Die Smart Engineering GmbH in Reith im Alp-bachtal entwickelt Gesamtlösungen für hochwertige, innovative und smarte Planungen für alle Gebäudearten mit dem Fokus auf erneuerbaren Energien. Das eigene Büro- und Wohngebäude wird zum Musterhaus inkl. Technik-Showroom.

Ganz nach dem Motto „Raus aus dem fossilen Gas – raus aus dem Öl – CO2 sparen – Energie sparen“ entsteht in Reith im Alpbachtal das neue Büro- und Wohnhaus mit einer Wohnnutzfläche von 229 m2 sowie einer Bürofläche von 146 m2 für bis zu zehn Mitarbeiter. Verbaut werden ca. 20 m2 Solarpanele, 238 m2 Erdsolespeicher, eine Luft-Wärmepumpe mit 10 KW sowie eine Sole-Wasser Wärmepumpe mit 12 KW. Ergänzt wird das System durch eine Photovoltaik-Anlage mit 14 kWp. „Mit dem Bau unseres neuen Büro- und Wohngebäudes wollen wir moderne Arbeitswelten für unsere Mitarbeiter schaffen und mit dem neuesten Stand der Technik für nachhaltige Effekte sorgen“, erklärt Stefan Zeiler, Gründer und Teilhaber der Smart Engineering GmbH.

Endziel: Energieautark
Aufgrund der zukunftsweisenden Bauweise wird dieses Gebäude komplett energie-autonom. Mit einem genauen Monitoring sollen nach der Fertigstellung weitere Optimierungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, sodass es lt. Zeiler möglich ist, das Gebäude zukünftig sogar energieautark betreiben zu können. „Die steigenden Anfragen zeigen, dass der Wunsch nach Gebäuden, die so autonom wie möglich mittels erneuerbaren Energien laufen, nachhaltig sind oder im Zeichen des Umweltschutzes stehen, in der Bevölkerung angekommen ist“, ist Zeiler vom Konzept überzeugt.
Der Baubeginn erfolgte im Jänner, mittlerweile wurde bereits die Hangsicherung sowie die Verlegung des Rohrsystems des Erd-Sole-Speichers fertiggestellt. Mit dem Gießen der Betonplatte wurde am 29. April eine Zeitkapsel mit den Bauplänen zur Dokumentation für die zukünftigen Generationen eingelassen. Die Fertigstellung ist im kommenden Winter geplant.



V. l.: Martin Knapp, Thomas Huber, Josef Moser, Stefan Zeiler (GF Smart Engineering GmbH), Michael Rogler, Tobias Trenkwalder, Mario Held, Niki Forcher, Yvonne Zeiler sowie Barbara Ritzl

Auf unterhaltsame aber doch sehr informative Art und Weise zeigte Organisator Max Egger von der Firma Noris den Mitarbeitern des Diakoniewerkes Kirchbichl, was man bei der Brandbekämpfung alles beachten muss. „Feuermelder, Feuerlöscher, Branddecke und Autofeuerlöscher, damit ist man für die meisten Fälle gerüstet“, so Egger. Dabei ist Brand nicht gleich Brand. Ein Topf mit brennenden Öl muss anders gelöscht werden (Feuerdecke) wie brennende Feststoffe. Egger erklärte die verschiedenen Arten von Feuerlöschern und gab praktische Tipps, was bei der Brandbekämpfung alles zu beachten ist.
Mit eindrucksvollen Vorführungen und der Möglichkeit, das Gelernte gleich selbst anzuwenden, ist das Diakoniewerk Kirchbichl für den Fall der Fälle nun vorbereitet.
Das Training im Wert von € 600.- wurde von der Firma Noris Feuerschutzgeräte GmbH  gesponsert.


V. l.: Max Egger (Fa. Noris) übergab an Marina Meran, Leiterin der Werkstätte und Therapie in Kirchbichl, einen Feuerlöscher.


Hätten Sie es gewusst? Das passiert, wenn man versucht, einen brennenden Topf mit Öl mit einem halbvollen Glas Wasser zu „löschen“.

Am 16. September 2021 wurde mit der Grundsteinlegung mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses in Unterlangkampfen begonnen, am 6. Mai konnte zeitgerecht die Firstfeier abgehalten werden. Im Herbst 2022 soll dann das Gebäude pünktlich übergeben werden. Budgetiert ist das Projekt mit € 4,2 Mio. brutto, diese Summe wird voraussichtlich auch eingehalten werden können.
„Von den letzten fünf ausgeschriebenen Projekten für Feuerwehrhäuser konnten wir vier gewinnen. Dies ist das dritte Projekt, das wir umsetzen“, so Wohnungseigentum-Geschäftsführer Walter Soier.
„Zu der Zeit, als wir dieses Projekt abgeschlossen haben, war die Welt noch eine andere, inzwischen wären die Kosten wohl um einiges höher“, erklärte Bgm. Andreas Ehrenstrasser.


