Bühne frei für große Leistungen: Galaabend für Kufsteins beste Sportler
Die Stadt Kufstein lud am 24. April in die Kufstein Arena, um in einem festlichen Ambiente ihre Sportler für ausgezeichnete Leistungen zu ehren.
Bgm. Martin Krumschnabel und Sportreferent Thomas Krimbacher gratulierten Österreichischen Meistern, Tiroler Meistern, Mannschaftsmeistern sowie weiteren Einzelsportlern und Mannschaften für ihre außergewöhnlichen Leistungen im Jahr 2025. „Kufstein ist natürlich stolz auf alle, die Sport betreiben. Wir ehren heute jene, die sich an Wettkämpfe wagen und dabei großartige Erfolge feiern. Egal, ob im Einzelsport oder in der Mannschaft – diese Leistungen verdienen Anerkennung“, erklärte Krumschnabel. Der Stadtchef als auch Krimbacher hoben ebenfalls Eltern, Betreuer, Unterstützer und die Sportveranstalter hervor, ohne deren Unterstützung im Hintergrund solche Leistungen nicht möglich wären.
Durch den Abend führte Moderator Sebastian Kaufmann, der als ersten Showact den Judoclub Kufstein begrüßte. Ebenfalls für Begeisterung sorgte eine weitere Showeinlage von der Einradfahrerin Anna Huber.
Bei zwei Auszeichnungen durfte das Publikum mittels Live-Voting dann mitentscheiden: Zum „Sportevent des Jahres 2025“ wurde der Soda Zitron Nightrun des Thenex Runclub, zum „Sportler des Jahres“ der Fußballer Loris Husic gewählt.
V. l.: Bgm. Martin Krumschnabel, die österreichischen Meister Paul Koller, Jasmin Kitzbichler und Anna Schneeberger sowie Sportreferent Thomas Krimbacher 
Ebenfalls einen österreichischen Meistertitel holten sich Christian Drexl, Alessia Weyler und Emma Frey (v. l.)
Gerüchte und Fakten: So steht es um den Umbau des Hechtsee-Restaurants
In den letzten Tagen sorgten Meldungen in den Sozialen Netzwerken für Aufregung. Auch die Opposition sparte nicht mit Kritik. Der geplante Umbau des Restaurants am Hechtsee sei abgesagt, Küche und Inventar demontiert, Fenster herausgerissen. Bgm. Mag. Martin Krumschnabel entkräftet in einer Aussendung diese Gerüchte energisch – alles sei unzutreffend. Die Stadt habe nichts angerührt; Küche und Inventar sind vollständig vorhanden.
Nach Auslaufen des letzten Pachtvertrags schrieb die Stadt Kufstein die Pacht europaweit aus – ohne Erfolg, kein einziger Interessent habe sich gemeldet. Ein Betrieb durch die Festung Kufstein GmbH scheiterte an Arbeitssicherheit und Gewerberecht: Zu niedrige Raumhöhen in der Küche und defekte Lüftung erfordern Sanierungen. Da Altbausanierungen teuer sind, stellte der Gemeinderat einen Wettbewerb für Neubaupläne mit € 2,5 Mio. netto Preisdeckel aus.
Das Siegerprojekt hielt sich fachlich im Rahmen, doch statische Prüfungen ergaben Machbarkeitsprobleme. Der Architekt sah die Grenze überschritten und entwickelte eine Sanierungsalternative für € 2,7 Mio. netto.
Der Bürgermeister ließ zusätzlich prüfen, ob die Liegenschaft in die Festung GmbH eingebracht werden könnte – ohne städtische Kosten. Die rechtlichen Gutachten fielen positiv aus.
Drei Varianten
Am Montag wurden dem Stadtrat drei Optionen vorgestellt (nach Redaktionsschluss): Neubau oder Sanierung mit späterer Verpachtung – oder Neubau via Festung Kufstein GmbH.
