Das würde den Verkehr durch den Ortsteil Zell laut einer Verkehrssimulation halbieren. Diesen Vorschlag lehnt die ÖBB aber ab“, ärgert sich Krumschnabel. Ebenfalls kritisiert der Stadtchef, dass die neue Parkgarage nur Fahrgästen der ÖBB vorbehalten sein soll: „Es wäre eine gute Parkgelegenheit für die Zeller Bevölkerung sowie für Veranstaltungen. Am Abend ist der Parkplatz meistens sowieso leer.“
Der Lift zum Zeller Steg fällt immer wieder aus. Hauptursache dafür ist laut ÖBB häufig Vandalismus.
Kletterhalle Wörgl: Alpenverein zieht sich aus weiteren Gesprächen zurück
Seit 25. Februar ist die Wörgler Kletterhalle geschlossen – die Betreiber schlitterten damals in die Insolvenz. Nach dieser Schließung hat sich die Sektion Wörgl Wildschönau des Österreichischen Alpenvereins für einen Weiterbetrieb eingesetzt und lt. eigenen Angaben viele Gespräche mit dem Eigentümer des Gebäudes, mit Interessenten, sowie auch mit den umliegenden Sektionen des Alpenvereins und dem Hauptverband geführt.
In einer Presseaussendung gab Obmann Harald Ringer jetzt bekannt, dass sich die Sektion Wörgl-Wildschönau des Österreichischen Alpenvereins aus den weiteren Gesprächen bezüglich der Kletterhalle in Wörgl zurückziehen werde. Als Grund gibt Ringer an, dass der letzte interessierte Bewerber die Fortführung der Halle abgelehnt habe. Trotz der Bemühungen des Eigentümers sei eine wirtschaftliche Führung der Kletterhalle an diesem Standort und mit dieser Dimension zu riskant.
„Bedauerlich“
StR. Christian Kovacevic findet den Rückzug aus den Gesprächen des Alpenvereins bedauerlich, aber aufgrund der fehlenden Perspektiven nachvollziehbar. Der Stadtrat übt jedoch scharfe Kritik an Bgm. Michael Riedhart: „Umso ärgerlicher ist im Nachhinein das sorglose und völlig unverantwortliche Versprechen des Bürgermeisters vom Februar 2026, dass die Kletterhalle ohnehin geöffnet bleiben würde. (...) Einfach so etwas versprechen, ohne jegliche Grundlage oder verbindliche Zusagen: das macht man einfach nicht“, so Kovacevic in einer Aussendung.
„Kletterhalle wird wieder aufsperren“
Auf Nachfrage des Kufsteinblick ist Riedhart allerdings nach wie vor davon überzeugt, dass die Kletterhalle wieder aufsperren wird. „Das Insolvenzverfahren steht kurz vor dem Abschluss, in den nächsten Monaten wird es positive Enwicklungen geben“, erklärt der Stadtchef.
Absage für Kletterwände in Schule
In der Aussendung bestätigt Ringer ebenfalls, dass mit dem Direktor einer Schule in Wörgl und dem Hauptverband des ÖAV Gespräche begonnen wurden, um in einer höheren Turnhalle Kletterwände zu errichten. Diese sollen in Folge für den Turnbetrieb, aber auch für Vereine zugänglich gemacht werden.
Diesem Vorschlag erteilt Riedhart eine klare Absage: „Davon weiß ich nichts, mit uns als Eigentümer hat noch niemand gesprochen. Aber unsere Turnhallen sind bereits überbucht. Eine zusätzliche Mehrbelastung kommt nicht in Frage, das wird es so nicht geben.“
Eindrucksvolles Bezirksmusikfest vom Unterinntaler Musikbund
Am 2. August luden die BMK Unterlangkampfen und die MK Hinterthiersee erstmals gemeinsam zum Bezirksmusikfest des Unterinntaler Musikbundes ein.
Rund 1.200 Musikanten aus allen 21 Mitgliedskapellen umrahmten die Feldmesse im Kufsteiner Grenzlandstadion. Anschließend sorgte das traditionelle Gesamtspiel inklusive Tiroler Landeshymne für eine gewaltige Klangwolke in der Festungsstadt.
Unter den Besuchern waren auch LH Anton Mattle und zahlreiche Bürgermeister, die sich von der Feldmesse und dem Gesamtspiel beeindruckt zeigten.
Nach dem Festumzug durch die Kufsteiner Innenstadt übersiedelten Musikanten und Besucher in die Hödnerhof-Arena in Ebbs.
Dort spielten die BMK Oberlangkampfen und die MK Kiefersfelden auf, ehe die „Karolinenfelder“ unter den rund 1.500 Besuchern für ausgelassene Stimmung sorgten. Gegen 19 Uhr mussten sie ihr Konzert wetterbedingt jedoch vorzeitig beenden. Der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch: In der Hödnerhof-Arena wurde noch bis spät in den Abend weitergefeiert.