V. l.: Kdt. Stefan Thaler, GF Walter Soier und Bgm. Andreas Ehrenstrasser.

Bundesrat Sebastian Kolland und Nationalrat Josef Hechenberger wollen regelmäßig darüber berichten, „was da in Wien geschieht“ und was das für „ihren“ Bezirk bedeutet. Aktuell ist das Schlagwort „Teuerung“ allgegenwärtig.

In Summe wurden bereits € 4 Mrd. beschlossen, um die Teuerungen aufzufangen. Neben Energiescheck, Erhöhung der Pendlerpauschale, Erhöhung des SV-Bonus, des Familienbonuses und Kindermehrbetrages wurden auch die Senkung der zweiten und dritten Einkommenssteuerstufen fixiert. Im Bezirk Kufstein profitieren rund 21.000 Kinder von dieser Erhöhung. Ca. 83.000 Arbeitnehmer sowie Pensionisten sind von der Sekung der beiden Tarifstufen und der Rückerstattung der SV-Beträge betroffen. Alleine für den Bezirk sind das insgesamt € 37 Mio. „Ein Arbeitnehmer mit der großen Pendlerpauschale erhält durch diese Maßnahme € 821.- zusätzlich. Durch die Halbierung der Mineralölsteuer, wie von der Opposition gefordert, wären es nur € 425.- gewesen“, so Bundesrat Sebastian Kolland. „Wir werden aber weiter beobachten, ob es weitere Maßnahmen braucht, um die Menschen  zu entlasten. In Summe, wenn man sich anschaut, was wir machen, dann ist es so, dass kaum ein anderes Land soviel macht wie wir“, ergänzte NR Josef Hechenberger.

Kalte Progression abschaffen
Angegangen soll nun auch die Abschaffung der kalten Progression. Die Steuerklassen sollen dann lt. Kolland automatisiert mit der Inflation mitwachsen. Kolland: „Das haben aktuell im OECD-Raum 18 von 30 Staaten.“

Klimabonus
Mit dem regionalen Klimabonus soll es einen Ausgleich für alle im ländlichen Bereich Lebenden geben.  Im Bezirk Kufstein erhalten dadurch alle mit Ausnahme von vier Gemeinden € 200.-. Für Kufstein und Wörgl werden € 133.- ausgeschüttet, Bad Häringer und Kirchbichler erhalten € 167.-. Bei ca. 111.000 Menschen im Bezirk Kufstein sind das insgesamt € 17,5 Mio.
Für Unternehmen wird ab 2023 die Körperschaftssteuer von 25 % auf 24 % gesenkt, im Jahr 2024 wird diese Steuer nochmals um einen Prozent verringert. Im Bezirk Kufstein profitieren 1900 Bezirke von dieser Senkung.


Sebastian Kolland - Bundesrat (ÖVP)


Josef Hechenberger - Nationalrat (ÖVP)

In Thiersee entsteht bis Ende 2023 ein neues Bildungszentrum, den Beschluss dafür fasste der Gemeinderat in der vorangegangenen Periode. Der neu gewählte Gemeinderat stimmte vergangenen Montag, 2. Mai - wie im Wahlkampf von vielen Listen gefordert - einer Adaptierung bzw. Vergrößerung des Turnsaales mit den damit verbundenen Mehrkosten von € 698.400,- brutto mit 8:7 Stimmen zu.

Sieben Volksschulklassen (eine Klasse teilbar), fünf Kindergartengruppen, zwei Kinderkrippengruppen, die örtliche Bücherei sowie eine Turnhalle werden im neuen Bildungszentrum im Ortsteil Kirchdorf direkt oberhalb der Fußballplätze untergebracht (der Kufsteinblick berichtete).

Mehrzwecksaal
Direkt nach der konstituierenden Sitzung beschäftigte sich der neue Gemeinderat mit den (bereits beschlossenen) Plänen für das Bildungszentrum. Im Fokus stand die Sicherstellung der Nutzung des Turnsaales als Mehrzwecksaal bzw. deren Vergrößerung. Anhand eines mehrheitlichen Gemeinderatsbeschlusses (10:5) wurde der Totalunternehmer WRS Baumanagement damit beauftragt, ein Angebot für eine Vergrößerung des Turnsaales von 15 x 27 m auf 15 x 33 m inkl. eines zusätzlichen Lagerraumes (z. B. für eine Bühne) vorzulegen.

Intensive Mehrkosten
Bei einer außerordentlichen Gemeinderatssitzung lag dieses Angebot auf dem Tisch: Die Vergrößerung kostet € 582.000,- netto bzw. für die Gemeinde relevante € 698.400,- brutto. Zusätzlich waren in den ursprünglichen Gesamtkosten von € 15,2 Mio. weder eine Photovoltaikanlage, noch eine Pausenhofgestaltung oder eine Holzfassade integriert. Lt. Bgm. Rainer Fankhauser (Bürgermeister-Liste) steigen somit die Gesamtkosten auf € 16,2 Mio., davon sind von der Gemeinde rund € 8 Mio. zu finanzieren. Ob für die zusätzliche € 1 Mio. noch eine Förderung lukriert werden kann, ist unklar: „Wir werden es versuchen“, erklärt Fankhauser. Mit zusätzlichen finanziellen Einschränkungen rechnet Fankhauser aufgrund der Adaptierung nicht: Nach derzeitigem Stand würden die Ertragsanteile des Bundes zukünftig um jährlich € 200.000,- steigen.