Krumschnabel favorisiert Letzteres: „Diese Variante ist noch einmal rund € 500.000,- günstiger ist als die Sanierung, weil ihr ein anderes Konzept zu Grunde liegt und die Stadt Kufstein dafür keine Kosten aufwenden müsste.“ Bei dieser Variante könnte das Restaurant nächsten Sommer öffnen.
Diskussionen sind immer willkommen, aber bitte keine Falschmeldungen, die verunsichern, betont Krumschnabel, „Die Stadt war in den letzten Monaten nicht untätig, sondern wir haben weitere Varianten erarbeiten lassen, die nunmehr dem Gemeinderat bei der Sitzung am Mittwoch, 29. April, zur Entscheidungsfindung präsentiert werden.“
(Foto: Alexander Pierzinger)
TVB-Geschäftsführerin Sabine Mair verabschiedet sich in den Ruhestand
Insgesamt 28 Jahre war Sabine Mair für den TVB Kufsteinerland tätig – zuerst 24 Jahre als stellvertretende Geschäftsführerin und seit Oktober 2022 als alleinige Geschäftsführerin. Vergangenen Donnerstag, 23. April, verabschiedete sich Mair in den wohlverdienten Ruhestand.
Bereits kurz nach dem Start als Counter-Mitarbeiterin im damaligen TVB-Büro Kufstein stieg Mair im Unternehmen zur stellvertretenden Geschäftsführerin auf.
Besonders stolz blickt die Kufsteinerin auf die gelungene Fusion im Jahr 2005 zurück: Als Hauptverantwortliche für Finanzen und Infrastruktur war Mair maßgeblich an der Zusammenführung von acht Orten zum damaligen „Ferienland Kufstein“ beteiligt. Mit der Fusion sei es gelungen, Konkurrenzdenken abzubauen und einen wertschätzenden Umgang miteinander zu fördern.
„Der Zusammenhalt zwischen den Destinationen sowie ein offener Austausch auf kollegialer, freundschaftlicher Basis wurde dadurch ermöglicht“, erklärt Mair.
Mehr als Zimmervermittlung
In den vergangenen 30 Jahren hat sich das Aufgabenprofil von Tourismusverbänden deutlich erweitert.
„Früher standen Gästewerbung, Information und Zimmervermittlung im Mittelpunkt, heute geht es um Sichtbarkeit, Vermarktung und strategische Destinationsentwicklung.
Die Zimmervermittlung ist heute – auch durch die Digitalisierung – nur noch ein Teil eines wesentlich breiteren Aufgabenfeldes, weiß Mair.
Aufstieg in die Geschäftsführung
Während ihrer Zeit als stellvertretende Geschäftsführerin übernahm Mair bereits öfters die interimistische Leitung vom TVB Kufsteinerland – im Oktober 2022 wurde sie schließlich zur Geschäftsführerin bestellt. Zu den größten Herausforderungen zählten der teilweise Neuaufbau des Teams nach der Pandemie sowie die rasch fortschreitende Digitalisierung.
Als letztes großes Projekt zeichnete sich Mair für die Vorbewerbung zur europäischen Kulturhauptstadt verantwortlich: „Wir würden gerne für das Bundesland Tirol antreten. Die Entscheidung liegt jetzt beim Landeshauptmann.“
In der Pension möchte Mair nun mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen – trotzdem wird sie mit dem TVB im Austausch bleiben: „Dafür ist mir der TVB viel zu wichtig. Der Verband ist für mich eine Herzensangelegenheit.“
Seit 13. April liegt die Geschäftsführung des TVB Kufsteinerland in den Händen von Michael Weiß, der Sabine Mair nachfolgt.

