Mithilfe von Augmented Reality (AR) Printprodukte zum Leben erwecken  - diese zukunftsweisende Technologie hat die Kufsteiner Full-Service-Agentur ofp kommunikation ab sofort in ihrem umfangreichen Leistungsspektrum. Der TVB Kufsteinerland geht mit dem Momente-Magazin voraus und macht gemeinsam mit der Agentur die Drucksorte virtuell erlebbar.

Im Gegensatz zur Virtual Reality (VR), in der man komplett in eine virtuelle Welt eintaucht, wird bei Augmented Reality die Realität um digitale Elemente erweitert. „Der Fokus bleibt im Realen, wird aber durch Information und Unterhaltung angereichert. Wir verbinden digitale Elemente mit der realen Welt“, erklärt der Geschäftsführer der ofp kommunikation, Thomas Oberhuber die Vorteile von AR gegenüber VR.
Um diese Technologie nutzen zu können, ist keine VR-Brille oder etwa ein spezieller Raum notwendig, lediglich eine eigens dafür entwickelte App muss auf das Handy oder das Tablet heruntergeladen werden. Die offlinefähige, mobile App  wurde von der Firma „Vitamin D - Digital Design & Development Dolar GmbH“ entwickelt, gemeinsam mit der ofp kommunikation wurden rund € 200.000,- in „Livi AR“ investiert. „Mit der neuen App haben wir eine wirtschaftlich attraktive und vielseitig anwendbare Lösung geschaffen. Egal ob für Printprodukte wie Magazine, für Messen oder Showrooms, Produktvorstellungen, Kultureinrichtungen oder Erlebniswege – mit AR schaffen wir überzeugende Markenerlebnisse“, ist Oberhuber überzeugt.

TVB Kufsteinerland geht voran
Erstmals nutzen können die neue App „Livi AR“ die Leser des neuen Momente-Magazins, welches in Kooperation mit dem TVB Kufsteinerland zweimal jährlich erscheint. „Wir haben im Momente-Magazin darauf geachtet, dass sich Text, Video und Bild ergänzen. Die große Kunst ist eigentlich, dass AR die Geschichte erweitert“, beschreibt die Redaktionsleiterin der ofp kommunikation, Lisa Huber. In der Sommerausgabe sind neben Reportagen und Bildern aus der Region bereits digitale Inhalte (Videos, 360°-Aufnahmen und Audiobeiträge) zu finden. Um die interaktiven Beiträge zu sehen, kann die App kostenlos im App-Store sowie im Google Play Store heruntergeladen werden. „Für uns ist es wichtig, die Lebenskultur der Menschen auf den Punkt zu bringen. Ohne auf das haptische Magazin verzichten zu müssen, kann man nun noch tiefer in unsere Region eintauchen. Es geht darum, das Erleben des Lesens auf eine zweite Ebene zu bringen“, so der Geschäftsführer vom TVB Kufsteinerland, André Lomsky. „Für uns ist es sehr wichtig, dass wir das, was im Kufsteinerland wirklich passiert, jetzt auch digital ausspielen können“, freut sich TVB-Obmann Georg Hörhager.

Große Nachfrage
Das Interesse sei lt. Oberhuber nicht nur beim TVB Kufsteinerland, sondern auch bei anderen Kunden sehr groß: „Wir arbeiten bereits an mehreren Projekten. Vom Konzept über die Produktion bis hin zur laufenden Wartung der App kümmern wir uns dabei um den gesamten Prozess rund um Augmented Reality-Erlebnisse.“ Am Standort der Agentur wurde deshalb auch ein Greenscreen-Studio installiert.
Mehr Infos unter www.livi-app.at und unter www.ofp-kommunikation.at/augmented-reality

V. l.:  Thomas Oberhuber (GF ofp kommunikation), André Lomsky (GF TVB Kufsteinerland), Georg Hörhager (Obmann TVB Kufsteinerland) und Christoph Dolar (GF von Vitamin D)