Vergrößerung gewünscht
Bereits im Jänner 2021 haben sich lt. Fankhauser viele Vereine (SV Thiersee Hauptverein + Abteilung Fußball, SC Hinterthiersee, SK Landl, Tennisclub Thiersee, Passionsspielverein, BMK Vorderthiersee, FF Vorder-thiersee, Landjugend) für eine Vergrößerung des Turnsaales bzw. eine Mehrzwecknutzung in einem offenen Brief an die Gemeindeführung ausgesprochen. „Leider ist damals nichts geschehen, auch ein gewünschtes Zusammensetzen hat nicht stattgefunden“, beklagt Fankhauser. Erstmals wurde das (bereits beschlossene) Projekt am 8. März 2022 der Öffentlichkeit präsentiert.
Im ursprünglichen Plan wären bei einer Veranstaltung maximal 160 Personen erlaubt gewesen, mit der Vergrößerung und der damit einhergehenden Adaptierung der Brandschutztechnik sowie der Lüftungsanlage kann die Kapazität auf 250 Personen gesteigert werden. Dazu müsse z. B. bei einem Konzert die Bühne während der Probenzeit nicht abgebaut werden. „Die schulische Nutzung darf nicht beeinträchtigt werden, das ist durch die Erweiterung möglich“, verweist Fankhauser auch auf die eventuell verpflichtende Sportstunde im Jahr 2024. Weiters hätte durch die Abtrennung in der Mitte der Halle ein Fluchtweg gefehlt. Wie groß der Bedarf der Thierseer Vereine wirklich ist, im Mehrzwecksaal Sport- bzw. Kulturveranstaltungen durchzuführen, wird sich erst zeigen: „Ich gehe davon aus, dass dieser Saal oft genutzt wird“, so Fankhauser.

„Lässt sich nicht rechtfertigen“
Vize-Bgm. Johannes Kaindl (Bürgermeister-Liste) lehnte die Adaptierung ab: „Die neue Variante ist komfortabler und hat einen Mehrwert. Die € 700.000,- lassen sich für mich mit dieser erweiterten Kubatur (Anm. d. Red: 145 m2 zusätzliche Nutzfläche) jedoch nicht rechtfertigen.“ Mit einer geringen Adaptierung des Brandschutzes sowie der Lüftungsanlage hätten lt. Kaindl auch in der alten Variante 250 Personen Platz gefunden. Dazu gebe es keine Grundlage für eine Investition in dieser Höhe: „Eine geteilte Nutzung der Turnhalle wäre - natürlich mit gewissen Abstrichen in wenigen Wochen - auch in der ursprünglichen Variante möglich gewesen. Das ist eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Es gibt keine Bedarfserhebung, wie viele Veranstaltungen schlussendlich wirklich durchgeführt werden“, erläutert Kaindl. Für den Vizebürgermeister wäre es die bessere Lösung gewesen, mit diesem Startkapital von € 700.000,- einen neuen Veranstaltungssaal im Bereich des gemeindeeigenen Strandbades direkt am See anzudenken: „Dies wäre eine Investition in die Zukunft ohne Nutzungskonflikt, wäre gefördert und könnte auch refinanziert werden. Weiters wären die Nutzungsmöglichkeiten vielseitiger (z. B. Hochzeiten), dazu könnten mit dem Strandbad Synergien genutzt werden.“

Freies Spiel der Kräfte
Eine Uneinigkeit herrschte nicht nur im Gemeinderat, sondern auch innerhalb der darin vertretenen Listen: Die Bürgermeister-Liste (fünf Mandate) stimmte mit 2:3 gegen das Projekt: „Jeder hat seine eigene Entscheidung zu verantworten, für das wurde jeder Einzelne gewählt“, klärt Fankhauser auf. Auch für Kaindl stellen verschiedene Meinungen innerhalb der Liste kein Problem dar: „Wir sind unterschiedlicher Meinung, unterstützen uns jedoch gegenseitig, um das bestmögliche für die Gemeinde herauszuholen.“ Auch die zwei Neos-Mandatare stimmten unterschiedlich ab: „Wir haben innerhalb der Neos generell keinen Parteienzwang. Es geht immer um den eigenen Input und die persönliche Meinung“, so GR Armin Mairhofer.
Die Adaptierung wurde mit dem knappest möglichen Ergebnis von 8:7 Stimmen befürwortet.
Der Baubeginn ist Mitte August geplant, die Fertigstellung Ende 2023.

Vize-Bgm. Johannes Kaindl stimmte dagegen.

 

Bgm. Rainer Fankhauser befürwortete die Adaptierung.