Sabine Mair
(Foto: TVB Kufsteinerland/Jureczko)
Wieder Ärger um Parkplatzstrafe beim M‑Preis Langkampfen: Belgische Urlauber fühlen sich unfair behandelt
Seit mehr als fünf Jahrzehnten verbringen Linda und Roland Blerick‑Bytebier aus Belgien ihren Winterurlaub in Tirol – zwei Wochen Erholung, gute Küche und bei der Rückfahrt ein Frühstück beim M‑Preis in Langkampfen gehören für sie längst dazu. Doch diesen Februar wurde der gewohnte Start in den Urlaub zur teuren Überraschung: Eine Parkplatzstrafe von € 87,- flatterte Wochen später ins Haus.
„Wir waren früh morgens gegen sechs Uhr da, der Parkplatz war leer und es regnete in Strömen. Da das Baguette noch nicht geöffnet hatte, haben wir noch etwas im Auto geschlafen und später gefrühstückt und beim M-Preis eingekauft“, schildert das Ehepaar. Erst mit dem schriftlichen Bescheid erfuhren sie, dass auf dem Areal eine digitale Parkraumüberwachung aktiv ist – mit einer maximalen kostenlosen Parkdauer von 1,5 Stunden während der Öffnungszeiten.
Nach Reklamation bot der M‑Preis‑Kundenservice eine Reduzierung der Strafe um € 50,-, der verbleibende Betrag von 37 Euro solle „laut Vertrag mit dem Betreiber ParkDepot“ trotzdem überwiesen werden. Eine vollständige Stornierung sei nicht möglich, da die Regelungen durch sichtbare Schilder klar ausgewiesen seien.
M-Preis verweist auf Hinweisschilder
In der offiziellen Stellungnahme verweist M‑Preis auf die Hinweisschilder an der Einfahrt und auf dem Gelände: „Unsere Kundenparkplätze stehen während der Öffnungszeiten für die Dauer des Einkaufs (max. 1,5 Stunden) kostenlos zur Verfügung. Die Kontrolle erfolgt digital über ein Kennzeichenscanner‑System. Regelkonforme Parkvorgänge werden nach spätestens 48 Stunden gelöscht.“
Außerhalb der Öffnungszeiten gelte ein absolutes Halteverbot mit 30‑Minuten‑Toleranz, etwa für Bankomat‑ oder Automatenbesuche. Wer länger bleiben möchte, könne während der Öffnungszeiten im Baguette‑Café den QR‑Code zur Verlängerung der Parkzeit auf bis zu drei Stunden nutzen.
Für Familie Blerick‑Bytebier ist das dennoch kein zufriedenstellender Service: „Im Dunkel und Regen haben wir die Schilder nicht gesehen – und im Baguette war kein Hinweis. In Belgien oder Frankreich gibt es solche Strafen nirgends“, sagt das Ehepaar, das die Zahlung verweigert und einen „unfreundlichen Umgang mit langjährigen Touristen“ beklagt.
Gerade im Tiroler Unterland, wo viele Wintergäste Jahr für Jahr wiederkehren, sorgt das Thema digitale Parküberwachung zunehmend für Diskussionen. Neben dem Ziel, Missbrauch und Dauerparker zu verhindern, steht die Frage im Raum, wie touristenfreundlich und transparent solche Systeme umgesetzt sind – besonders wenn sie in Dunkelheit, bei Regen oder außerhalb der Öffnungszeiten kaum erkennbar bleiben.

Ein belgisches Touristen-Ehepaar erhielt eine Strafe, nachdem sie auf dem Parkplatz des M-Preis Langkampfen auf die Öffnung des Baguettes gewartet hatten.
Bücherei Thiersee freut sich über besonderen Gewinn
Die Bücherei im Thierseer Bildungszentrum darf sich über neuen Lesestoff freuen: Bei einer Verlosung des Kufsteinblick gewann die ehrenamtliche Leiterin Sandra Adolph die sechsteilige „Green Valley“-Reihe von Lilly Lucas.
Bei der Gewinnübergabe stellte der Kufsteinblick zusätzlich weitere Bücher zur Verfügung und unterstützt damit den Ausbau des Bestands.

Sandra Adolph, ehrenamtliche Leiterin der Bibliothek, freute sich über den Gewinn.