Eigentlich ist der Kindergarten im Seitentrakt des Altenwohnheimes Zell schon beschlossene Sache: Der Kufsteiner Gemeinderat hat nicht nur dem Projekt selbst, sondern auch der Umwidmung zugestimmt. Auch die Tiroler Landesregierung hat den Plänen für einen Kindergarten bereits freigegeben.
Doch durch Einsprüche kommt die Angelegenheit nun nochmal auf die Tagesordnung des Gemeinderates - und nach der Wahl entscheiden nicht nur viele neue Gemeinderäte über das Projekt, es sind auch Fraktionen neu hinzugekommen (MFG und FPÖ), die bei der ursprünglichen Abstimmung noch nicht dabei waren.
Dabei geht es um eine Grundsatzentscheidung: Will man in den freistehenden Räumlichkeiten, die aufgrund fehlender Pflegekräfte nicht belegt werden können, einen Kindergarten oder betreutes Wohnen. Im zweiten Fall müssten die Zeller Kinder auf die restlichen Kindergärten in Kufstein verteilt werden.
Bgm. Martin Krumschnabel lud alle Interessierten am Montag, 4. April, ein, sich das Projekt vor Ort anzusehen. Neben zahlreicher Gemeinderäte kamen auch Vertreter des Seniorenrates, die sich für betreutes Wohnen aussprechen.
Waltraud Berger las die Wünsche und Forderungen des Seniorenrates vor, dass der Trakt des Altersheimes nicht für einen Kindergarten, sondern für Zimmer für betreutes Wohnen, einer Alters-WG oder für die Tagespflege verwendet werden sollen.
Bgm. Krumschnabel widersprach, dass betreutes Wohnen im Anschluss eines Altenwohnheimes stattfinden müsste und beschwerte sich, dass diese Fehlinformation ständig wiederholt wird. Daraufhin verließ Berger ohne weitere Diskussion die Versammlung.  
„Ich möchte, wenn ich alt bin und mein Haus verlassen muss, in einer schönen Wohnung leben, wo jemand da ist, der mir hilft, wenn ich es brauche. Wir brauchen in jedem Stadtteil solche Wohnungen. Ins Altersheim gehe ich, wenn das nicht mehr möglich ist,“ so Krumschnabel.
Für die anwesenden Gemeinderäte brachte das Treffen noch keine klare Richtung, wie sie entscheiden werden. Während Grüne, MFG und GKL noch weitere Informationen brauchen, wollen andere die Sachlage innerhalb der Fraktion besprechen. Am 27. April wird es bei der Gemeinderatssitzung zu einer entgültigen Entscheidung kommen, ob man sich für diesen Standort für betreutes Wohnen oder für einen Kindergarten entscheidet.



Waltraud Berger vom Seniorenrat las von einem Zettel die Forderungen und Wünsche des Seniorenrates vor. Nachdem Bgm. Martin Krumschnabel die Aussagen als nicht richtig bezeichnete, verließ Berger die Versammlung.

Seit 2005 wählen die „Qualität Tirol“ Gärtner die Blume des Jahres. Heuer entschieden sich die 19 Gärtnereien für die Petunia „Vista Bubblegum“ mit dem farbenfrohen Namen „Pink Janine“. Vergangenen Mittwoch, 6. April, wurde die Blume des Jahres im Blumenhaus Gwiggner in Wörgl präsentiert.

Die wetterfeste Petunie zeichnet sich besonders durch ihre hohe Robustheit gegenüber Hitze- und Wetterereignissen aus und fühlt sich vor allem an sonnigen bis halbschattigen Plätzen wohl. Dazu ist „Pink Janine“ eine unermüdliche Dauerblüherin in verschiedenen Pinktönen, überzeugt mit toller Fernwirkung und hat einen flachen, langen Wuchs bis tief in den Herbst hinein. Gesetzt werden kann sie in gemischten Balkonkisten, im Blumenbeet auf freien Flächen, aber auch in großen Töpfen auf der Terrasse und dem Balkon fühlt sich die Petunie wohl.
Eine Blumenpatin wurde mit der erfolgreichen Skeletonpilotin Janine Flock auch schnell gefunden: „Ich finde, dass die Patenschaft in Kombination mit meinen sportlichen Ansprüchen ideal zusammenpasst und sich die Eigenschaften der Blume mit den Gegebenheiten meiner Aktivitäten perfekt ergänzen.“

Pflege und Standort
Petunien bevorzugen generell einen nährstoffreichen Standort mit einem niedrigen pH-Wert, daher empfiehlt sich die Verwendung spezieller Petunienerden. „Schon beim Einpflanzen sollte man auf einen Langzeitdünger, wie den Tiroler Schofwolldünger zurückgreifen, um die Pflanze bestens mit Nährstoffen zu versorgen. Anschließendes regelmäßiges Gießen und Nachdüngen garantiert die Blütenpracht“, erklärt „Qualität Tirol“ Gärtner Walter Gwiggner und gibt noch einen Tipp: „Sollte das Gießwasser kalkhaltig sein, am besten die Petunie regelmäßig mit einem Eisendünger düngen oder zum Gießen generell Regenwasser verwenden.“
Gesetzt werden soll die „Pink Janine“ am besten nach den Eisheiligen (11. bis 15. Mai).
Die Blume des Jahres „Pink Janine“ ist bei allen „Qualität Tirol“ Gärtnern erhältlich, im Bezirk Kufstein beim Blumenhaus Gwiggner in Wörgl sowie bei der Gärtnerei De Vlieger in Söll.
Ein Teil des Verkaufserlöses wird an die Krebshilfe Tirol gespendet.