1.200 Musikanten umrahmten die Feldmesse im Kufsteiner Grenzlandstadion. Foto: Christina Tiefenthaler
In der Hödnerhof-Arena sorgte u. a. die BMK Oberlangkampfen für beste Stimmung. Foto: Katharina Mair
Weitere 47 Mietwohnungen in der Kufsteiner Südtiroler Siedlung übergeben
Die Neugestaltung der Südtiroler Siedlung im Kufsteiner Stadtteil Sparchen schreitet voran: Kürzlich konnte die Neue Heimat Tirol (NHT) 47 weitere Mietwohnungen im Rahmen des dritten Bauabschnittes übergeben. Auch der vierte Bauabschnitt steht kurz vor der Fertigstellung.
Bei der feierlichen Schlüsselübergabe konnte NHT-Geschäftsführer Johannes Tratter gemeinsam mit LH-Stv. Philip Wohlgemuth und Bgm. Martin Krumschnabel 24 Zweizimmer-, 18 Dreizimmer- und fünf Vierzimmer-Wohnungen an die neuen Mieter übergeben. Alle Wohnungen verfügen über großzügige Terrassen bzw. Balkone. Die durchschnittliche Bruttomiete beträgt inkl. Stellplatz sowie Betriebs- und Heizkosten 11,44 Euro pro m2. „Für mich ist es seit 2022 ein ganz wesentliches Ziel, leistbares Wohnen für jeden, der dies will, umzusetzen. Und wir kommen diesem Ziel in Riesenschritten näher“, freut sich Krumschnabel. Vor kurzen seien 1.000 Wohnungssuchende auf der Liste gestanden, jetzt sind es nur noch 300.
Für die 47 neuen Wohnungen zwischen der Sterzinger Straße und der Stuttgarter Straße investierte die NHT insgesamt € 13,4 Mio.
750 neue Wohnungen
Bis dato sind am Areal bereits 241 neue Wohneinheiten fertiggestellt und übergeben worden. Bis 2045 investiert die NHT rund € 210 Mio. in insgesamt ca. 750 neue Wohnungen.
NHT-GF Johannes Tratter (re.) freut sich mit Pfarrer Josef Johann Pletzer, LA Christian Kovacevic, Bgm. Martin Krumschnabel, Architektin Claudia Dorner und Familie Batmaz über die planmäßige Fertigstellung des nächsten Bauabschnitts.
Foto: NHT/Karg
Bruckhäusl stemmt sich gegen nächste Aushubdeponie
Seit September 2025 betreibt die Gubert GmbH neben dem Riederwies Feriendorf im Wörgler Ortsteil Bruckhäusl eine Bodenaushubdeponie. Jetzt hat das Jenbacher Unternehmen in unmittelbarer Nähe um Bewilligung einer weiteren Bodenaushubdeponie angesucht. Dies stößt beim Verein „Bruckhäusl aktiv“ sowie den Anrainern auf massive Kritik.
Durch einen Zufall habe Josef Stöger, einer der Eigentümer eines Chalets im Feriendorf Riederwies, von der Wörgler Amtstafel erfahren, dass die Gubert GmbH um eine weitere Bodenaushubdeponie auf den Feldern rund um den „Grill-Bauern“ angesucht hat. Auf einer Fläche von rund 15.600 m2 soll die Deponie mit einer Kapazität von 85.900 m3 errichtet und drei bis zehn Jahre lang betrieben werden. Doch bereits jetzt ist die Belastung hoch: Die Anrainer beklagen aufgrund der aktuellen Deponie direkt neben dem Feriendorf eine hohe Lärm- und Feinstaubbelastung sowie viel Schwerverkehr auf der einspurigen Straße. Ein Chalet-Besitzer berichtet derzeit von wöchentlichen Einbußen in Höhe von rund € 2.500,- durch Stornierungen. Zudem hätten im Feriendorf Dreharbeiten für die Erfolgsserie „Der Bergdoktor“ stattfinden sollen, die aufgrund der bestehenden Deponie jedoch abgesagt wurden.
Hohe Belastung für Bevölkerung
„Der Ort hat schon Jahrzehnte gelitten, und es hört nie auf“, beklagt Thomas Gasteiger, Obmann der Bürgerinitiative „Bruckhäusl aktiv“. Neben der bestehenden und der neu geplanten Bodenaushubdeponie betreibt die Firma Strabag am nahe gelegenen Riederberg eine weitere Aushubdeponie. Zudem seien die Auswirkungen der im Jahr 2007 stillgelegten Faulgasdeponie im selben Ortsteil noch immer spürbar.
Vereinfachtes Verfahren
Die neu geplante Deponie mit einem Schüttvolumen von 85.900 m3 ist von der Bezirkshauptmannschaft nach dem vereinfachten Verfahren zu genehmigen (unter 100.000 m3). Daher haben weder die Anrainer noch die Gemeinde eine Parteienstellung. Mit letzterer wollen die Anrainer sowie die Bürgerinitiative noch in Kontakt treten. Aufgrund der bereits hohen Belastung durch bestehende Deponien wird für die neue Deponie eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gefordert.
In Bruckhäusl ist eine weitere Deponie mit einer Kapazität von 85.900 m3 geplant.
Die Anrainer und der Verein „Bruckäusl aktiv“ bei einem Lokalaugenschein beim Feriendorf Riederwies.