V. l.: Walter Gwiggner (Blumenhaus Gwiggner, Wörgl), Peter Pfeifer (Obmann Tiroler Gärtner), Janine Flock (Skeletonpilotin)  und Matthias Pöschl (GF AMTirol)

Nach 100 Jahren wurde erstmals die Textfassung über das Leben und Leiden Jesu Christi bei den Passionsspielen Thiersee verändert. Passend dazu wurde auch die Musik neu komponiert sowie ein neues Bühnenbild geschaffen.

Nicht nur anders, sondern komplett neu gelangt das Mysterienspiel zwischen 12. Juni und 2. Oktober im Passionsspielhaus Thiersee insgesamt 25 mal zur Aufführung. Die 250 Mitwirkenden proben derzeit abwechselnd an sechs Tagen in der Woche, mit den rd. 40 Thierseern im Hintergrund (Technik, Maske, etc.) wirken insgesamt ca. 10 % der Dorfbewohner an der Produktion mit. „Es ist der Zusammenhalt aller Mitwirkenden, der die Passionsspiele auszeichnet. Meist genügt nach fünf Jahren Pause ein Anruf“, freut sich der Obmann des Passionsspielvereins und zugleich Jesus-Darsteller, Michael Juffinger, über das Engagement der Thierseer.

Komplette Neufassung
Sehr traditionell, modern und zeitgemäß bezeichnet Obmann-Stv. Hans Kröll die Neufassung: „Es geht darum, mit der Zeit zu gehen und dem Zuschauer etwas Neues zu bieten.“ Der Südtiroler Schriftsteller Toni Bernhart verfasste eine neue Textfassung, in enger Abstimmung mit dem Regisseur Norbert Mladek komponierte und arrangierte passend dazu Josef Pirchmoser die komplette Musik. Selbstredend, dass der langjährige Kapellmeister wie bereits vor sechs Jahren auch die musikalische Leitung inne hat. „Wir haben ab den ersten Zeilen zusammengearbeitet. Die Musik geht auf das Stück und den Text ein“, definiert Pirchmoser sein Engagement als ehrenvolle Aufgabe. Die Chorleitung (49 Mitglieder) übernimmt Birgit Kröll.
Das neue Bühnenbild hat zwei Ansprüchen gerecht zu werden: Es soll ein integraler Bestandteil des Passionsspielhauses sein und zugleich den Grundgedanken, also die Entstehung des Christentums aus dem Judentum, transportieren. „Zu diesem Zwecke wurden die sich im Zuschauerraum befindlichen Stephans-Bögen als perspektivische Erweiterung in den vorderen Bühnenbereich integriert, um daraus das Portal einer christlichen Kathedrale zu kreieren. Der Davidstern als Hauptspielfläche symbolisiert das Judentum, welches als ‚Steinbruch‘ zur Entstehung des Christentums einen grundlegenden Beitrag geleistet hat“, beschreibt Mladek seine künstlerischen Beweggründe.

Drei Jesusdarsteller
Die Hauptrolle wird gleich von drei Darstellern besetzt: Michael Juffinger und Christian Juffinger, die bereits im Jahr 2016 in dieser Rolle zu sehen waren, werden um den zwölfjährigen Leo Lamprecht ergänzt. Gemeinsam stellen sie  Jesus Christus in verschiedenen Lebensphasen dar. Dabei tauschen Michael und Christian mit jeder Vorstellung die Rollen, sodass z. B. bei einem Ausfall einer beide Rollen übernehmen kann. Auch ein junger und ein alter Teufel wird auf der Bühne stehen.
Es gibt Szenen und Charaktere, die so bis dato auf der Bühne noch nicht existiert haben, aber natürlich in den biblischen Texten zu finden sind. „Es hat sich vieles verändert. Gleichgeblieben ist, dass es keine Passion der Effekte, sondern eine Passion der Emotionen ist“, betont Mladek.
Weitere Informationen und Tickets finden Sie unter www.passionsspiele-thiersee.at

V. l.: Josef Pirchmoser (Komponist, musikalischer Leiter), Norbert Mladek (Regisseur), die beiden Jesusdarsteller Michael und Christian Juffinger sowie Obmann-Stv. Hans Kröll

Der Antrag zur Jahresrechnung 2021 stand im Mittelpunkt der Wörgler Gemeinderatssitzung vergangenen Dienstag, 5. April, im Komma Wörgl.

Der letzte Entwurf des Jahresabschlusses der Gemeinderatsperiode 2016 bis 2022 ist sehr erfreulich: Die Rücklagen blieben im Vergleich zum Vorjahr beinahe unverändert, die Barguthaben konnten um € 2.014.000,- auf € 14.501.000,- erhöht werden. Trotzdem konnten die Höhe der Kredite/Darlehen um € 1.210.000,- verringert und der Verschuldungsgrad um 4,69 % auf 18,16 % gesenkt werden. Im Fünf-Jahres-Vergleich sank der Verschuldungsgrad der Stadt Wörgl von 30,21 % um 12,05 %. Der Anstieg der Barguthaben in den letzten fünf Jahren um € 5,4 Mio. übersteigt trotz Neubau des Feuerwehrhauses (€ 6,18 Mio.) und der Landesmusikschule (€ 5,96 Mio.) sowie zahlreiche Investitionen in Straßen und Radwegen (€ 6,77 Mio.) den Anstieg der Verschuldung (+ € 4,3 Mio.).
„Wörgl hat pro Kopf liquide Mittel von ca. € 1.000,-. Der Durchschnitt in Tirol liegt bei knapp € 500,-. Wörgl hat genug Geld, um entsprechende Investitionen für die Bürger zu tätigen. Wir haben es in den letzten Jahren so erlebt, dass teilweise kaputtgespart wurde - siehe Wave. Ich bin der Meinung, dass es einen Investitionsplan braucht“, erklärt Vize-Bgm. Roland Ponholzer (Wir für Wörgl).
„Es sind liquide Mittel vorhanden, die Stadtgemeinde Wörgl steht auf sehr soliden Beinen. Aber man darf jetzt nicht den Fehler machen, zu sagen, dass wir im Geld schwimmen und zu viele Mittel haben. Ich warne davor, jetzt übermütig zu werden. Man braucht das Geld jetzt nicht mit beiden Händen zum Fenster hinaus zu  werfen“, so StR. Christian Kovacevic (Liste Hedi Wechner). „Von einem Totsparen kann nicht die Rede sein. Wir haben sehr viele Investitionen getätigt. Dieser Jahresabschluss zeugt davon, dass in den letzten Jahren gut gearbeitet worden ist“, ergänzt GR Herbert Pertl (Liste Hedi Wechner).

Enthaltungen
Vize-Bgm. Ponholzer kritisierte einen mangelnden Informationsfluss und könne aufgrund dessen dem Jahresabschluss mit seiner Fraktion nicht zustimmen: „Es sind € 970.000,- für die Wergel AG drin, wir würden dieses Thema gerne im Gemeinderat diskutieren. Seit letzen Mittwoch versuche ich, entsprechende Informationen zu bekommen. Mir wurde mitgeteilt, dass ich diese Unterlagen nicht bekomme, weil man von der Stadtamtsdirektion angeblich nicht weiß, welche Unterlagen man uns geben darf und kann und welche nicht.“
Diesen Vorwurf wies Stadtamtsdirektor Philipp Ostermann-Binder ganz deutlich zurück: „Es gibt im gesamten Aktenvermerk kein einziges Thema, dass in irgendeinem Zusammenhang mit der Jahresrechnung stehen würde. Es gibt eine Reihe von Wünschen, sich ausgelagerte Firmen im Detail anzuschauen. Hier wurden Unterlagen angefordert. Aber wir müssen schon prüfen, ob eine entsprechende Herausgabe von Unterlagen von selbstständigen Unternehmen zulässig ist, weil die TGO das nicht vorsieht.“
Bei der Abstimmung enthielten sich neben der Liste „Wir für Wörgl“ auch die Wörgler Grünen: „Wir haben noch einige Fragen zur Wergel AG. Für uns ist dies ein undurchsichtiges Konstrukt“, begründet GR Iris Kahn die Entscheidung.

Pressestelle aufgelöst
Einen Tag vor der Gemeinderatssitzung beschloss der Wörgler Stadtrat, den Dienstposten der Pressestelle, welchen bisher Andreas Madersbacher inne hatte, ersatzlos aufzulösen, da er in der Organisation des Amtes nicht mehr benötigt werde. Im Stadtrat hat Bgm. Michael Riedhart mit seiner Liste „Wörgl bewegen“ eine klare Mehrheit (vier von sechs Stimmen).